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Oschatz Mügelner Wehr rückte im vergangenen Jahr zu 48 Einsätzen aus
Region Oschatz Mügelner Wehr rückte im vergangenen Jahr zu 48 Einsätzen aus
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20:05 18.01.2016
Die Brandbekämpfung war unter Atemschutz erforderlich.  Quelle: Dirk Hunger
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Mügeln

 Dieser eine Tag bestimmt den Rückblick der Mügelner Feuerwehrleute auf das Jahr 2015. „Am 8. September um vier Uhr wurden die Kameradinnen und Kameraden der Stadt Mügeln sowie deren Ortsteile zu einem Brand einer Lagerhalle der Firma Ruka gerufen“, erinnerte Müller. Schnell habe der Einsatzleiter festgestellt, dass die Brandbekämpfung ohne weitere Hilfe nicht zu bewältigen sei. Schließlich kamen bei diesem Einsatz insgesamt 94 Feuerwehrleute von zwölf Wehren zum Einsatz. Es gelang ihnen, ein Übergreifen auf weitere Gebäude zu verhindern. Müller hob in diesem Zusammenhang das tadellose Zusammenspiel aller Wehren besonders hervor.

Meterhohe Flammen schlugen am 8. September 2015 aus einem zweistöckigen Gebäude der Firma Ruka Ofenkeramik in Mügeln (Kreis Nordsachsen). 84 Feuerwehrmänner löschten den Brand.

Insgesamt zu 48 Einsätzen wurden die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Mügeln im vergangenen Jahr gerufen. Das sind neun Einsätze mehr als ein Jahr zuvor. Diese Bilanz zog zur Jahreshauptversammlung Innendienstleiter Rico Müller in seinem Rechenschaftsbericht. So rückten die Frauen und Männer 15-mal zum Löschen von Bränden aus, führten 28-mal Hilfeleistungen, unter anderem nach Verkehrsunfällen durch, und hatten einen Gefahrguteinsatz.

Giftalarm gab es im Dezember in der Arbeitsagentur Oschatz. Ein anonymer Briefeschreiber hatte an die Behörde eine weiße Substanz verschickt. Das führte schließlich zu einem Großeinsatz, wobei die Mügelner Kameraden unter Atemschutz Unterstützung gaben.

Das Gebäude der Bundesagentur für Arbeit in der Oschatzer Oststraße 3 musste am Dienstagvormittag wegen eines verdächtigen Briefes vorsorglich geräumt werden.

Der Mügelner Wehr gehören 102 Mitglieder, unter ihnen zehn Frauen sowie 24 Mädchen und Jungen der Kinder- und Jugendwehr an. Durch die regelmäßig durchgeführten Dienste sei das Wissen jedes einzelnen Mitgliedes aufgefrischt worden. Darüber hinaus haben laut Müller 22 Kameradinnen und Kameraden erfolgreich die Atemschutzstrecke in Döbeln bewältigt. „Um zu erfahren, wie es im realen Einsatz ist, nahmen acht Kameraden an einer Ausbildung im Brandcontainer in Eilenburg teil. Sie kamen zu der Einschätzung, dass solch eine Ausbildung mehr angeboten werden müsste.“ Auf Kreis- und Landesebene qualifizierten sich drei Feuerwehrleute zum Truppmann, einer zum Truppführer, zwei zum Sprechfunker und einer im Umgang mit der Kettensäge.

Die Kinder- und Jugendwehr präsentierte sich mit ihrer Betreuerin Nadja Fischer und Jugendwart Ronny Sieber bei Veranstaltungen der Stadt und der Vereine. Sie waren unter anderem beim Maibaumstellen, dem Fest zum 170-jährigen Bestehen der Feuerwehr Ablaß und dem Familienfest am Bolzplatz dabei. In der Grundschule Sornzig unterstützten sie das Spielplatzfest, führten eine Technikschau beim Parkfest in Schweta durch und nahmen an einem Zeltlager teil.

Zur Jahreshauptversammlung überreichte Karsten Saack, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen, an Karl-Heinz Birnbaum das Ehrenkreuz am Band für 40 Jahre treue Dienste. Außerdem wurden vier Kameradinnen und Kameraden befördert.

Von Heinz Großnick

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