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Mügelner wollen keine Ruhe geben zum Unfallgeschehen

Ortsumgehung Mügelner wollen keine Ruhe geben zum Unfallgeschehen

Die Ortsumgehung Mügeln erregt weiterhin die Gemüter. Kai Scheller aus Mügeln will sich mit der Antwort der zuständigen Behörde auf sein Schreiben keinesfalls zufrieden geben und sich im sozialen Netzwerk Facebook weiterhin dafür engagieren, dass die Problematik nicht still und heimlich in Vergessenheit gerät.

Die Ortsumgehung Mügeln gilt offiziell nicht als Unfallschwerpunkt, obwohl hier viele Unfälle gesehen.

Quelle: Dirk Hunger

Mügeln.  Die Ortsumgehung Mügeln erregt weiterhin die Gemüter. Unverständlich für Bürgermeister Johannes Ecke und auch etliche Mügelner, dass trotz schwerer Verkehrsunfälle, die seit der Inbetriebnahme im Januar 2014 zu verzeichnen sind, baulicherseits nichts getan worden ist. Die Einschätzung des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr in Leipzig, dass Raserei auch eine Hauptursache des Unfallgeschehens sei, ist schließlich wiederlegt worden. Denn jüngste Geschwindigkeitskontrollen vor Ort haben ergeben, dass es diesbezüglich keine überdurchschnittlichen Überschreitungen gibt (wir berichteten).

Kai Scheller aus Mügeln will sich mit der Antwort der zuständigen Behörde auf sein Schreiben keinesfalls zufrieden geben und sich im sozialen Netzwerk Facebook weiterhin dafür engagieren, dass die Problematik nicht still und heimlich in Vergessenheit gerät. „Es wäre jetzt angebracht, ein Gutachten über die Situation erstellen zu lassen. Schließlich liege es auf der Hand, dass nicht die Geschwindigkeitsüberschreitungen Hauptursache der Unfälle sei, sondern die unübersichtliche Straßensituation. Scheller hofft, dass die örtliche Unfallkommission wie behördlicherseits mehrfach angekündigt die Umgehungsstraße nicht aus dem Blickfeld verliert. Allein die bereits vorgenommene Umbeschilderung löse das Problem aus seiner Sicht jedenfalls nicht.

Das sieht man im Stadtrat Mügeln ganz genauso. Während der jüngsten Stadtratssitzung wurde die Frage aufgeworfen, ob das Gerücht stimme, dass kein Kreisverkehr nachträglich an der Umgehungsstraße eingerichtet werde. „Als die Straße damals gebaut worden ist, lagen die Projektunterlagen im Rathaus zur öffentlichen Einsicht aus. Wir wollten Kreisverkehr an jeder Kreuzung haben. Das Straßenbauamt hat dies jedoch mit der Begründung abgelehnt, dass die Straße in ihrer Länge mit mindestens 70 Kilometer pro Stunde befahrbar sein müsse“, antwortete Bürgermeister Johannes Ecke (Freie Wählervereinigung Mügeln).

Klaus Huth, Leiter des Straßenverkehrsamtes im Landratsamt Nordsachsen versichert gegenüber der Oschatzer Allgemeinen Zeitung: „Das Thema Umgehungsstraße ist nicht erledigt und wird weiterhin Prüfungsschwerpunkt sein. Es werden weiterhin regelmäßig Geschwindigkeitskontrollen an der Ortsumgehung durchgeführt, um erzieherisch zu wirken. Außerdem finden fortlaufend Prüfungsmaßnahmen statt und die Unfallkommission wird Anfang April darüber diskutieren.“

Huth erinnert in diesem Zusammenhang, dass bereits „Maßnahmen“ wie das Anbringen von Stoppzeichen getroffen worden seien, um die Situation zu entschärfen.

Mügelns Bürgermeister hatte unterdessen Abteilungsleiter Carsten Ahner vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr in Leipzig Gesprächsbereitschaft angeboten und ihn gebeten, dazu nach Mügeln ins Rathaus zu kommen. „Ich möchte gern, dass wir zum Erfolg kommen“, verdeutlichte Ecke noch einmal nachdrücklich seine Position. Ahner habe sich bereiterklärt, für den Monat März einen Termin zu vereinbaren. Dazu sollen dann alle Beteiligten in das Rathaus Mügeln eingeladen werden.

„Wir lassen keine Ruhe. Wir können nicht zusehen, dass dort immer wieder Unfälle passieren, wenn wir jetzt wissen, es liegt nicht an der Geschwindigkeit, sondern da ist baulich etwas im Argen“, versprach Ecke.

Von Heinz Großnick

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Mügeln
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