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Oschatz Mügelns Schornsteinfeger Höhne klärt über neues Energielabel auf
Region Oschatz Mügelns Schornsteinfeger Höhne klärt über neues Energielabel auf
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00:19 17.07.2017
Diese Ölheizung wurde im Jahr 1992 errichtet und jetzt in das Energielabel C eingestuft. Quelle: Thomas Lieb
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Mügeln

Was Kühlschrank und Waschmaschine schon lange haben, sollen jetzt auch alte Heizungsanlagen erhalten: ein Energielabel, das am Heizkessel zeigt, wie sparsam oder verschwenderisch das Gerät mit Energie umgeht. Mügelns Bezirksschornsteinfegermeister Hans-Jürgen Höhne betreut in seinem Zuständigkeitsbereich nach eigenen Angaben insgesamt 1800 Heizungsanlagen, die jährlich überprüft, gemessen sowie der Schornstein gereinigt wird. Davon seien etwa 800 Anlagen veraltet. „Alle Altkessel, die älter als 15 Jahre sind, erhalten das Energielabel“, informiert der Mügelner. Das betrifft sowohl Niedertemperaturkessel für Öl als auch Gas. Sie verbrauchen zu viel Energie und werden in die Effizienzklasse C oder D eingestuft. Das Energielabel gibt es im Rahmen der Feuerstättenschau und spätestens Ende des Jahres soll die Aktion abgeschlossen sein. Höhne empfiehlt den Besitzern solcher Anlagen bei einer grenzwertigen Messbescheinigung den Kesseltausch. Der Grenzbereich liege bei der Immissionsschutzmessung bei 11 Prozent Abgasverlust, bei 12 Prozent müsse ausgetauscht werden. Altkessel werden nicht mehr hergestellt. Heutiger Stand der Technik seien Brennwertkessel. Besonders effizient arbeiten allerdings Erd- oder Grundwasser-Wärmepumpen mit oder ohne Solaranlagen, Luft-Wärmepumpen mit Solaranlagen sowie Klein-Blockheizkraftwerke, die in den höchsten Energielevel A++ eingestuft sind. Die Energielabel, die dann an den Heizungsanlagen anzubringen sind, erhalten die zuständigen Schornsteinfeger von den Handwerkskammern.

Wer übrigens über einen Kesseltausch nachdenkt, der hat die Möglichkeit, staatliche Förderung in Anspruch zu nehmen. Immerhin 30 Prozent der Kosten schießt Vater Staat für Neuanlagen hinzu, was laut Höhne rund 1000 Euro entspricht. Wichtig zu wissen, dass der Antrag auf staatliche Hilfe im Vorfeld zu beantragen ist, nachträglich wird ein Zuschuss verwehrt. „Manche bauen um und haben die Rechnung schon bezahlt. Zum Teil wissen es nicht einmal Heizungsfirmen, dass es Fördermittel gibt“, hat Höhne festgestellt. Bei der nächsten Feuerstättenschau erhalten die Besitzer von Altanlagen außerdem einen Flyer mit ausführlichen Informationen zum Energielabel, einem Rechenbeispiel, wie viel Energie man durch den Austausch sparen kann und wann sich dieser lohnt. Allerdings geben auch die Schornsteinfeger bei Bedarf Auskunft und die Verbraucherzentralen beraten ebenfalls. An einem Infotelefon des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erhält man Auskunft zum Thema Energieeffizienz. „Wir beraten allgemein zur Förderkampagne und übernehmen eine Art Lotsenfunktion“, informierte dazu ein Sprecher. So erhalten die Anrufer Auskunft, welche Förderprogramme für sie in Frage kommen. Allerdings gebe es keine verbindlichen Berechnungen.

Von Heinz Großnick

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