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Mügelns Stadtchef lobt: „Stadtsanierung voll im Plan“

Neujahrsinterview Mügelns Stadtchef lobt: „Stadtsanierung voll im Plan“

Der Ausbau des Bahnhofes zum Info-Zentrum Geoportal mit 2,4 Millionen Euro Baukosten ist das wichtigste Vorhaben der Stadt in diesem Jahr. Außerdem soll die Stadtsanierung planmäßig fortgesetzt werden und steht die Weiterführung und Beendigung der Hochwassermaßnahmen auf der Agenda. Geplant ist weiterhin die Sanierung des Stadtbades.

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Geflügelzüchter räumen bei Mügelner Schau ab

Freie Fahrt durch Mügeln, seitdem der Straßenbau im Zentrum kurz vor Jahresende beendet worden ist.

Quelle: Dirk Hunger

Mügeln. In Mügeln fand im vergangenen Jahr die Bürgermeisterwahl statt und es konnte sich bereits im ersten Wahlgang Johannes Ecke (Freie Wählervereinigung Mügeln) über den Wahlsieg freuen. Was das Jahr für die Stadt brachte und welche Aufgaben sich die Stadtväter für 2016 vorgenommen haben, darüber sprach die Oschatzer Allgemeine mit dem Stadtoberhaupt.

Sie sind nun seit reichlich zehn Monaten in Amt und Würden. Sind Sie auch heute noch davon überzeugt, dass Ihr beruflicher Weg für Sie der richtige ist?

Ich habe gewusst, was mich erwartet und bin zuversichtlich an die Arbeit gegangen. Sie macht Spaß. Was wir uns im ersten Jahr vorgenommen haben, davon ist viel geschafft worden.

Und das wäre?

Mein Hauptanliegen war es, eine Arztpraxis nach Mügeln zu bekommen. Das haben wir geschafft und es hat funktioniert, dass wir einen Träger gefunden haben. Des Weiteren liegt die Stadtsanierung voll im Plan. Wir haben Einwohnergespräche geführt und unsere Hinweise sind auf fruchtbaren Boden gefallen. Viele Häuser entlang der Ortsdurchfahrt sind saniert worden. Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft und danke den Hauseigentümern, die die Gelegenheit wahr genommen haben.

Was wurde noch erreicht?

Wir konnten endlich den Abbruch am Schulplatz 1 erledigen und den Straßenbau in der Innenstadt voranbringen. Durch die gute Absprache mit der Baufirma wurden die Belastungen so gering wie möglich gehalten. Außerdem ist die Bushaltestelle Flocke erneuert worden und das Licht am Busbahnhof brennt wieder.

Was hat sie besonders im vergangenen Jahr gefreut?

Die tolle Zusammenarbeit mit den Vereinen und den Einwohnern der Stadt und den Ortsteilen. Wir sind immer auf offene Ohren gestoßen, wenn wir als Stadt Anliegen hatten. Besonders auch der Umgang mit Flüchtlingen zeigt, dass wir vernünftig damit umgehen und die Menschen, die hierher kommen nicht beschimpft werden. Allerdings gab es zwei Vorfälle, die verabscheuungswürdig sind und die wir auch nicht unter den Tisch kehren möchten. Der Staatsschutz und die Polizei ermitteln. Über Ergebnisse sind wir noch nicht informiert worden.

Und worüber haben Sie sich geärgert?

Natürlich über die zahlreichen Unfälle auf der Ortsumgehung. Wir können immer nur um offenes Gehör bitten und haben dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr Gespräche angeboten. Das ist nicht angenommen worden und ärgert mich schon. An der Situation der Umgehungsstraße hat sich nichts geändert. Wir bleiben dran und suchen weiterhin das Gespräch mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr, der Polizei und dem Landratsamt.

Ein anderes Thema, das immer wieder die Einwohner bewegt, sind die Brände und Fehlalarme der Vergangenheit in der Firma Rematec und das Versprechen Ihres Amtsvorgängers, für Abhilfe zu sorgen.

Ich war selbst vor Ort und habe mich beim Werksleiter und der Geschäftsführung vorgestellt. Wir haben ein angenehmes Gespräch geführt. An der Sicherheit der Technik ist gearbeitet worden. Ich bin glücklich, dass es nun funktioniert. Die Firma geht mit leicht entzündlichen Substanzen um, was wir auch wissen. Es gab in letzter Zeit keine Vorfälle und Fehlalarme mehr. Es gibt jetzt übrigens einen neuen Geschäftsführer und ich werde das Gespräch mit ihm suchen.

Stichpunkt personelle Veränderungen im Rathaus. Sie suchen bekanntlich auch einen Kulturmanager?

Die Stelle Kulturmanager ist ausgeschrieben und wir führen zurzeit Personalgespräche. Es gab über 20 Bewerbungen aus der Stadt und Umgebung. Die Stelle soll möglichst ab Februar besetzt werden. Im März geht die Kämmerin in ihren wohlverdienten Ruhestand. Dadurch wird die Stelle hausintern neu besetzt.

Und wie sieht die Situation beim Nachwuchs, der Lehrlingsausbildung, aus?

Ein Jugendlicher ist jetzt mit der Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten fertig geworden. Eine Auszubildende befindet sich im dritten Lehrjahr. Im Laufe des Jahres 2017 werden wir eine weitere Ausbildungsstelle Verwaltungsfachangestellte oder -angestellter besetzen.

Welche Vorhaben hat die Stadt Mügeln in diesem Jahr auf der Agenda?

Das allerwichtigste ist der Beginn der Sanierung und der Ausbau des Bahnhofes zum Informationszentrum Geopark mit einem Gesamtwertumfang von 2,4 Millionen Euro. Natürlich zieht sich auch die Stadtsanierung wie ein roter Faden bis zum Jahr 2020 durch. Geplant sind zudem die Weiterführung und Beendigung der Hochwassermaßnahmen sowie die Straßensanierung der uns übertragenen alten S 31. Schwerpunkt ist ebenfalls die Reparatur unseres Stadtbades. Dazu hatten wir uns an einem Projektaufruf des Bundes zwecks Sanierung solcher Anlagen beteiligt, haben aber noch keine Rückmeldung.

Mit welchen Kosten rechnen Sie bei der Badsanierung?

Etwa 350000 bis 400000 Euro.

Ist in den Ortsteilen von Mügeln irgendetwas geplant?

Wir behalten natürlich auch alle Ortsteile im Blick. So soll die Neugestaltung einiger Bushaltestellen stattfinden und steht die Weiterführung des Verfahrens der ländlichen Neuordnung in Sornzig und Glossen sowie deren Beendigung in Ablaß auf dem Plan. Wir werden außerdem die abwassertechnische Erschließung mit Gruppenanlagen in Sornzig und Kemmlitz sowie den Bau von Löschwasserzisternen in Seelitz und Zschannewitz in Auftrag geben. Eine neue Löschwasserzisterne ist ebenfalls in Schleben beantragt. Außerdem soll die Straßenbeleuchtung in Zävertitz, die dem Sturm im April 2015 zum Opfer fiel, wieder hergestellt werden und auch der Erweiterungsbau in der Kindertagesstätte Schweta soll in Angriff genommen werden.

Wie sieht es mit Gewerbeansiedlungen aus?

Eine Firma aus Mügeln möchte ihren Sitz in das Gewerbegebiet Mügeln/Schweta verlegen und außerdem wurde auf diesem Areal eine Neuansiedlung von produzierendem Gewerbe angekündigt. Uns geht es um den Erhalt der Arbeitsplätze. In beiden Fällen wird außerdem mit zusätzlichen Jobs gerechnet.

Apropos Neujahrsempfang. Wird es den in diesem Jahr geben?

Wir werden zwar keinen Neujahrsempfang durchführen, aber am 9. März zu einem Frühlingsempfang einladen. Dann bin ich ein Jahr im Amt und möchte Bilanz ziehen sowie einen Ausblick auf das begonnene Jahr geben.

Interview: Heinz GroßnickHeinz Großnick

Von Heinz Großnick

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