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Oschatz Mühlenpreis 2018: Vier Volltreffer fürs Ehrenamt und ein Geburtstagskind
Region Oschatz Mühlenpreis 2018: Vier Volltreffer fürs Ehrenamt und ein Geburtstagskind
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16:02 14.04.2018
Auch ein Geburtstagskind wurde gefeiert und bekam Blumen von Landrat Kai Emanuel. Annemarie Wust aus Krostitz wurde am Ostermontag 96 Jahre jung. Die Krostitzerin ist die älteste Kandidatin seit der Mühlenpreisverleihung. Quelle: Foto: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Monika Neumann-Wächtler, Elke Fromm, Nadine Fritzsche und Andreas Brauer wurden am Freitagabend

im Eilenburger Bürgerhaus mit dem Mühlenpreis 2018 ausgezeichnet. Passend zum Start in die diesjährige Mühlensaison drehten sich die vier Flügel der Mühlenpreise zur inzwischen 20. Runde. In ihrer launig-munteren Moderation blickte LVZ-Regionalverlagsleiterin Kerstin Friedrich immer wieder auf die vergangenen Veranstaltungen zurück.

Uta Schladitz spricht die Laudatio für die Kategorie KulturLandschaft. Quelle: Wolfgang Sens

Das Streichquartett Colianis aus Leipzig eröffnete den Festakt mit Joseph Haydns Serenade Andante Cantabile, bevor Heinrich Brendel, Vorstandsmitglied der Sparkasse Leipzig, die Gäste begrüßte. Brendel betonte den hohen Stellenwert des Ehrenamtes. „Wir wollen ein sichtbares Zeichen der Anerkennung für das Ehrenamt setzen. Unser Dank geht an alle, die sich für die Gesellschaft engagieren“, so der Leipziger. Es folgte Gestrichenes von Luigi Boccherini und Fritz Kreisler.

Nordsachsens Landrat Kai Emanuel (parteilos) stöberte in der Statistik. Exakt 77 Nordsachsen nahmen seit 1999 diese besondere Auszeichnung für ihr persönliches Engagement und ihre jahrelange Tätigkeit im Interesse des gesellschaftlichen sowie kulturell-sportlichen Lebens in Empfang. „Sie alle haben mit ihrem Einsatz entscheidend dazu beigetragen, das Miteinander in der Region zu fördern. Um mit Leidenschaft sowie auch einer gehörigen Portion Mut, Projekte anzuschieben und umzusetzen, die der Gemeinschaft dienlich sind. Eine Einstellung, die unsere Achtung und unseren Respekt verdient“, so Emanuel.

Dass das Ehrenamt jung hält, beweist Annemarie Wust, die mit Blumen geehrt wurde. Die Krostitzerin ist mit 96 Jahren die älteste Kandidatin seit der Mühlenpreisverleihung.

Detlef Portzig (Preisträger 2017) ist Laudator für die Kategorie Sport. Quelle: Wolfgang Sens

Den Preis in der Kategorie Soziales nahm die Eilenburgerin Monika Neumann-Wächtler in Empfang. „Ich freue mich über diese Anerkennung. Ich möchte sie teilen mit allen lieben Menschen, die mir zur Seite stehen, die ich lieb gewonnen habe. Für alle, die Hilfe brauchen, wird meine Tür immer offen stehen“, sagte die 75-Jährige. In der Kategorie Sport wurde es laut im Saal, denn Preisträger Andreas Brauer war mit einem ganzen Fuchsbau angereist. Der 55-jährige Judoka wurde von zahlreichen Delitzscher Sportfüchsen begleitet. Er bedankte sich bei seinen Trainerkollegen und auch bei den Eltern der über 100 Kinder, welche der Verein betreut. „Ohne Gemeinschaft wäre das alles nicht zu schaffen“, sagte er.

Joachim Koppatz (Preisträger 2017) ist Laudator für die Kategorie Soziales Quelle: Wolfgang Sens

Es folgte die Kategorie KulturLandschaft. Unter anderem für ihr Engagement im Verein Patronatskirche Kunst und Kultur Wölkau nahm Elke Fromm die Ehrung in Empfang. Sie bedankte sich bei ihren Helfern und Unterstützern, vor allem bei ihren Kindern, auf die sie sich immer verlassen könne. „Mein Dank gilt auch den Auslobern des Preises, dem Landkreis Nordsachsen, der Sparkasse Leipzig und der Leipziger Volkszeitung. Dieser Preis definiert die gesellschaftliche Bedeutung des Ehrenamtes.“

LVZ-Regionalverlagsleiterin Kerstin Friedrich moderierte die Veranstaltung und hielt die Laudatio für die Kategorie Frischer Wind. Quelle: Wolfgang Sens

Laudatorin Uta Schladitz würdigte sie als „Motor des kulturellen Lebens“. Und der soll noch einige Jahre laufen. Frischer-Wind-Preisträgerin Nadine Fritzsche, seit 2003 Mitglied im Laientheater Eilenburg, wurde von Ilka Sylvester vertreten. Sie war fürs Ehrenamt zu einer Weiterbildung in Magdeburg. „Allein kann niemand frischen Wind machen, da braucht es ein Team, das mitwedelt“, ließ sie ausrichten. Die Preisträger erhielten Blumen, eine Keramikuhr mit Mühlenmotiv sowie 500 Euro.

Von Frank Pfütze

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