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Oschatz Muntermacher für Abriss
Region Oschatz Muntermacher für Abriss
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16:59 18.08.2013
Die ehemalige Gastwirtschaft "Gambrinus" in der Strehlaer Straße soll mit Fördermitteln abgerissen werden. Quelle: Schollemeyer

Brachflächen-Revitalisierung heißt das Wortungetüm, das aktuell in Nordsachsen für die Tilgung diverser Schandflecken steht. Allerdings ist der Ehrgeiz, Förderanträge zu schreiben, recht unterschiedlich verteilt. Die Stadt Oschatz und die Gemeinde Wermsdorf sind besonders aktiv.

Von KAy Würker und Frank Hörügel

Brachflächen-Revitalisierung heißt das Wort, das für Kommunen bares Geld wert sein kann. Ob es um die Brandruine in der Merkwitzer Hangstraße geht oder das einstige Kino in Wermsdorf - diese und weitere Gebäude sollen mit Zuschüssen verschwinden, die Flächen anschließend begrünt und neu gestaltet werden. Einige Anträge sind schon bewilligt, andere noch in der Warteschleife. Doch nach OAZ-Informationen stehen die Zeichen recht gut, dass auch die noch nicht genehmigten Maßnahmen, die der Landesdirektion aktuell vorliegen, tatsächlich in absehbarer Zeit gefördert werden. Kommunen, die damit ihr Ortsbild aufwerten können, dürfte es freuen.

Wo kommt er her, dieser warme Geldregen? Ein plötzliches Phänomen auf der förderpolitischen Wetterkarte? Scheinbar aus heiterem Himmel erhielten dieses Jahr sämtliche sächsische Städte und Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern die Information, dass Fördermittel im Rahmen der Brachflächen-Revitalisierung vorhanden sind, dass sich Anträge lohnen.

Dabei ist das Thema gar nicht so neu: Die Verwaltungsvorschrift Stadtentwicklung, die Brachflächen-Revitalisierung aus Mitteln des EU-Strukturfonds für Regionalentwicklung zahlt, existiert laut Landesdirektion seit Mai 2008. Im Februar 2009 kam eine weitere Verwaltungsvorschrift hinzu, die ausschließlich aus Mitteln des Freistaates Sachsen gespeist wird. Vergleichsweise neu ist hingegen eine Änderung: Seit Februar 2012 kann auch der Abriss ehemals landwirtschaftlich genutzter Gebäude in die Förderung aufgenommen werden.

In diesem Jahr soll die Antragswelle beschleunigt werden. Bedarf gibt es schließlich: Alle nach 1870 erschlossenen Brachen, die zuvor industriell, gewerblich, verkehrstechnisch, landwirtschaftlich oder militärisch genutzt wurden, können mit Fördergeld bereinigt werden.

Das Brandgrundstück im Oschatzer Stadtteil Merkwitz soll noch in diesem Jahr verschwinden. "Ich denke, dass wahrscheinlich im Oktober mit den Arbeiten begonnen werden kann", sagte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) kürzlich. © Kommentar

Kay Würker/Frank Hörügel

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