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Oschatz Musiker aus Oschatz starten private Hilfsaktion für Nepal
Region Oschatz Musiker aus Oschatz starten private Hilfsaktion für Nepal
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11:55 19.05.2015
Eine Aufnahme aus dem Dorf Nuwakot, in das die Helfer bereits Lebensmittel gebracht haben. Quelle: Privat

Von Jana Brechlin

Jetzt werben die Bandmitglieder weiter um Unterstützung.

Und die Akteure wissen, wovon sie sprechen: Denn Robert Pauli und Elisa Walter aus Oschatz waren 2013/2014 für einige Monate in der Region. Und zeitgleich arbeitete Franziska Trommer, die ebenfalls bei Opium Acusticum spielt, in einem Waisenhaus in Kathmandu. Sie hat ein Konto kurzerhand zum Spendenkonto umfunktioniert und den Erlös des Lampertswalder Konzerts nach Nepal überwiesen, wo ein Freund damit Hilfsgüter kauft und dann verteilt.

Auf dieses Konto können Interessenten ab sofort auch Geld einzahlen. Dabei handele es sich um eine durchweg privat organisierte Hilfe, betont Robert Pauli. "Das halte ich im Moment auch für das beste Mittel. Nach den Informationen, die man bekommt, entsteht ja der Eindruck, dass die staatliche Hilfe der nepalesischen Regierung nur sehr verzögert in Gang kommt. Wir können direkter helfen", ist er überzeugt.

Mittlerweile sei die Gruppe in Nepal auf 20 Helfer angewachsen, die vor allem die Menschen in den Dörfern unterstützen wollen. "Direkt nach dem Beben sind sie in das Dorf Nuwakot bei Kathmandu gefahren, um dort Essen zu verteilen", berichtet Franziska Trommer. Die nächste Hilfsaktion soll direkt in die Region des Epizentrums gehen. Es sei geplant, rund 200 Menschen Nahrungsmittel zu bringen. "Um alles dorthin zu transportieren, mieten sie einen Bus. Ob dieser ihnen wirklich helfen wird, ist jedoch nicht gesichert, da die Straßen nur schwer passierbar sind. Bei der letzten Aktion sind sie mit ihren Motorrollern drei Stunden gefahren und den Rest des Weges, der unpassierbar war, drei Stunden lang gelaufen. Wenn der Bus nicht weiterkommt, werden sie die Nahrungsmittel selbst tragen", beschreibt sie. Die Ausgaben werden auf 90 000 nepalesische Rupien geschätzt. Das entspricht etwa 800 Euro - 300 Euro kommen bereits nach dem Konzert aus der Region. Weitere Hilfseinsätze sollen folgen. Dafür werden Spenden gebraucht.

Darum wirbt auch die gebürtige Oschatzerin Elisa Walter, die immer auch die Bilder ihres Besuchs im Himalaya-Staat vor Augen hat: "Das Epizentrum lag nur wenige Kilometer neben der Kuhfarm, auf der wir die meiste Zeit unserer Reise verbracht haben - und so rücken die zerstörten Dörfer und Straßen innerlich plötzlich ganz nah."

Spenden über Franziska Trommer, IBAN: DE23 1001 0010 0221 2061 16, BIC: PBNKDEFF, Postbank

Jana Brechlin

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