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Mutmaßlicher Betrüger ein "braver" Bürger

Mutmaßlicher Betrüger ein "braver" Bürger

Bernd Fleischer, der Chef der Oschatzer Fleischwaren, war Anfang des vergangenen Jahres ziemlich verärgert. Ein Bürger hatte für eine Feier ein Buffet bestellt, die Ware aber nicht bezahlt (wir berichteten).

Als es dem Unternehmer zu bunt wurde, hat er den Mann, der an der Kreisgrenze zu Riesa zuhause ist, wegen Betruges angezeigt. Fleischer sah nicht ein, warum er auf fast 500 Euro verzichten soll.

Nun musste sich der 56-jährige Mann vor dem Oschatzer Strafrichter verantworten. Er trat forsch und siegessicher auf. "Ich habe meiner geschiedenen Frau für die Jugendweihe 1200 Euro gegeben, die für die Ausrichtung gedacht waren, auch für das Buffet", erklärte er. Dass seine Frau für diesen Part verantwortlich war, hat er sich von ihr auch schriftlich bestätigen lassen. Dieses Dokument übergab sein Anwalt Thomas Fischer dem Richter René Stitterich. Das war auch für den Staatsanwalt Michael Frommhold eine wichtige Aussage.

Als die Ex als Zeugin erklärte, dass sie das Geld von ihrem ehemaligen Mann für andere Zwecke verwendet hat, wird der Fall klarer. "Ich musste noch für andere Rechnungen zahlen", erklärte sie kleinlaut und ließ durchblicken, dass sich trotz der Aussage auf dem Dokument, sich wohl einer auf den anderen verlassen hat. "Er wollte es klären, und ich hab dann gesagt, dass ich es mache", so die Ex-Frau.

Zeuge Bernd Fleischer erklärte, dass die Rechnung auf zwei Raten beglichen worden sei. "Und er hat sich entschuldigt." Das hieß für Staatsanwalt und Rechtsanwalt, dass in diesem Fall ein Freispruch in Frage kam. Dem folgte auch Richter Stitterich.

Allerdings erklärte er dem 18-fach vorbestraften Mann, dass es völlig in Ordnung sei, wenn sich das Unternehmen an die Person wendet, die die Bestellung aufgegeben hat.

 

 

Der Fall

Die Fleischwaren GmbH in Oschatz musste mehrere Monate einem Schuldner hinterherlaufen, weil er einen Service von über 400 Euro nicht bezahlt hat. Während der Hauptverhandlung wird deutlich, dass er seiner geschiedenen Frau Geld für die Jugendweihe ihres gemeinsamen Kindes für die Ausrichtung gegeben hat, was die Ex-Frau bei Gericht als Zeugin auch nicht leugnet. Die beiden hätten untereinander geklärt, dass die Frau das Geld dafür verwenden soll. Der Mann, der schon mehrfach vorbestraft ist, wurde freigesprochen.

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