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Mutmaßlicher Totschläger bei Nazi-Leaks aufgelistet

Mutmaßlicher Totschläger bei Nazi-Leaks aufgelistet

Einer der mutmaßlichen Totschläger eines Obdachlosen in Oschatz wird im jetzt gestarteten Internetportal "Nazi-Leaks" mit vollem Namen und Anschrift erwähnt.

Oschatz. Einer der mutmaßlichen Totschläger eines Obdachlosen in Oschatz wird im jetzt gestarteten Internetportal "Nazi-Leaks" mit vollem Namen und Anschrift erwähnt. Leak steht im Englischen für undichte Stelle und meint die inoffizielle Veröffentlichung von Informationen. Der 27 Jahre alte Ronny S. aus Oschatz wird in dem Portal, das von der Untergruppe "Operation Blitzkrieg" der Hacker-Vereinigung Anonymous betrieben wird (wir berichteten), als Kunde des "Nationales Versandhaus" aufgeführt. Der Oschatzer soll dort im Dezember 2009 zwei Bestellungen aufgegeben haben. Das Versandhaus vertreibt unter anderem Tonträger und Bekleidung für die Neonazi-Szene - zum Beispiel Jogginghosen, Modell Deutsches Reich und Reichskriegsflaggen. Von Ronny S. gibt es auf der Homepage der Oschatzer Initiative "Mein Name ist Mensch" ein Foto mit einer Reichskriegsflagge im Hintergrund.

 

Ronny S. und fünf weitere Angeklagte müssen sich derzeit vor dem Landgericht Leipzig wegen Totschlages eines Obdachlosen verantworten. André K. war am späten Abend des 26. Mai mit massiven Fußtritten und Schlägen gegen den Kopf und Oberkörper schwer verletzt worden. Am 1. Juni starb André K. im Krankenhaus (wir berichteten). Das Landgericht Leipzig hat insgesamt elf Prozesstage angesetzt. Mit einem Urteil wird erst Ende April gerechnet.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Leipzig sollen bei den Ermittlungen keine rechtsextremistischen Motivationen der Angeklagten erkennbar gewesen sein. "Dass es bei einem der sechs Angeklagten Verbindungen in die rechte Szene geben könnte, wussten wir schon vor ,Nazi-Leaks'", sagt Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz, der die neuen Hinweise jedoch prüfen will. Trotzdem gebe es bislang keine konkreten Anzeichen, dass André K. aus niederen Beweggründen ermordet wurde. Keiner der Angeklagten sei vorher mit rechtsextremen Straftaten in Erscheinung getreten. "Trotzdem können wir einen Zusammenhang natürlich nicht ausschließen."

Frank Hörügel/Insa van den Berg

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