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Muttermilch macht müde Babys munter:Collm-Klinik lädt ins Still-Café

Muttermilch macht müde Babys munter:Collm-Klinik lädt ins Still-Café

Auch wenn Hebamme Kathleen Schirner und Krankenschwester Silke Vetter - zwei von derzeit sieben Kolleginnen auf der Entbindungsstation - in der Collm-Klinik schon viele Menschenkinder auf die Welt gebracht haben, bleiben sie dabei: Die Geburt eines Kindes ist das Schönste im Leben einer Frau.

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Krankenschwester Silke Vetter (l.), Mutter Caroline Thomaszynski mit Sohn Niklas und Hebamme Kathleen Schirner im Still-Café. Dies ist ein neues Angebot der Collm-Klinik, um Mütter für das Thema "Stillen" zu sensibilisieren.

Quelle: Dirk Hunger

Babys sind kleine Wunder. Und damit das die Mütter auch weiterhin bestätigen, gibt es im Oschatzer Krankenhaus immer wieder neue Angebote. Und an denen können auch werdende Mütter oder interessierte Väter in spe teilnehmen, zum Beispiel im "Still-Café", das vierteljährlich in der Klinik stattfinden wird.

 

Im Aufenthaltsraum, der zum Kreißsaal gehört sind eine Menge Baby-Fotos zu sehen. Sie sind ein Dankeschön der Mütter, die hier ihr Kind zur Welt gebracht und sich gut aufgehoben gefühlt haben. Schließlich ist die Geburt eines Kindes für die Mutter, den Vater und Angehörigen etwas ganz Besonderes. Der richtige Rahmen, das Umfeld, Ärzte, Krankenschwestern und Hebammen sind letztlich entscheidende Personen für die außergewöhnliche "Premiere". Wenn hier Kompetenz und Chemie stimmen, hat das Neugeborene einen ausgesprochen guten Start.

 

Im Gespräch erfährt die Oschatzer Allgemeine, dass das Stillen in dieser modernen und schnellen Zeit immer mehr ins Hintertreffen rückt. Und das müsse nicht sein. "Die Hektik veranlasst die Menschen Prioritäten zu setzen. Dazu gehört, dass Babys manchmal etwas zu schnell an das Fläschchen gewöhnt werden", so Kathleen Schirner. Diese Entscheidung sei nicht immer die beste für das Neugeborene, denn diese Nahrung ersetze die Muttermilch nicht. Diese "Theke" habe immer geöffnet, die Nahrung immer die richtige Temperatur und sei rund um die Uhr und überall verfügbar. Die Umstellung auf Beikost und das Nahrungsmittel-Sortiment der Industrie für Kleinkinder dagegen verführe die Mütter und Eltern zu einer schnellen Umstellung der Ernährung. Dann kommt noch der Zeitfaktor dazu. Fläschchen und Brei zubereiten ist zeitaufwendiger als das Stillen.

 

Und noch etwas fügen die Hebamme und die Krankenschwester an: Der Saug- reflex sei an der Brust ist ein anderer als an der Flasche. Ein zu zeitiges und zu langes saugen an der Flasche könne sich möglicherweise negativ auf Zunge und Kiefer auswirken.

 

Aus all den genannten Gründen sollen die Schwangeren an das Thema "Stillen" wieder herangeführt werden, und zwar in einer lockeren Runde bei einer Tasse Kaffee. Dieses Angebot reiht sich in die bestehenden während der Schwangerschaft und nach der Geburt ein. Gern werden zum Beispiel das Baby-Krabbeln und -Schwimmen angenommen. "Wir arbeiten auch eng mit den Physiotherapeuten im Haus zusammen", erklärt Silke Vetter. Außerdem denken beide über weitere Service-Leistungen zum Wohl der Babys und der Eltern nach, zum Beispiel über Baby-Massagen und einen Geschwister-Kurs. Aber das sind erst einmal nur Überlegungen.

 

Zum "Still-Café" gibt es Flyer. Dazu haben sich die Organisatoren auch der Alten Meister bedient, denn es trifft den Punkt: Eine Mutter, die liebevoll ihr Kind stillt, das augenscheinlich kein Neugeborenes mehr ist. "Madonna mit dem grünen Kissen" heißt das Bild des italienischen Künstlers Andrea Solari (1460-1522). Das Original ist im Pariser Louvre zu sehen. © Kommentar

 

Weitere Info unter: www.collm-klinik-oschatz.de. Hier werden auch die Termine für die Treffen veröffentlicht. Die sollen vorerst einmal im Vierteljahr stattfinden.

Gabi Liebegall

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