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Oschatz Nabu-Freunde auf den Spuren der Vogelwelt im Naturbad Luppa
Region Oschatz Nabu-Freunde auf den Spuren der Vogelwelt im Naturbad Luppa
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19:00 14.02.2016
Rolf Burmeister (li.) und Gottfried Schöne bei der Wasservogelzählung im Naturbad Luppa. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Luppa

Der frühe Vogel fängt den Wurm – was für die Tiere gilt, gilt auch für deren Beobachter. Rolf Burrmeister und Gottfried Schöne waren am Sonntag ab 8 Uhr den Vögeln auf der Spur, und zwar an den Teichen in Luppa, Calbitz und Malkwitz. In Luppa beobachteten sie keine Wurm-, sondern Fischfänger. Zwei Haubentaucher stritten sich um einen solchen, sehr zur Freude der beiden Männer, die zufällig am Valentinstag unterwegs sind, aber ihre Frauen ausnahmsweise nicht dabei haben.

Die ehrenamtlichen Hobbyornithologen der Oschatzer Fachgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) erheben Daten für die bundesweite Wasservogelzählung. Gesammelt werden die Zahlen in der Landesvogelschutzwarte Neschwitz, wo sie nach wissenschaftlichen Aspekten ausgewertet werden. „Dort kann man Maßnahmen für den bundes- oder gar europaweiten Artenschutz ableiten“, so Rolf Burrmeister, bei dem die Fäden sämtlicher Beobachter der Collm-Region zusammenlaufen. So sei etwa der Zwerggänse-Bestand in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen.

Das nasse, regnerische Wetter ist für die zwei Vogelzähler ein zweischneidiges Schwert. „Einerseits herrschen ideale Bedingungen zum Beobachten, da kein Sonnenstrahl blendet, andererseits sind bei diesem Wetter nicht viele Tiere aktiv. Die Zählung heute ist also keinesfalls repräsentativ“, sagt Rolf Burrmeister.

Die Seen in und um den Wermsdorfer Wald seien zudem nicht so weitläufig wie andere Gewässer und deshalb gut zu überblicken. Das führt dazu, dass man auch mal andere Beobachter trifft, das Zählen ist unter den Ornithologen hier ein „beliebter Sport“. Am Sonntagvormittag jedoch hatte das Duo Ruhe. Nicht einmal Angler, wie sie manchmal anzutreffen sind, ließen sich blicken.

Rolf Burrmeister feiert in diesem Jahr indes ein Jubiläum, denn er hat 1996 erstmals einen Jahresbericht über die Artenvielfalt in der heimischen Fauna herausgebracht. Organisiert im Naturschutz ist er schon seit Anfang der 1990er Jahre und gehört mit 64 Jahren schon fast zum „alten Eisen“ unter seinesgleichen. Gottfried Schöne (77) hat seit 1978 einen Blick auf die heimische Vogelwelt und wurde durch Urgesteine wie Achim Spänig und Christian Schiller dazu animiert.

Wenn es um den Nachwuchs geht, dann tun beide ihr Bestes, nehmen unter anderem die eigenen Enkelkinder mit zum Beobachten. „Bei denen ist es gelungen, die Begeisterung schon im Grundschulalter zu wecken. Das ist der richtige Zeitpunkt. Später haben sie dann schon andere Interessen. Ich hoffe, dass meine weiter dabei bleiben“, so Burrmeister.

Von Christian Kunze

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