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Oschatz Nach Beißattacke ihrer Dogge meldet sich 41-jährige Oschatzerin
Region Oschatz Nach Beißattacke ihrer Dogge meldet sich 41-jährige Oschatzerin
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17:24 05.02.2016
Eine Dogge (hier ein artverwandtes Tier) hat den Yorkshire Terrier Floyd totgebissen. Normalerweise gelten Doggen als freundliche, liebevolle und anhängliche Hunde, die zudem eine hohe Reizschwelle haben. Warum die Dogge im O-Park ausgerastet ist, wird wohl ein Rätsel bleiben.  Quelle: Privat
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Oschatz

Eine 41-jährige Oschatzerin hat sich am Donnerstagnachmittag bei der Polizei gemeldet. Sie ist die Halterin des Hundes, der am Sonntagnachmittag im O-Park einen Yorkshire Terrier totgebissen hat. Das war von Revierleiter Jan Müller zu erfahren. Der nächste Schritt sei die Befragung der Frau zu diesem Vorfall. Danach werde die Akte an die Staatsanwaltschaft übergeben.

Allein über das soziale Netzwerk Facebook wurde der Text über die Beißattacke bis 15.30 Uhr gestern über 320-mal aufgerufen. Einige haben sich auch geäußert. Hier Auszüge: Der Oschatzer Hans-Joachim Geißler schrieb in einer Mail: „Alles, was da geschrieben steht, entspricht nicht der Tatsache, außer, dass der kleine Hund tot ist. Der Vorgang wurde durch den Hundebesitzer umgehend angezeigt.“

Olaf Schurig habe seinen Hund nicht angeleint gehabt. Die Hundebesitzerin habe ihn mehrmals aufgefordert, seinen Hund an die Leine zu nehmen, „was er nicht gemacht hat. Der kleine Hund war sehr lebhaft, typisch für diese Rasse, und ist der Dogge direkt vor das Maul gelaufen. Wahrscheinlich wollte er spielen oder es war ein geschlechtsspezifischer Trieb, und es kam zu diesem unliebsamen Zwischenfall.“ Die Hundebesitzerin habe den kleinen verletzten Hund aufgehoben und dem Mann übergeben. Olaf Schurig habe während des gesamten Vorfalls kein Wort gesprochen und sei auch wortlos davon gegangen. „Die beiden Frauen haben sich nicht schuldig gemacht.“ Jetzt werde eine Strafanzeige wegen Rufschädigung geprüft.

Eike Wächtler-Rudolph aus Oschatz schreibt auf Facebook: „Traurig! Durch solche ’Nichtdenker’ darf irgendwann kein Hund mehr mit in den O-Park. Überall stehen Schilder mit Leinenpflicht. Ich habe auch schon miterlebt, dass ein Mitarbeiter einen Gast gebeten hat, seinen Hund an die Leine zu nehmen, doch das wurde völlig ignoriert. Was ich hier lesen muss, macht einen nur wütend und nachdenklich. Schade nur, dass jetzt der Hund bestraft wird, der offenbar eine falsche Erziehung genossen hat. Ich habe übrigens zu der Familie des toten ’Yorkis’ keinerlei Beziehung. Mich macht so etwas nur traurig und fassungslos.“ Das sind auch immer noch Helga und Olaf Schurig.

Andreas Weidlich hat, wie er sagt, selbst vier Jahre im O-Park gearbeitet. Jetzt gehe er gern mit seinen Enkeln in den Park. Er schlägt vor, alle Besucher kurz vor der Schließzeit höflich aufzufordern, den Oschatz-Park zu verlassen. Derzeit können Gäste so lange bleiben, wie sie wollen, denn raus kommt man immer, aber nach der Schließzeit niemand mehr rein.

Und das soll auch so bleiben, meinte Katja Bachmann vom O-Park. „Wir Mitarbeiter fordern von Hundehaltern, die ihre Vierbeiner frei laufen lassen, dass sie sie bitte anleinen sollen. Da werden einige auch noch frech.“ Manchmal sei das fordere Tor offen, wenn noch Autos drin stehen. „Dann müssen wir die dazugehörigen Besucher suchen, denn mit Auto kommen sie dann auch nicht raus.“

Von Gabi Liebegall

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