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Nach Großbrand im Gestüt Sachsen: Cavertitzer bedanken sich bei Helfern

Feuerwehreinsatz Nach Großbrand im Gestüt Sachsen: Cavertitzer bedanken sich bei Helfern

Ein Strohlager war Ende Januar auf dem Gestüt Sachsen in Cavertitz in Brand geraten und hatte für einen tagelangen Einsatz gesorgt. Gestütsverwalterin Cornelia Zeibig bedankte sich jetzt bei Feuerwehrleuten und Helfern für ihre Unterstützung. Mittlerweile hat die Polizei die Ermittlungen abgeschlossen.

Am 27. Januar geriet ein Strohlager auf dem Gestüt Cavertitz in Brand.

Quelle: Dirk Hunger

Cavertitz. Es war ein Einsatz, der allen Helfern viel abverlangte: Am 27. Januar geriet ein Strohlager in einer Halle des Gestüts Sachsen in Cavertitz in Brand. Die Flammen zerstörten das Gebäude völlig, noch Tage danach waren Einsatzkräfte vor Ort beschäftigt, und die Mitarbeiter des Gestüts hatten alle Hände voll zu tun, den Arbeitsalltag schnell wieder in gewohnte Bahnen zu lenken.

Die Kriminalaußenstelle Torgau der Polizeidirektion Leipzig hat jetzt die Ermittlungen abgeschlossen und die Akten nach eigenen Angaben an die Staatsanwaltschaft Leipzig übergeben. „Die Brandursachenermittler schließen einen technischen Defekt als Auslöser dieses Brandes aus“, erläuterte Michael Cabok, stellvertretender Leiter des Kommissariats 1. Die Ursache sei nicht eindeutig festzustellen gewesen. Es sei nicht zu klären, ob der Brand durch eine biologische Selbstentzündung, wie sie durch fest gepresstes Stroh mit hoher Feuchtigkeit entstehen kann, zustande kam oder durch unsachgemäßen Umgang mit einem Feuerzeug oder nachglimmenden Stoffen wie Feuerzeugen oder Zigarettenkippen. „Für den Verdacht eines solchen unsachgemäßen Umganges hat sich in den Vernehmungen kein Anhaltspunkt ergeben“, betonte der Kriminalist. Der Sachschaden am Gebäude sowie an den etwa 100 Tonnen Stroh habe sich auf insgesamt rund 500 000 Euro belaufen.

Mittlerweile war Zeit zum Durchatmen – und die Gelegenheit, Danke an die Helfer zu sagen. Cornelia Zeibig vom Gestüt Sachsen hatte dazu, gemeinsam mit den Mitarbeitern, Helfer und Unterstützer eingeladen.

„Das ist uns wichtig und einfach an der Zeit, bevor die Arbeit in der Landwirtschaft wieder richtig losgeht“, betonte Cornelia Zeibig. Immerhin seien knapp 100 Feuerwehrleute wegen des Brandes im Einsatz gewesen. „Es ist unglaublich, was die Leute hier geleistet haben. Auch Pferdebesitzer, Angehörige und Freiwillige haben uns unterstützt“, zählte sie auf. Bei allem Schrecken angesichts des Großfeuers sei die Hilfsbereitschaft der Menschen ringsum beeindruckend und auch tröstlich gewesen. „Völlig Fremde haben angerufen und ihre Unterstützung angeboten. Die Leute wollten Platz für die Pferde zur Verfügung stellen, mit Stroh und Heu aushelfen – das war wirklich super“, beschreibt Cornelia Zeibig. Letztlich konnte die Tiere in einem anderen Stall des Gestüts untergebracht werden. Auch die in der Brandnacht verletzten und in der Tierklinik behandelten Pferde seien nach jüngsten Informationen wieder wohlauf.

Rund 100 Feuerwehrleute waren in der Nacht im Einsatz

Rund 100 Feuerwehrleute waren in der Nacht im Einsatz.

Quelle: Dirk Hunger

Für die Feuerwehrleute war der gemeinsame Abend auf dem Gestüt auch Gelegenheit, den anstrengenden Einsatz noch einmal Revue passiere zu lassen. Dass es wichtig ist, über das Erlebte zu sprechen, weiß auch der Cavertitzer Wehrleiter Karl-Heinz Schmiele. „Jeder steckt so Etwas anders weg. Manch einem macht das wenig aus, andere dagegen schlafen nach einem solchen Einsatz schlecht. Ich versuche immer, die Leute gleich im Anschluss noch zusammenzuhalten“, erzählt er, „wir müssen nicht einmal direkt darüber reden, wichtig ist einfach, noch ein bisschen zusammenzusein, wenn der Adrenalinspiegel wieder sinkt.“ Er sei froh, dass alle Feuerwehrleute den Großbrand gut gemeistert und ohne Verletzungen überstanden hätten, so Schmiele. Immerhin hatten sich in der Halle 100 Tonnen Stroh entzündet, einen technischen Defekt konnten die Brandursachenermittler ausschließend. Die Feuerwehren konzentrierten sich in der Nacht darauf, ein Übergreifen der Flamen auf die Nachbargebäude zu verhindern. „Das ganze Ding stand lichterloh in Flammen und war nicht mehr zu retten, so dass wir die Halle nur noch kontrolliert abbrennen lassen konnten“, erinnerte Schmiele. Wichtig sei gewesen, Abstand zu halten und vor allem nicht in den Trümmerschatten – also die Bereiche, in die Hallenteile stürzen konnten – zu treten. „Wir sind jetzt immer noch beim Aufräumen“, sagte Gestütsverwalterin Cornelia Zeibig. Ein Ersatz für die Halle sei bereits geplant, schließlich brauche man den Platz auch in Zukunft: „Wir blicken wieder nach vorn.“

Von Jana Brechlin und Axel Kaminski

Cavertitz 51.3859909 13.1281703
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