Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Nach Stallbrand bei Mügeln: Kripo ermittelt wegen Brandstiftung
Region Oschatz Nach Stallbrand bei Mügeln: Kripo ermittelt wegen Brandstiftung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:51 23.02.2018
Mia, Hannah, Lena, Anne, Fiona und Bastian aus Wermsdorf (von links) brachten am Freitag unter anderem Brot als Leckerli für die hungrigen Tiere vorbei. Pächterin Claudia Stevens-Borda (hinten rechts) ist begeistert von der Hilfsbereitschaft der Menschen. Quelle: Foto: Christian Neffe
Niedergoseln

Zwei Tage nach dem verheerenden Feuer im Mügelner Ortsteil Niedergoseln, bei dem ein Pferdestall niederbrannte, liegen erste Erkenntnisse zur Brandursache vor. „Die Kriminalpolizei ermittelt aktuell wegen Brandstiftung“, bestätigt Katharina Geyer von der Polizeidirektion Leipzig am Freitag. Darauf ließen die Ergebnisse der Brandinspekteure mit „sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ schließen, so Geyer. Gewissheit besteht aber noch nicht: „Nichtsdestotrotz ist uns die tatsächliche Brandursache noch nicht bekannt. Auch einen technischen Defekt können wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht völlig ausschließen“, so die Polizeisprecherin.

Hilfsaktionen sind angelaufen

Unterdessen sind in der Mügelner Region Hilfsaktionen für Pächterin Claudia Stevens-Borda und ihren Reitstall angelaufen. „Überwältigend“ bezeichnet sie die Spendenbereitschaft der Leute. Seit Donnerstag sind bereits acht große Heuballen, mehrere Trensen, Pferdedecken sowie fünf Sättel gespendet worden. „Sowohl von Bekannten, als auch von Wildfremden, die herkommen und ihr Auto ausladen – es ist einfach unglaublich.“

Etwa 30 Kinder hatten in der Vergangenheit das Reitangebot in Niedergoseln angenommen. „Ich fände es schade, wenn Frau Stevens-Borda ihren Reitbetrieb einstellt und würde mir wünschen, dass der Betrieb schnell wieder starten kann“, sagt Nadine Schubert, deren Tochter Hannah seit fast drei Jahren in Niedergoseln Reitstunden nimmt. Sie organisiert derzeit mit anderen Müttern Hilfe für die Wiederaufnahme des Reitbetriebs, brachte gemeinsam mit ihrer Tochter und deren Schulfreunden am Freitag Brot für die Pferde und Gartenmobiliar vorbei. „Unser Problem, ist, dass wir zwar alle mit dem Stall zu tun haben, aber untereinander kein Netzwerk haben“, sagt Nadine Schubert.

Sättel, Longen, Futtereimer, Werkzeug oder Pferdecken benötigt

Aus diesem Grund gibt es derzeit aus vielen unterschiedlichen Richtungen Hilfsaufrufe, unter anderem von Chantale Link, einer ehemaligen Reitschülerin, die noch am Abend des Brandes einen Aufruf bei Facebook startete. „Benötigt wird alles, was für einen weiteren Reitbetrieb benötigt wird: Sättel, Longen, Futtereimer, Werkzeug oder Pferdecken“, sagt Schubert.

Auch Pferde-Putzausrüstung wäre eine große Hilfe, ergänzt Stevens-Borda. Weniger benötigt wird Reitbekleidung und -ausrüstung, mit Ausnahme von Reitkappen. „So etwas haben die Mädchen im Normalfall selbst zu Hause“, sagt Schubert. Auch bei Futterspenden wird empfohlen, sich vorher mit Claudia Stevens-Borda in Verbindung zu setzen, da die Platzkapazität momentan begrenzt ist.

Die Reitlehrerin ist derweil optimistisch, dass sie den Betrieb bald wieder aufnehmen kann: „Nach den Ferien kann es mit Sicherheit wieder los gehen.“

Claudia Stevens-Borda: 0157 72960223

Von Christian Neffe und Hagen Rösner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Aufgrund unvorhergesehener Umstände erhöhen sich die Kosten der Erschließung des Gewerbegebiets Mügeln-Schweta um 97 000 Euro auf mehr als 444 000 Euro. Das Archäologische Landesamt hält Grabungen im Areal weiter für notwendig.

26.01.2018

Rund eine halbe Million Euro will die Gemeinde Naundorf in diesem Jahr in die Hofer Grundschule investieren. Dafür nutzt sie sämtliche Mittel, die ihr aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“ zufließen. Am Donnerstag vergaben die Gemeinderäte die Aufträge dafür.

26.01.2018

Nachdem die Vergabe für die Pflege von Grünflächen und Rabatten, die Baumpflege sowie die Straßenreinigung vor drei Jahren nicht ganz geräuschlos über die Bühne ging, gab es bei der jetzt anstehenden Vertragsverlängerung kaum Diskussionen, sondern Lob.

26.01.2018