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Oschatz Nach Wahlsieg kommt die Arbeit: Gürth will lahmes Internet flott machen
Region Oschatz Nach Wahlsieg kommt die Arbeit: Gürth will lahmes Internet flott machen
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00:38 03.07.2015
Ehemann Mathias sowie die Kinder Vincent und Soraya freuen sich über den Wahlerfolg von Christiane Gürth. Quelle: Dirk Hunger
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Frau Gürth, war der Wahlausgang angesichts ihres deutlichen Vorsprungs nach dem ersten Wahlgang am 7. Juni überhaupt noch spannend?

Einige Freunde und Bekannte hatten mir gesagt, dass ich mich doch zurücklehnen könne. Diesen Rat habe ich nicht befolgt. Vielmehr habe ich noch mal Handzettel verteilt, Gespräche übern Gartenzaun geführt und mich bei Festen gezeigt. Ich war nach dem ersten Wahlgang nicht euphorisch und hatte immer noch den Plan B, mich in meiner bisherigen beruflichen Tätigkeit zu qualifizieren.

Was glauben Sie, warum die Cavertitzer Christiane Gürth als Bürgermeisterin haben wollen?

Oh, jetzt wollen Sie mich zur Selbstbeweihräucherung verleiten? Vielleicht fanden die Leute mein authentisches Auftreten sympathisch. Wortgeklingel und Phrasen bekamen sie von mir im Wahlkampf jedenfalls nicht zu hören. Ich habe auch darauf verzichtet, Parteiprominenz dafür einzuspannen. Und einige Leute wissen vielleicht, dass ich nicht nur rede, sondern auch zupacke, mich aktiv am Dorfleben beteilige. Ansonsten habe ich mich bemüht, viel zuzuhören. Die Möglichkeit, mich anzusprechen, wurde rege genutzt.

Was haben sie in diesen Gesprächen erfahren, das für ihre neue Arbeitsstelle wichtig ist?

Das war sozusagen mein längstes Bewerbungsgespräch. Der Schuh drückt eindeutig beim Internet und zwar nicht nur bei jungen Leuten. Dass in Schirmenitz der Zugang nur über Modem möglich ist, kann nicht so bleiben. Ein schnelles Internet gehört dazu, um die Gemeinde wohnenswert zu halten.

Das wird sich nicht von heute auf morgen realisieren lassen. Haben Sie schon einen Plan, was Sie als Bürgermeisterin zuerst in Angriff nehmen wollen?

Zunächst erst einmal grundsätzlich: Gabriele Hoffmann hat einen ordentlichen Job gemacht. Ich kann und will mich mit ihr nicht vergleichen und muss auch ganz bestimmt nicht alles völlig anders machen. Wie die Mannschaft in der Verwaltung aufgestellt ist, muss ich im Arbeitsalltag erkunden. Und die Mitarbeiter haben auch einen Anspruch, mich kennen zu lernen.

Gibt es Entscheidungen, die aus Ihrer Sicht zügig zu treffen sind?

Ich denke, die Situation an der Grundschule Cavertitz bedarf einer Klärung. Die kommissarische Leitung darf nicht zum Dauerzustand werden. Schüler und Eltern brauchen wieder einen festen Ansprechpartner. Was ich wirklich zügig schaffen kann, sind bedarfsgerechte Bürgersprechstunden, auch in den Ortsteilen. Nicht allen Bürgern, die ein Anliegen haben, kann man zumuten, dafür den Weg nach Schöna auf sich zu nehmen. Außerdem sollten wir zügig den Internetauftritt der Gemeinde verbessern. Dieses Medium sollten wir viel stärker nutzen. Es kann mehr als die Anschlagtafeln, die es auch nicht in allen Ortsteilen gibt.

Interview: Axel Kaminski

Axel Kaminski

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