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Oschatz Nachtdigital in Olganitz: Da wackelt die Dahlener Heide
Region Oschatz Nachtdigital in Olganitz: Da wackelt die Dahlener Heide
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16:05 03.08.2015
Die Gäste tanzen am Olganitzer Strand, im Hintergrund das Zelt mit einer von vier DJ-Bühnen. Fotos: Dominik Ferl Quelle: Dominik Ferl
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Olganitz

Statt Waldesruhe mitten in der Dahlener Heide waren am Wochenende wieder Techno-Klänge zu hören.

Dabei war die Technoparty, die Fans aus ganz Europa anlockt, anfangs gar nicht in dieser Größenordnung geplant. Von Jahr zu Jahr steigt die Nachfrage, doch die Organisatoren haben sich dazu entschlossen, das Event mit 3000 Gästen familiär zu halten. An die Tickets zu kommen wird mit den Jahren immer schwieriger, in diesem Jahr dauerte es gerade einmal zwei Minuten bis das Fest ausverkauft war. Da benötigen die Interessenten einen flinken Zeigefinger an der Maus, um die Karten über das Internet zu bestellen.

Traditionell legte am Freitag des ersten Augustwochenendes ab 21 Uhr der erste DJ auf der Hauptbühne auf, nachdem die meisten schon ihre Zelte aufgebaut und mehr oder weniger liebevoll eingerichtet haben.

Von da an beschallten bis zum Sonntagnachmittag insgesamt 34 Künstler auf vier Bühnen die Musikliebhaber. Aber auch in manchen Nachbardörfern hörte man an den vergangenen drei Tagen die wummernden Bässe, was jedoch verziehen werden kann, denn rund um das Festgelände bleib es bisher immer friedlich.

Das Publikum verteilte sich auf dem ganzen Gelände, da sich die Nachtdigital-Crew in jedem Jahr etwas neues einfallen lässt. Neben Tischkicker, Riesenschaukel und Bastelstraße hatten die Gäste zum 18. Festival erstmals die Chance, an einer "Fahrt ins Blaue" teilzunehmen. Im Bus ging es am Sonnabend quer durch die Dahlener Heide, wo unter anderem auch Heizdecken und Fußbäder verkauft wurden.

Ein weiteres Special war die gerade einmal zwei Quadratmeter große Minidisco, in der nur bis fünf Personen tanzen konnten.

Kulinarisch wurden die Besucher vor allem mit regionalen Produkten versorgt. Man konnte sich zum Beispiel seinen Burger mit Zutaten aus der Umgebung selbst zusammenstellen. Das stieß bei vielen Partygästen auf großes Interesse.

Bei der Gestaltung gaben sich die Veranstalter abermals große Mühe und investierten viel Zeit in die Dekoration. In Bäumen leuchteten LED-Lichter, am Teich war in überdimensionalen Buchstaben der Nachtdigital-Schriftzug zu sehen und bereits im Eingangsbereich wurden noch einmal alle Plakate der vergangenen 17 Events aufgehangen.

Viele der Fans werden auch 2016 die Reise nach Olganitz auf sich nehmen, um mit Gleichgesinnten zu feiern. Für diejenigen, denen diese Zeit zu lang ist, findet im November im Niederländischen Zeewolde, nahe Amsterdam, erstmals das Nachtiville, der kleine Bruder des Nachtdigitals statt. Ebenfalls in einem Bungalowpark am Wasser werden die Besucher drei Tage lang von Technomusik beschallt. Karten sind noch zu haben.

Dominik Ferl

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