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Oschatz Name der Oschatzer Mittelschule steht seit gestern auf Metallschild vor dem Gebäude
Region Oschatz Name der Oschatzer Mittelschule steht seit gestern auf Metallschild vor dem Gebäude
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17:20 04.04.2012
Zusammen lüften Ute Sikler und der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) das Geheimnis: Der Schriftzug Robert-Härtwig-Mittelschule Oschatz steht auf einer Metalltafel, die an einem knapp vier Tonnen schweren Stein angeschraubt ist. Quelle: Dirk Hunger
Oschatz

Von Frank Hörügel

"Ich danke Ihnen, dass Sie um diesen Namen gekämpft haben", wandte sich Ute Sikler zur Enthüllung des Gedenksteines vor dem Schulgebäude an die Lehrer, Schüler und Stadträte. An einem knapp vier Tonnen schweren Gesteinsbrocken aus dem Wermsdorfer Steinbruch ist eine Metalltafel mit dem Namen ihres Urgroßvaters angebracht.

Selbst kennen gelernt hat die 67-Jährige ihren Vorfahren nicht. Aus Erzählungen ihres Großvaters Otto Härtwig (einst Bürgermeister von Chemnitz) weiß sie aber: "Robert Härtwig muss sehr streng gewesen sein. Anders ging es wohl nicht bei seinen vielen Kindern."

Als Ute Sikler mit ihrem Mann Otto (70) im November 2010 Dresden besuchte, begab sie sich bei einem Zwischenstopp in Oschatz erstmals auf Spurensuche nach ihrem Urgroßvater. Diesmal haben die Schwaben mehr Zeit mitgebracht. Unter fachkundiger Führung von Museumsleiterin Dana Bach erkundeten sie die Wirkungsstätten von Robert Härtwig. "Hier war also der Arbeitsplatz meines Urgroßvaters", war Ute Sikler bei einer Besichtigung des historischen Ratssaales beeindruckt.

Robert Härtwig hat in seiner langjährigen Amtszeit viele Verdienste um die Stadtentwicklung von Oschatz erworben. Nicht nur die heutige Mittelschule geht auf sein Konto. Härtwig war auch maßgeblich am Bau des Krankenhauses, Gaswerkes, Elektrizitätswerkes und der Anlage des Stadtparkes und Stadtbades beteiligt.

Ist die Urenkelin in die beruflichen Fußstapfen Robert Härtwigs getreten? "Nein", winkt sie lächelnd ab, "aber seinen starken Willen habe ich geerbt". Bis 1999 führte die Unternehmerin zusammen mit ihrem Bruder eine Konservenfabrik bei Stuttgart. Politisch ist die Waiblingenerin - ebenfalls anders als ihr Urgroßvater - nicht aktiv. Jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit. "Zu Hause ist sie aber eine starke Politikerin", sagt ihr Mann Otto Sikler.

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