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Oschatz Neue Berufsausbildung in Oschatz: Verkauf im Internethandel
Region Oschatz Neue Berufsausbildung in Oschatz: Verkauf im Internethandel
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00:19 20.03.2018
Annett Ullrich Pädagogin am BSZ Oschatz, wartet auf die ersten Auszubildenden Quelle: christian kunze
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Oschatz

Die Digitalisierung macht auch vor dem Groß- und Einzelhandel nicht halt. Dem trägt die Berufsausbildung der Industrie- und Handelskammern nun Rechnung. Ab dem 1. August haben junge Menschen bundesweit die Chance, sich zu Kaufleuten im E-Commerce (Internethandel) ausbilden zu lassen – und das auch in Oschatz.

Mit Thomas Schupke, der in der Stadt einen Computer- und einen Werbeladen betreibt, sowie Denis Korn, Inhaber des Musikhauses in Lonnewitz, gibt es in Oschatz zwei Unternehmen, die händeringend Auszubildende für diesen neuen Zweig suchen. „Wir haben uns mit anderen Firmeninhabern zusammengetan, die ebenfalls Internethandel betreiben. Unser Ziel ist es, weitere Unternehmen zu gewinnen, die Kaufleute im E-Commerce ausbilden. Der Bedarf dafür ist da und wird in den kommenden Jahren steigen“, sagt Thomas Schupke und betont: „Auch als lokale Händler vor Ort dürfen wir uns dieser Entwicklung nicht verschließen.“

Mindestens 16 Schüler für eine Klasse nötig

Der große Vorteil für potenzielle Auszubildende im E-Commerce aus der Region ist, dass nicht nur der Ausbildungsbetrieb, sondern zudem die schulische Ausbildung ebenfalls in Oschatz angeboten wird – und zwar am Beruflichen Schulzentrum Am Zeugamt. Fachlehrerin Annett Ullrich informierte darüber jetzt gemeinsam mit Thomas Schupke und ihrer Kollegin Corina Kuhnitzsch beim Tag der offenen Tür an der Einrichtung. „Noch ist nicht alles in trockenen Tüchern. Es gibt noch Abstimmungen mit der Industrie- und Handelskammer und der Lehrplankommission“, so Ullrich. Sie arbeitet selbst in der Kommission mit und kann, wie viele weitere Partner, die an dem neuen Berufszweig mitgewirkt haben, auf Erfahrungen in der freien Wirtschaft verweisen. „Dass unser Wissen mit einfließt, ist von zentraler Bedeutung für das, was dann später vermittelt wird.“

Zur Zeit ist das Kollegium sowohl auf der Suche nach Auszubildenden als auch nach Betrieben, die ausbilden. Denn um eine eigenständige Klasse für die Kaufleute im E-Commerce zu bilden, braucht es mindestens 16 Schüler, so Ullrich.

Hauptschüler ebenso gefragt wie Abiturienten

E-Commercer sind die Schnittstelle zwischen Versand und Beschaffung und kommen mit allen Bereichen des Onlinehandels in Berührung. Einige Lernfelder überschneiden sich mit denen der herkömmlichen Kaufleute. Kommunikationsfähigkeit ist, trotz des Umgangs mit Technik, unverzichtbar. Allerdings gibt es schon beim Fachvokabular die ersten Unterschiede. Die drei Jahre dauernde Ausbildung endet mit einer zweigeteilten Abschlussprüfung: eine nach 18 Monaten auf Basis des bis dahin erworbenen Wissens, eine weitere, um ein fallbezogenes Fachgespräch ergänzte zum Abschluss.

Als Voraussetzung für eine Bewerbung genügt nach Angaben der Initiatoren ein Hauptschulabschluss, aber auch Realschüler und Abiturienten sind gefragt. Für manchen ist der neue E-Commercer vielleicht gar die Vorstufe oder Alternative zu einem Studium.

Von Christian Kunze

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