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Oschatz Neue Besitzer für 780 Stämme aus Dahlener Heide und Wermsdorfer Wald
Region Oschatz Neue Besitzer für 780 Stämme aus Dahlener Heide und Wermsdorfer Wald
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10:54 25.01.2016
Hendrik Scholz und Robin Liebscher (v.l.) vermessen den teuersten Stamm der Wertholzsubmission, eine knapp sechs Meter lange, rund 200 Jahre alte Eiche. Quelle: Dietrich Flechtner
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Wermsdorf/Dresden

Zum 17. Mal führte der Staatsbetrieb Sachsenforst kürzlich eine Säge- und Wertholzsubmission durch. Diese besonderen Art der Auktion kommt ohne den Mann mit dem Hammer am Pult aus. Vielmehr hatten die Interessenten seit Dezember die Möglichkeit, die angelieferten 780 Stämme auf dem Submissionsplatz in der Dresdener Heide in Augenschein zu nehmen und ihr Angebot schriftlich einzureichen.

„Anders als in den vergangenen Jahren, in denen es auf ein bis zwei Prozent der Bäume kein Angebot gab, konnten diesmal alle Stämme auf Anhieb verkauft werden“, sagte Sachsenforst-Pressesprecher Klaus Kühling auf Nachfrage der Oschatzer Allgemeinen. Abnehmer seien vor allem Sägewerke, Möbeltischler und Furnierhersteller, aber auch Orgelbaufirmen. Insgesamt hätten 32 Interessenten Angebote abgegeben. Davon sei 28 der Zuschlag auf einen oder mehrere Stämme erteilt worden. Die Kundschaft für das ausschließlich in Sachsen gewachsene Holz stamme aus Deutschland, Österreich, Polen und Estland.

Die 780 Stämme wechselten für insgesamt 395. 024,93 Euro den Besitzer. Bei einer Gesamtmenge von 1148 Kubikmetern Holz wurde im Durchschnitt über alle Holzarten ein Preis von 344 Euro pro Kubikmeter erzielt. Nach Angaben des Sachsenforstes liegt dieser Wert 50 Euro über dem des vergangenen Jahres. Im Vergleich zum Vorjahr stieg auch die Menge des eingelieferten Holzes.

Die höchsten Preise wurden für Eichen geboten. Für dieses Holz lag der Durchschnitt bei 516 Euro pro Kubikmeter. Für Eschen zahlten die Kunden 285 Euro je Kubikmeter. Zufrieden zeigte sich der Sachsenforst ebenfalls mit den hohen Geboten für Nadelholz, insbesondere Lärchen.

Insgesamt seien 21 verschiedene Baumarten bei der Wertholzsubmission angeboten worden. Darunter hätten – wie im Vorjahr – die Stiel- und Traubeneichen mit einem Anteil von 42 Prozent das Gros der Verkaufsmenge ausgemacht. Zu den Raritäten hätten Berg- und Flatterulme sowie je eine Schwarznuss und eine Walnuss gezählt.

„Der höchste Einzelpreis für einen Stamm wurde für eine Stieleiche aus einem Privatwald im Territorium des Forstbezirkes Oberlausitz gezahlt“, teilte der Staatsbetrieb Sachsenforst mit. Der Erlös betrug rund 3800 Euro, was einem Preis von 1017 Euro pro Kubikmeter entsprach. Fast ebenso viel, 1008 Euro pro Kubikmeter, wurde für eine Schwarznuss aus dem Revier Neuseenland im Forstbezirk Leipzig gezahlt. Dieser Stamm wurde an einen Musikinstrumentenbauer verkauft.

Aus dem Forstbezirk Leipzig, zu dem auch der Wermsdorfer Wald und die Dahlener Heide gehören, wurden 102 Stämme mit circa 200 Kubikmeter eingeliefert.

Das entspricht etwa einem Fünftel der Holzmenge bei der Submission. Aus dem Wermsdorfer Wald seien vor allem Stieleichen zur Säge- und Wertholzsubmission gebracht worden. Der längste Stamm war 8,9 Meter lang und brachte es auf 2,69 Kubikmetern Holz. Der dickste Stamm aus diesem Revier hatte einen Durchmesser von 72 Zentimetern.

Größter Einlieferer bei der Wertholzsubmission war der Staatsbetrieb Sachsenforst selbst. Er bot 407 Kubikmeter Holz an. Als „beachtlich“ bewertet der Sachsenforst das Angebot von 489 Kubikmetern Holz von insgesamt 67 privaten Waldbesitzern. Außerdem stammten 65 Kubikmeter aus Kirchenwäldern und 187 von Kommunen.

„Die Submission bietet gerade auch für kleinere Waldbesitzer eine gute Gelegenheit, Erlöse aus dem Wald zu ziehen“, stellte Fortsdirektor Andreas Padberg, Leiter des Fortsbezirkes Leipzig, fest.

Von Axel Kaminski

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