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Oschatz Neue Gebührenkalkulation für die Jahre 2019 bis 2022
Region Oschatz Neue Gebührenkalkulation für die Jahre 2019 bis 2022
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15:38 26.11.2018
Ab 1. Januar 2019 gelten in der Collm-Region neue, höhere Trinkwasserpreise. Quelle: picture alliance / dpa
Reudnitz

Mitten in der Dahlener Heide tagte am Montag die Verbandsversammlung des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz. Für Vertreter einiger Kommunen aus dem Altkreis Döbeln war das offenbar eine Reise in unbekanntes Land, so dass das Gremium erst mit einer viertelstündigen Verspätung komplett war.

Auf der Tagesordnung der 14 Bürgermeister und einen Bürgermeisterin standen unter anderem der Wirtschaftsplan 2019, sowie die Gebührenkalkulation für den Zeitraum 2019 bis 2022. Der Verband plant für 2019 mit einem Umsatzerlös von knapp 17,8 Millionen Euro. Das Jahr 2017 wurde mit rund 16,4 Millionen Euro abgeschlossen. Im Vergleich der Jahre 2017 und 2019 soll das Betriebsführerentgelt an die Oewa um zirka 300 000 auf 11,2 Millionen Euro steigen. Das Jahresergebnis der Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft GmbH (DOWW) fällt ausgeglichen aus, da keine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt. Es soll 2019 bei 16,1 Millionen Euro liegen.

Von einer „leichten Steigerung des Grund- und Mengenentgeltes“ für die Trinkwasserkunden sprach Uwe Leinen, Prokurist DOWW bei der Vorstellung der Haushaltssatzung für 2019. Der Materialaufwand sinke, die Personalkosten würden von rund 150 000 auf knapp 152 000 Euro steigen.

Verbands-Geschäftsführer Stephan Baillieu erinnerte daran, dass man in der letzten Versammlung sowohl die Möglichkeit, Grund- und Mengenentgelt als auch jene, nur eine Komponente zu erhöhen, besprochen hatte. Damals hatte man sich darauf geeinigt, beide Preisbestandteile anzupassen. Demnach wird der Brutto-Grundpreis für private Haushalte zum 1. Januar 2019 von 13,48 auf 13,62 Euro pro Monat und Wohneinheit angehoben. Für Großverbraucher gilt dann ein Grundentgelt von 72,80 Euro.

Höhere Grundgebühr für Kleingärtner

Auch Kleingärtner müssen für das Grundentgelt ab Jahresbeginn etwas tiefer in die Tasche greifen. Für Zähler mit einem Nenndurchfluss bis 2,5 Kubikmeter beträgt es dann 7,28 Euro, bis 10 Kubikmeter 36,40 Euro und größere Zähler 47,94 Euro.

Pro Kubikmeter oder 1000 Liter Wasser werden ab Jahresbeginn 1,82 statt bisher 1,63 Euro fällig. Der Verbandsvorsitzende Matthias Löwe bezeichnete diese Preissteigerung als „verträglich, wenn man das auf Familien und Haushalte umrechnet“. Diese Preise gelten bis Ende des Jahres 2022.

Nachdem der Verband der DOWW zur Finanzierung von Investitionen 2017 einen zinslose Kredit über 2, 2 Millionen Euro gewährte, ist das 2018 in einem Umfang von 900 000 Euro der Fall.

Investiert werden sollen 2019 knapp 4,6 Millionen Euro, nach 5,97 (2017) beziehungsweise 4,1 (2018) Millionen Euro. Allerdings gibt es von 2018 zu 2019 einen Übertrag von Mitteln aus nicht abgeschlossenen Vorhaben.

Investitionsschwerpunkt soll im kommenden Jahr die Sanierung einer Leitung im Oschatzer Stadtteil Kleinforst sein. Außerdem sind in Oschatz Arbeiten an der Hubertusburger Straße geplant. Erneuert werden sollen im kommenden Jahr die Trinkwasserleitung in der Buchaer Straße in Schmannewitz und der Hochbehälter in Malkwitz. Der Verband will außerdem die Planungen für die Erneuerung der Trinkwasserleitungen in der Döbelner Straße in Mügeln sowie im Zuge der Ortsdurchfahrt Treptitz in Angriff nehmen.

Von Axel Kaminski

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