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Oschatz Neue Hopfenkönigin in Grauschwitz gekrönt
Region Oschatz Neue Hopfenkönigin in Grauschwitz gekrönt
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16:55 09.08.2012

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Von Heinz Großnick

Hopfenkönigin Franziska Günther übernimmt für die nächsten zwei Jahre die Regentschaft von ihrer Vorgängerin Aileen Herrmann, die bisher den Hopfenpflanzerverband Elbe-Saale mit Betrieben aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen repräsentierte.

Armin Möbius, Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Naundorf/Niedergoseln, stellte den Teilnehmern des Hopfentages, darunter auch Gäste aus der Schweiz, das vielfältige Produktionsprofil des Unternehmens vor. Unter anderem habe die Genossenschaft auf zwei Hektar Hopfenanbaufläche eine sogenannte Niedriggerüstanlage als Versuchsaufbau und sei damit gut gefahren. "Uns stimmt es etwas traurig, dass dieser technische Fortschritt demnächst eingestellt werden soll. Wir spüren, dass die Arbeitskräfte künftig Mangelware werden", sagte Möbius. Bei dieser Art des Anbaus spare das Unternehmen immerhin 50 Prozent der Arbeitskräfte. Der Vorstandsvorsitzende möchte die Hoffnung deshalb noch nicht aufgeben, dass die Anlage auch künftig weiter Bestand habe.

In Vertretung von Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Frank Kupfer, der sich im Urlaub befand, analysierte Dr. Angelika Tietz vom Landwirtschaftsministerium die aktuelle Situation. "Vom Hopfenmarkt gibt es derzeit wenig positive Signale. Die Situation ist angespannt. Anders als in den Jahren zuvor gilt es, den Spagat zwischen Marktanpassung und Anbau leistungsfähiger Sorten zu schaffen." Tietz weiter: "Es ist zu viel Hopfen auf dem Markt." Auch im Elbe-Saale-Gebiet sei der Hopfenertrag stetig leicht gestiegen. Doch derzeit könne man sich darüber nicht so recht freuen. "Gerade der letzte Winter hat den Hopfenbeständen sehr zugesetzt." Sie appellierte an die Unternehmen, mit der richtigen Sortenauswahl Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.

Bezüglich der von Möbius angesprochenen Problematik der Niedriggerüstanlage sagte Tietz: "Das System hat durchaus wirtschaftliches Potenzial gezeigt. In Kombination mit den richtigen Sorten ist die Niedriggerüstanlage ernst zu nehmen. Hier ist Hopfen und Malz noch nicht verloren. Die Beteiligten sollten eine kluge Entscheidung fällen." Was die Hochgerüste beim Hopfenanbau betrifft, gebe es aus Sicht des Ministeriums wenig hoffnungsvolle Signale auf Fördermöglichkeiten. "Ziel ist es, den traditionellen Anbau in der Region zu erhalten. Ich verbinde das mit der Hoffnung, dass Sie kein Blatt vor den Mund nehmen. Das Ministerium wird diesen Weg mit Ihnen fortsetzen und Unterstützung geben", versprach Tietz.

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