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Oschatz Neue Kita-Plätze für Schweta: Dorfgemeinschaftshaus wird umgebaut
Region Oschatz Neue Kita-Plätze für Schweta: Dorfgemeinschaftshaus wird umgebaut
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11:35 26.01.2016
Das Bürgerhaus in Schweta soll jetzt umgebaut werden und dann als Außenstelle der Kita „Grashüpfer“ in Betrieb gehen. Quelle: Dirk Hunger
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Mügeln

Die Stadt Mügeln ist mit ihren Kindertagesstätten-Plätzen an ihre Grenzen geraten. Zwar seien noch wenige Plätze sowohl im Kindergarten-, als auch im Krippenbereich zu haben, dennoch muss sich die Stadt etwas einfallen lassen. „Die Aufnahme von Kindern kann nur noch über Ausnahmegenehmigungen erfolgen“, verdeutlicht Mügelns Bürgermeister Johannes Ecke (Freie Wählervereinigung Mügeln). Neue Plätze müssen dringend her, denn auch in den kommenden Jahren ist mit keinem Rückgang der Kinderzahlen zu rechnen – im Gegenteil. „Wir haben bereits Voranmeldungen von Eltern, deren Kinder im nächsten Jahr einen Platz benötigen und ebenso für Kinder, die in den nächsten Monaten geboren werden“, sagt Manja Grützmacher, Mitarbeiterin im Bauamt der Stadtverwaltung Mügeln. Es gebe vermehrt den Trend, dass Eltern nach der Geburt ihrer Kinder wieder ihrer Arbeit nachgehen möchten, deshalb bereits die Vormerkungen.

Während in der Kindertagesstätte Mügeln derzeit 126 Mädchen und Jungen betreut werden, sind es in der Kita „Kleine Früchtchen“ in Sornzig 61, in der Kita „Grashüpfer“ in Schweta 60 und in der Kita „Zur Hummelburg“ in Ablaß 58 Kinder. „Wir sind noch in der Lage, unserem Rechtsanspruch für Kindergartenplätze nachzukommen“, versichert Grützmacher. Dennoch müsse an die Zukunft gedacht werden. Deshalb möchte die Stadt das seit 2012 leer stehende Dorfgemeinschaftshaus umbauen. Bis 2012 war dort der Jugendclub untergebracht und wurde dann geschlossen. Die Räumlichkeiten hatte die Stadtverwaltung dann nur noch als Wahllokal genutzt.

„Der demografische Wandel geht doch nicht so negativ vonstatten, wie ursprünglich befürchtet. Die Auslastung für unsere Kindertagesstätten ist in den nächsten Jahren gewährleistet. Wir hatten zum Beispiel im vergangenen Jahr mehr Zuzüge als Wegzüge. Das betrifft besonders jüngere Einwohner in der Altersgruppe 20 bis 45 Jahre“, resümiert Grützmacher.

Mit dem Umbau des Dorfgemeinschaftshauses möchte die Stadt elf Krippen- und 15 Kita-Plätze zusätzlich schaffen. Weil dann im Dorfgemeinschaftsaus als Außenstelle der Kita „Grashüpfer“ neue Gruppen gebildet werden, sei dies auch mit zusätzlichen Arbeitsplätzen verbunden. „Dazu suchen wir dann natürlich auch Fachkräfte für die Betreuung der Kinder.“

Derzeit sei alles noch in Planung. Nach ersten Schätzungen belaufen sich die Baukosten auf rund 325.000 Euro. Die Stadt hat einen Antrag auf Fördermittel aus dem Programm „Kita-Invest“ gestellt. Dabei würden die Baukosten für Krippenplätze zu 75 Prozent aus Bundesmitteln und für Kindergartenplätze zu 50 Prozent aus Landesmitteln fließen. Zehn Prozent gebe es vom Landkreis, und die Stadt hätte einen Eigenanteil von etwa 110.000 Euro zu erbringen. Das Vorhaben soll Bestandteil des Haushaltsplanes 2016 sein.

Von Heinz Großnick

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