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Oschatz Neue Pläne für alten Oschatzer Bahnhof
Region Oschatz Neue Pläne für alten Oschatzer Bahnhof
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16:30 13.01.2015

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Von Christian Kunze und hagen Rösner

Erst im vergangenen Jahr wurde das Objekt zum wiederholten Mal verkauft - diesmal an einen italienischen Investor, der in den alten Bundesländern lebt. Offenbar lockte ihn der niedrige Preis.

Noch bei der 175-Jahrfeier der Bahnstrecke Dresden-Leipzig im vergangenen Jahr sagte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos): "Es ärgert uns als Stadt sehr, dass dieses Gebäude in dieser Form hier zu sehen ist. Aber es befindet sich nicht in unserem Eigentum. Wir haben auch nicht vor, dieses Gebäude zu übernehmen, da wir keine Nutzung haben. Wir können nur hoffen, dass der neue Eigentümer das nicht nur gekauft hat, damit er es gekauft hat, sondern dass er auch tatsächlich Hand anlegt." Diese Hoffnung scheint in den vergangenen Monaten geschwunden zu sein, denn beim Neujahrsempfang der Stadt Oschatz in der vergangenen Woche kündigte Kretschmar an: "Wenn wir's jetzt nicht anpacken, wird's nie."

Offenbar gibt es zum Projekt schon Vorstellungen. Kretschmar: "Der Zweckverband Nahverkehrsraum Leipzig würde uns Fördermittel für den Mittelteil des Bahnhofsgebäudes geben, und unsere Döllnitzbahn hat dafür eine Nutzung. Das Zauberwort heißt Mobilitätszentrale. Das würde funktionieren. Was machen wir mit den beiden großen Gebäudeteilen rechts und links? Darüber muss sich der Stadtrat mit den Einwohnern unterhalten."

Ingo Neidhardt, Geschäftsführer der Döllnitzbahn und leidenschaftlicher Kleinbahner, findet eine eventuelle Kommunalisierung des Bahnhofs super. "Es gibt zahlreiche Bahnhöfe in der Nähe von Dresden, die sich in kommunaler Hand befinden und sich prächtig entwickelt haben", stellt Neidhardt fest, der sich ähnliches auch für Oschatz vorstellen kann. Knackpunkt bleibt die Bewirtschaftung der beiden Bahnhofstürme links und rechts. Hier hatte sich schon der Oschatzer Philokartist Günther Hunger an den damaligen Bahnchef Hinrich Lehmann-Grube gewendet und die Installierung eines Postkartenmuseums angeregt. Jetzt hat Hunger seine Unterlagen an Bürgermeister Kretschmar weitergegeben.

Auch Anja Terpitz, Marketing-Expertin und Inhaberin des Unternehmens Mediation und Marketing in Merkwitz, hat konkrete Ideen für das Gebäude. "Sinnvoll wäre auf jeden Fall eine Mischnutzung aus Büro- und Aufenthaltsräumen", sagte sie auf Nachfrage der Oschatzer Allgemeinen Zeitung. Es gelte, die Interessen der Pendler ebenso zu berücksichtigen wie die Wünsche derer, die noch geeignete Räume für Unternehmen, Kanzlei oder ähnliches suchen. "Die zentrale Lage von Oschatz zwischen Leipzig und Dresden hat Potenzial. Das sollte man nutzen", sagt Anja Terpitz. © Kommentar

Hagen Rösner

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