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Oschatz Neue Schwellen für die Döllnitzbahn: Strecke bleibt bis Monatsende gesperrt
Region Oschatz Neue Schwellen für die Döllnitzbahn: Strecke bleibt bis Monatsende gesperrt
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12:18 05.02.2016
Alte Holzschwellen werden derzeit auf dem Streckenabschnitt der Döllnitzbahn zwischen Naundorf und Mügeln ausgewechselt.
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Mügeln

 Die Döllnitzbahn GmbH investiert in diesem Jahr in ihre Infrastruktur eine Summe zwischen 650 000 und 700 000 Euro. Das Geld stammt aus dem sächsischen Investitionsprogramm für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), das der Freistaat Sachsen mit insgesamt 131,5 Millionen Euro aufgelegt hat.

 „Zurzeit werden im Abschnitt zwischen Bahnhof Naundorf und Mügeln alte Holzschwellen ausgewechselt“, informiert Lutz Haschke, Prokurist der Döllnitzbahn GmbH, über den aktuellen Stand der derzeitigen Arbeiten. An den Betonschwellen seien bereits vor längerer Zeit die Dübel ausgewechselt worden. Im selben Abschnitt müssen außerdem drei Bahnübergänge instandgesetzt werden. Die Arbeiten sollen bis Ende Februar abgeschlossen sein. So lange steht die Döllnitzbahn still.

Im Zusammenhang mit dem Straßenbau an der alten S 31 seien die Gleise und Schwellen erneuert worden, ebenso in der Schulstraße in Schweta und an der Kreisstraße nach Niedergoseln, wie Haschke weiter informiert.

Die Döllnitzbahn GmbH plant in diesem Jahr außerdem die Instandsetzung der Brücke über den Schrebitzbach, die sich vor dem Bahnhof Mügeln befindet sowie eines größeren Durchlasses in der Nähe des Bahnhofes Naundorf. Ebenso sollen das Gleis unterhalb des Bahnhofes Naundorf in Richtung Oschatz bis nach Thalheim erneuert sowie acht Durchlässe instandgesetzt werden.

„Wir sind zurzeit mit dem Planungsbüro dabei, die Stützmauer in Oschatz untersuchen zu lassen, um festzustellen, wie hoch die Schäden sind und welche Kosten auf uns zukommen“, kündigte Haschke gegenüber der Oschatzer Allgemeinen ein weiteres Vorhaben an. Mit der Instandsetzung rechnet er im Jahr 2018, eventuell bereits im nächsten Jahr. „Das hängt vom Untersuchungsergebnis ab.“ Eine Prognose über die Kosten möchte er allerdings nicht wagen und sagte: „Dafür ist die Glaskugel viel zu trübe.“

Planmäßig werde zudem am Fahrzeugpark weitergearbeitet. Auf alle Fälle soll in diesem Jahr ein Personenwagen sowie eine Diesellok der Hauptuntersuchung unterzogen werden. Des Weiteren ist die Fertigstellung einer Dampflok vorgesehen, die dann als Ersatz für eine weitere Dampflok zum Einsatz kommt, deren Kesselfrist im Mai abläuft.

Abhängig ist die Realisierung aller Vorhaben noch von der Fördermittelzusage des Freistaates. „Wir haben die Anträge im vergangenen Jahr beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr eingereicht“, so Haschke.

Mittlerweile bestätigte Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig die im Verbundraum der Region Leipzig und Nordsachsen zu fördernden Maßnahmen, darunter die Teilinstandsetzung der Infrastruktur der Döllnitzbahn. Das Investitionsprogramm in seinem Gesamtumfang von 131,5 Millionen Euro wurde vorgestern im ÖPNV-Beirat (Öffentlicher Personennahverkehr) vorgestellt. Laut Dulig sollen alle Beteiligten so früh wie möglich Planungs- und Finanzierungssicherheit erhalten. „Es ist unser ehrgeiziges Ziel, alle von den Verkehrsunternehmen und Kommunen eingereichten Projekte, die die Fördervoraussetzungen erfüllen, positiv zu bescheiden“, erklärte Dulig.

 „Ich wünsche mir, dass wir mit den weiterhin zur Verfügung stehenden Mitteln die Infrastruktur der Döllnitzbahn zukunftsicher machen können“, sagte Haschke gegenüber der OAZ.

Von Heinz Großnick

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