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Neue Storchenbank in Mügeln eingeweiht

Bankenzentrum Neue Storchenbank in Mügeln eingeweiht

Zwei sich zugewandte sitzende Störche deren Hälse, Köpfe und Schnäbel ein Herz stilisieren - so zeigt sich die am Sonntag eingeweihte Storchenbank an der Döbelner Straße in Mügeln. Wer darauf Platz nimmt, kann seinen Blick auf den Storchenhorst auf dem Schornstein des alten Varia-Geländes richten und Adebar beobachten.

Die Einweihung der Storchenbank.

Quelle: Bärbel Schumann

Mügeln. Zwei sich zugewandte sitzende Störche deren Hälse, Köpfe und Schnäbel ein Herz stilisieren - so zeigt sich die am Sonntag eingeweihte Storchenbank an der Döbelner Straße in Mügeln. Wer darauf Platz nimmt, kann seinen Blick auf den Storchenhorst auf dem Schornstein des alten Varia-Geländes richten und Adebar – sofern Tiere wieder eingetroffen sind – beobachten. Diesen Horst gibt es seit 2002.

Das neue Sitzmöbel ist die 29. Themenbank des Mügelner Bankenzentrums, einer Initiative des Stadtmarketingvereins Meine Bischofsstadt Mügeln, wo mit Unterstützung von Privatpersonen, Vereinen und Gewerbetreibenden unterschiedlich gestaltete Bänke mit Bezügen zu historischen und neuzeitlichen Besonderheiten im Stadtgebiet zum Verweilen einladen.

„Die Idee für die Storchenbank wurde bei uns im Heimatverein geboren. Hans-Jürgen Höhne und der Storchenbeauftragte der Stadt Bernhard Sommer waren hier die Initiatoren. Das war vor ungefähr einem Jahr“, blickt Andreas Lobe, Vorsitzender des Mügelner Heimatvereins zurück. Weitere Unterstützer gesellten sich hinzu. Der Platz sollte natürlich einen Blick auf den Horst bieten. Eine Nachbarschaft mit der im Jahr 2009 aufgestellten Infotafel zur Mügelner Storchenchronik auf der Grünfläche an der Döbelner Straße bot sich an. Hier ist nachzulesen, dass in Mügeln immerhin 31 Störche das Licht der Welt erblickten und auch, wann sich Meister Adebar jedes Jahr beispielsweise im Spätsommer auf macht, um in wärmeren Gefilden zu überwintern.

Schließlich kam bei Hans-Jürgen Höhne die Idee auf, die Bank beim Sächsischen Umschulungs- und Fortbildungswerk Dresden e. V. (SUFW), einem anerkannter Anbieter in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, Berufsvorbereitung und Beschäftigung, anfertigen zu lassen. „Dort gibt es eine Ausbildungswerkstatt, wo lange arbeitslose Menschen für den ersten Arbeitsmarkt auf handwerklichem Gebiet wieder fitgemacht werden. Die Idee war, dabei etwas Nützliches entstehen zu lassen, das dem Allgemeinwohl zu Gute kommt“, erklärt Höhne. In Dresden stand man dem Projekt Storchenbank aufgeschlossen gegenüber. Mehr noch. In der Metallwerkstatt entstand nicht nur die Bank, sondern auch der Gestaltungsentwurf wurde kreiert. In den vergangenen Tagen wurde das Fundament für die Bank durch den städtischen Bauhof geschaffen. Mügelns Storchenvater Bernhard Sommer strich die Informationstafel neu. Zudem spendierte und pflanzte er einige Frühblüher um die Bank, damit sich jeder, der darauf Platz nehmen möchte, sich auch rund um wohl fühlt. Rund 480 Euro, so Andreas Lobe bei der Einweihung, kosten die Anfertigung und das Aufstellen der Storchenbank. Geld, das von Mitgliedern des Heimatvereins und Privatpersonen gespendet wurde.

Gleich nach der Einweihung durch Andreas Lobe und Bernhard Sommer in Beisein der mehr als 30 Teilnehmer der Frühlingswanderung des Stadtmarketingvereins am Sonntagmorgen, probierten einige Anwohner und Gäste das neue Sitzmöbel schon mal aus. Zu ihnen gehörten Anja Bräuer und ihre beiden Kinder, die in der Nachbarschaft wohnen. „Wenn wir künftig auf dem Weg vom Kindergarten nach Hause sind, können wir hier verschnaufen und die hoffentlich bald ankommenden Störche beobachten“, sagt die Mügelnerin. Sie hofft, dass dies nicht mehr lange dauern wird. Genährt wird diese Hoffnung mit den ersten Beobachtungen von Bernhard Sommer. Er hat vor 14 Tagen beobachtet, dass sich schon mal Störche auf dem Varia-Schornstein nieder ließen. „Aber nur kurz. Das waren sogenannte Durchzieher“, erklärt er.

Ob der geballte Storchen-Kult Mügeln einen reichen Kindersegen in Zukunft bescheren wird, muss sich erst zeigen. Fest steht, dass die Storchenbank zu einem schönen Platz auch für Verliebte werden könnte. Spätere Folgen sind dann nicht ausgeschlossen.

Von Bärbel Schmumann

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