Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Neue Turnhalle im Oschatzer Schulzentrum geplant
Region Oschatz Neue Turnhalle im Oschatzer Schulzentrum geplant
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:29 25.12.2015
Beim Sportunterricht an der Grundschule „Zum Bücherwurm“ war auch schon mal National-Fußballspielerin Babett Peter dabei. Doch eine eigene Schulturhalle gab es bisher nicht. Quelle: Dirk Hunger
Anzeige
Oschatz

Im Jahr 2011 brachte der Oschatzer Stadtrat eine Konzeption für die Zukunft der Grundschulen auf den Weg. Damals sprach sich der Stadtrat dafür aus, von den momentan noch drei Grundschulstandorten zwei zu behalten. Ein zukunftsfähiger Standort ist dabei die Grundschule „Zum Bücherwurm“ in der Bahnhofstraße. Dabei hat der Standort sogar noch ein größeres Potenzial: er könnte sogar ein städtisches echtes Schulzentrum werden, in dem eine Grundschule, eine Oberschule, ein Hort und die dazugehörige Sporthalle vereint sind. Bei ihrer vergangenen Stadtratssitzung haben Abgeordneten das bestehende Grundschulkonzept fortgeschrieben. „Der Schulstandort in der Bahnhofstraße eignet sich hervorragend zur Etablierung eines Schulkomplexes. Mit dem Neubau des Hortes, der Nähe zum Zentrum und die kurze Entfernung zum Busbahnhof sind hier viele positive Faktoren vereint.

Die Schülerzahlen an der Bahnhofstraße sprechen für sich. So besuchen derzeit rund 540 Schüler die Robert-Härtwig-Oberschule und fast 200 Grundschüler die Bücherwurm-Schule. Die Tendenz für die nächsten Jahren wird mit gleichbleibend beziehungsweise leicht rückläufig eingeschätzt.

Allerdings deutet sich auf dem Areal ein Manko an: das ist die Absicherung des Sportunterrichts in der Halle. Zwar gibt es an der Oberschule eine Sporthalle und auch einige Außensportanlagen, doch für die rund 750 Schüler, können die Sportmöglichkeiten langfristig nur mit ungenügend eingeschätzt werden. So belegen teilweise zwei Grundschulklassen die Ein-Felder-Turnhalle in der Oberschule. „Damit wirkt sich auch der Geräuschpegel sehr negativ auf die Qualität des Sportunterrichtes aus“, heißt es in der Sitzungsvorlage für die Stadträte. Mit Einschränkungen ist auch der Sportunterricht für die Oberschüler verbunden. Die müssen nämlich ihrerseits in die Döllnitzhalle ausweichen, die fußläufig etwa zehn Minuten entfernt ist.

Einen Ausweg aus der momentan Situation sieht die Stadtverwaltung darin, in dem Schulkomplex einen neue Turnhalle zu integrieren. Dazu gibt es bereits konkrete Vorstellungen. Allerdings wird der geplante Bau der neuen Turnhalle auf dem Areal des „Roten Vorwerkes“ kein Schnellschuss. „Wir rechnen damit, dass wir erst ab dem Jahr 2020 den Bau realisieren können. Die Priorität an Baumaßnahmen auf diesem Standort hat der Hort ,Grashüpfer’, bei dem schon die ersten Aufträge durch den Stadtrat vergeben worden sind“, so Oberbürgermeister Andreas Kretschmar.

Den Vorstellungen der Stadtverwaltung zu folge soll es sich bei der Halle um eine sogenannte Zweifeldhalle handeln, bei der die Sportflächen im Bedarfsfall auch teilbar sind. Hier sollen dann sowohl Grund- als auch Oberschüler ihren Sportunterricht absolvieren können. Außerdem ist geplant, die Turnhalle außerhalb des notwendigen Schulsportes auch den vereinen der Stadt Oschatz für die Nutzung zur Verfügung zu stellen. Ein Bau der Halle wäre jedoch nur Möglich, wenn Fördermittel zur Verfügung stehen.

Von Hagen Rösner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Schwere Verkehrsunfälle mit Toten und Verletzten haben sich seit der Inbetriebnahme der Ortsumgehung Mügeln/Schweta vor allem in den Kreuzungsbereichen Schweta und Zeichaer Straße ereignet. Doch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) in Dresden sieht keinen Handlungsbedarf und verwies an das Straßenverkehrsamt der Kreisbehörde.

25.12.2015

Die sächsische Bildungsagentur prüft, ob an der Grundschule Dahlen eine Klasse, an der für junge Flüchtlinge Deutsch als Zweitsprache (Daz) unterrichtet wird, eingerichtet werden kann. Darüber informierte Bürgermeister Matthias Löwe (WHD) kürzlich die Stadträte. Die Stadt werde zu diesem Vorhaben angehört.

21.12.2015

Der „Wutbürger“ hat es oft gefordert: Sollen Politiker doch selbst Flüchtlinge aufnehmen. Dabei gibt es auch in Sachsen schon Beispiele für häusliche Integration. Der CDU-Politiker Frank Kupfer beherbergt Asylsuchende in seinem Haus in Oschatz, Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) auf ihrem Dreiseithof in Grimma.

21.12.2015
Anzeige