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Oschatz Neue Ziele für Rotary Club
Region Oschatz Neue Ziele für Rotary Club
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16:19 01.10.2012

Von Jana Brechlin

Seit zwei Jahren gehört auch Lorenz Eskildsen zum Rotary Club "Katharina von Bora" in Torgau. Dem Chef der gleichnamigen Gänsezucht bei Wermsdorf liegt eine Ausweitung der Clubaktivitäten auf die Oschatzer Region besonders am Herzen. Mit derzeit 16 Mitgliedern sei die Größe des Zusammenschlusses eher überschaubar, weitere Gleichgesinnte unbedingt notwendig. "Wir haben natürlich auch mit der demografischen Entwicklung zu tun und müssen unser Einzugsgebiet vergrößern", so Eskildsen, der in diesem Jahr Vizepräsident der Torgauer Rotarier ist.

Eine Namensänderung in Rotary Club Torgau-Oschatz sei bereits beantragt und stehe kurz davor. Künftig sollen dann die wöchentlichen Treffen abwechselnd in Torgau und Oschatz stattfinden. Und dann wolle man sich auch hier in der Region engagieren.

Da passt es gut, dass in den Clubs weltweit in diesem und nächsten Jahr die Friedensarbeit besonders im Mittelpunkt steht. Betreibt die Organisation bereits eigene Rotary Friedenszentren und unterstützt Stipendiaten, die Internationale Beziehungen oder Friedensforschung studieren, sollen sich die Mitglieder jetzt auch verstärkt der lokalen Friedensarbeit widmen. "Deshalb wollen wir auch unseren Teil zu den Hubertusburger Friedensgesprächen beitragen und das Jubiläumsjahr 2013 unterstützen", kündigt Eskildsen an. Ein Baustein dafür soll das traditionelle Martinsgansessen der Rotarier sein. Dazu kommen Anfang November die Mitglieder aus Torgau-Oschatz und Gäste aus anderen Clubs in Wermsdorf zusammen und sammeln Spenden für das Friedensjubiläum. "Hier passt eines der ältesten Anliegen der Rotarier wunderbar mit dem Engagement vor Ort zusammen." Beim Wermsdorfer Freundeskreis ist man froh über die angekündigte Unterstützung: Vorstandsmitglied Ulf Müller wird den Clubmitgliedern im nächsten Monat von der Arbeit und den Plänen des Wermsdorfer Vereins berichten.

Dass sich die Rotarier bei ihrer Ausweitung auf die Oschatzer Region in Konkurrenz zum hier seit Jahren agierenden Lions-Club begeben, sieht man in Torgau gelassen. Man begegne einander mit Respekt, betont Lorenz Eskildsen. Genug zu tun gebe es aber für beide Vereinigungen, ist er überzeugt. Außerdem, fügt der Vizepräsident hinzu, gibt es durchaus Unterschiede zwischen Rotariern und Löwen. Der nach außen sichtbarste: Im Gegensatz zu den Lions können bei Rotary überall auch Frauen Mitglied werden.

Rotary (engl. rotierend, drehend) ist mit über 105 Jahren die älteste Serviceclub-Organisation der Welt. Weltweit gehören ihr 1,2 Millionen Mitglieder an.

In Deutschland haben sich in knapp 1000 Clubs etwa 50 000 Mitglieder zusammengefunden.

Motto der Rotarier ist "selbstlos dienen", sie engagieren sich für Friedensarbeit, Völkerverständigung und in verschiedenen humanitären Projekten. So zählen ein Schüleraustausch oder Gesundheitsaktionen zu ihrer Arbeit.

Das weitreichendste Projekt ist "PolioPlus" zum Kampf gegen die Kinderlähmung. Die Rotarier brachten für Impfaktionen weltweit mehr als 200 Millionen US-Dollar auf, von der Bill & Melinda Gates-Stiftung kamen dafür noch einmal 155 Millionen Dollar hinzu. Dadurch konnten bereits mehrere Länder von der Liste epidemie gefährdeter Länder der Weltgesundheitsorganisation gestrichen werden. "PolioPlus" gilt damit als erfolgreichste Gesundheitsaktion überhaupt.

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