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Oschatz Neuer Ärger um Müll am Wermsdorfer Waldrand
Region Oschatz Neuer Ärger um Müll am Wermsdorfer Waldrand
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13:28 18.02.2016
Im Wermsdorfer Wald bei Mahlis haben Unbekannte Bauabfälle entsorgt. Quelle: Franziska Bennemann
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Wermsdorf/Calbitz/Mahlis

Ursula Symmank hatte sich das so schön vorgestellt: Als ihre Enkel sie in den Ferien besuchten, wollte die Calbitzerin mit den Kindern eine kleine Wanderung in Richtung Wald unternehmen. Weit kamen sie nicht, bevor sie sich das erste Mal so richtig ärgerte: „An der Holzlandstraße hat jemand einfach seine Abfälle hingekarrt. Dort liegen Plaste und sogar Eternitplatten – das ist Sondermüll“, beschreibt sie. Es sei nicht das erste Mal, dass Unbekannte vor dem Ort einfach Müll in der Landschaft abladen würden, auch andere Calbitzer, die dort oft spaziergehen, hätten wiederholt ähnliches beobachten können. “Wir haben häufiger schon von Spaziergängen Müll mitgebracht und auf eigene Kosten entsorgt“, sagt Ursula Symmank, „Ich kann so etwas kaum sehen, das ist traurig und unverschämt, schließlich sind wir Erholungsort und Ausflugsziel.“

Bauschutt bei Mahlis entdeckt

Da geht es der Calbitzerin wie vielen anderen. Auch Sandy Fleischer ärgert sich regelmäßig über Umweltsünder. Die Collmerin ist in ihrer Freizeit gern mit dem Moutainbike im Wald unterwegs und trifft dabei häufiger auf blaue Säcke und lose Abfälle. „Es ist furchtbar, wir geben uns Mühe, dass es schön ist und die Besucher gerne in den Ort und auf den Collm kommen, und dann gibt es immer wieder Leute, die nicht nachdenken und einfach ihren Müll in die Landschaft kippen“, stellt auch Kerstin Krause, Vorsitzende des Collmer Heimatvereins, immer wieder fest. Manchmal ist es Hausmüll, der irgendwo auftaucht, manchmal Plastanfälle und mitunter sogar Bauschutt. So wie kürzlich im Wermsdorfer Wald bei Mahlis, wo entlang des Weges alte Fliesen, Rohre oder Trockenbauteile entsorgt wurden.

Entsorgung oft auf Kosten der Allgemeinheit

Im Wermsdorfer Gemeindeamt klingelt deshalb häufiger das Telefon, auch Ursula Symmank hat die jüngste Entdeckung in Calbitz gemeldet. Selbst im Gemeinderat spielt das Thema in schöner Regelmäßigkeit eine Rolle. So hat Ratsmitglied Thomas Pfüller (CDU) wiederholt Abfälle im Fasanenholz am Wermsdorfer Ortsrand beklagt. Man melde das zeitnah weiter ans Landratsamt, versicherte Hauptamtsleiter Lutz Abitzsch. In den meisten Fällen müsse der Müll dann auf Kosten der Allgemeinheit entsorgt werden, wenn die Verursacher nicht zugeordnet werden können. „Wir sind deshalb auf konkrete Hinweise angewiesen. Wenn wir genaue Beobachtungen mitgeteilt bekommen, können wir die illegale Entsorgung anzeigen, damit die Müllsünder zur Rechenschaft gezogen und zur Kasse gebeten werden können“, hatte er früher bereits erklärt.

Von Jana Brechlin

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Westphal ist Diplom-Verwaltungswirtin, 46 Jahre alt und seit 1990 für die Bundesagentur für Arbeit tätig. Sie hat den Beruf von der Pike auf gelernt. Im Interview spricht sie nun unter anderem über ihre Arbeit und über neue Chancen für Langzeitarbeitslose.

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