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Oschatz Neuer Dampfkessel für Wilden Robert in Mügeln angekommen
Region Oschatz Neuer Dampfkessel für Wilden Robert in Mügeln angekommen
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11:55 15.12.2016
Ankunft der Kessel in Mügeln Quelle: Dirk Hunger
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Mügeln

Wenn Dampffahrttag zwischen Glossen, Mügeln und Oschatz ist, gibt es keine Frage, welche Lok diese Züge zieht. Derzeit gibt es bei der Döllnitzbahn nur eine betriebsfähige Dampflok. die 1912 gebaute und 1964 rekonstruierte 99 1574-5 der sächsischen Baureihe IVK.

Das könnte ab der zweiten Hälfte des kommenden Jahres wieder anders aussehen. Dampflokfans und -fotografen träumen bereits wieder von Begegnungen zweier Dampfrösser an solchen Fahrtagen. Auf dem Wege dorthin wurde am Mittwoch ein Zwischenziel erreicht. Der neue Kessel für die 99 1584-4, die im gleichen Jahr wie die andere in Mügeln eingesetzte Dampflok gebaut wurde, traf in Mügeln ein. Auf dem Lkw, der diesen Neubau von der Firma Lonkwitz aus dem hessischen Wetzlar anlieferte, befand sich ein zweites Aggregat. „Das ist der alte Kessel dieser Lok“, klärt Eisenbahnbetriebsleiter Lutz Haschke auf. „Wir haben ihn inklusive der technischen Zeichnungen und des Lokrahmens mit in die Werkstatt geschickt, damit am Ende tatsächlich alles passt“, erläutert er. Da man dafür keinen weiteren Lkw benötigte, habe die Döllnitzbahn den alten Kessel wieder zurückgenommen. Verschrotten könne man ihn zur Not selbst, wenn es keine andere Verwendung gäbe. Aber da sei das letzte Wort noch nicht gesprochen.

„Der Neubau war deutlich teurer, als es eine Reparatur des alten Kessels gewesen wäre“, räumt Lutz Haschke ein. Man dürfe bei der Betrachtung dieser Kosten aber nicht außer Acht lassen, dass die 99 1584-4 als einzige Lok der Döllnitzbahn nach der Wende noch keine neue Feuerbüchse erhalten habe. Mit dem Neubau erhoffe man sich – die turnusmäßigen Instandhaltungen und Überprüfungen eingerechnet – eine Nutzungsdauer des Kessels von 30 bis 40 Jahren.

Bis in den Rohren wieder Wasser zu Dampf erhitzt wird, mit dessen Kraft Waggons durchs Döllnitztal gezogen werden, müssen sich die Bahnfreunde noch etwas gedulden. „Das kann man sich so vorstellen, dass überall dort, wo an einem Auto Schläuche montiert werden, bei einer Dampflok Rohre verlegt und zur Steuerung Ventile angebaut werden müssen“, erläutert Lutz Haschke. Die Lok erhalte dabei eine neue Bremsanlage. Er schätzt, dass sie nach der erforderlichen Abnahme und Zertifizierung im zweiten Halbjahr 2017 eingesetzt werden könne. Damit stehen der Döllnitzbahn einige Monate lang zwei Dampfloks zur Verfügung, bevor die 99 1574-5 wieder zur Untersuchung muss.

Von Axel Kaminski

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