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Oschatz Neuer Druckbehälter für Collm
Region Oschatz Neuer Druckbehälter für Collm
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06:00 08.12.2017
Die neue Druckerhöhungsstation für die Trinkwasserversorgung in Collm. Quelle: Jana Brechlin
Collm

Länger als zunächst geplant bekommen die Einwohner in Collm ihr Trinkwasser noch aus dem alten Hochbehälter. Die fast 90 Jahre alte Anlage sollte ursprünglich bereits im Herbst vom Netz gehen und von einer neuen Druckerhöhungsstation abgelöst werden, bisher erledigt der Behälter aber noch seinen Dienst.

Wechsel kurz vor Weihnachten

Die Oewa Wasser und Abwasser GmbH, die die Betriebsführung für den Wasserverband Döbeln-Oschatz übernommen hat, teilte jetzt auf Anfrage mit, dass die Collmer noch kurz vor Weihnachten Trinkwasser über die neue Druckerhöhungstation bekommen sollen. „Wir gehen derzeit davon aus, dass wir den alten Hochbehälter in der 51. Kalenderwoche außer Betrieb nehmen können“, informiert der zuständige Gruppenleiter Roland Hammer. Konkret sei dafür der 19. Dezember geplant.

Druck kann sich leicht erhöhen

Die Einwohner sollen per Handzettel informiert werden. Wichtig ist zu wissen, dass sich durch die Umstellung von Hochbehälter auf Druckerhöhungsstation die Druckverhältnisse im Ort leicht ändern werden. „Zum Guten“, betont Roland Hammer. Stellenweise werde der Wasserdruck bis zu 2,5 bar höher ausfallen. Der Gruppenleiter rät, sich wegen möglichen Auswirkungen auf die Hausinstallation mit einem Fachbetrieb zu verständigen.

Hochbehälter wird vom Netz genommen

Nötig geworden war die Umstellung, weil sich Wasserverband, Wasserwirtschaft und Oewa entschieden hatten, den in die Jahre gekommenen Hochbehälter nicht mehr zu sanieren und stattdessen in der Lampersdorfer Straße an der gleichen Stelle, an der bisher der Pumpwerk stand, eine Druckerhöhungsstation zu bauen, die ebenfalls über ein gewisses Speichervolumen verfügt. „Damit ist die Versorgungssicherheit unserer Kunden auch weiterhin gewährleistet und durch die neue Anlage sogar noch verbessert“, versichert Stephan Baillieu, Geschäftsführer des Wasserverbandes Döbeln-Oschatz. Äußerlich erinnert die neue Anlage an eine Fertigteilgarage oder einen Geräteschuppen.

Rund 200 000 Euro investiert

Im Vorfeld der Umstellung waren bereits seit dem Frühsommer Arbeiten am Trinkwassernetz in Collm durchgeführt worden. Nach Druckprüfungen wurden im Oberweg und im Hohlweg neue Leitungen verlegt, außerdem wurden Hausanschlüsse erneuert, die letzten verbliebenen Arbeiten werden gerade erledigt. Auch nach der Umstellung erhalten die rund 240 Kunden in Collm ihr Trinkwasser weiter aus dem Wasserwerk in Malkwitz, heißt es von der Oewa. Insgesamt wurden in die Trinkwasserversorgung rund 200 000 Euro investiert.

Von Jana Brechlin

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