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Oschatz Neuer Name - neue Chancen
Region Oschatz Neuer Name - neue Chancen
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17:49 03.12.2012
Region

Auf der Leipziger Tourismusmesse zeigte die Gebietsgemeinschaft Dahlener/Heide Wermsdorfer Wald jüngst noch Präsenz und warb um Besucher. Dass dieser Messeauftritt der letzte unter diesem Namen sein würde, wussten wenige. Vorige Woche wurde stattdessen der Tourismusverein Sächsisches Heideland gegründet.

"Die Entwicklung im Tourismus geht weiter. Es sind künftig größere Verbünde notwendig, um die touristischen Attraktionen und Besonderheiten der Regionen nach außen vermarkten zu können. Im Freistaat Sachsen gibt es für die künftige Tourismusförderung klare Vorgaben, auf die wir und auch die Kommunen uns einstellen müssen und wollen", erklärt die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Sächsisches Burgen- und Heideland Dr. Katharina Sparrer.

Auch in den einzelnen Verbänden und Vereinen unter dem Dach des Burgen- und Heidelandes muss nun ein Umdenken und eine Umstrukturierung erfolgen. Studien weisen eindeutig aus, dass dies zur effektiven Arbeit und Nutzung von Fördermitteln der einzig richtige Weg in die Zukunft ist. Zudem müssen Kommunen künftig, um den Förderhöchstsatz für touristische Maßnahmen zu erhalten, in einem Verbund Mitglied sein. Im Landkreis Nordsachsen waren das bisher noch nicht alle Kommunen. Außerdem fördert die Europäische Union touristisch künftig nur noch größere Regionen.

Einer der ersten Schritte in der Region ist die Gründung des Tourismusvereins Sächsisches Heideland. Er geht aus der bisherigen Gebietsgemeinschaft Dahlener Heide/Wermsdorfer Wald hervor. "Eigentlich ist es eher eine Umbenennung. Beschlossen wurde außerdem eine neue Beitragsordnung und eine neue Satzung ", erklärt Gabriele Hoffmann, alte und neue Vorsitzende des Vereines und zugleich Bürgermeisterin der Gemeinde Cavertitz. Die fünf hier organisierten Kommunen, das sind die Städte Oschatz, Mügeln, Dahlen sowie die Gemeinden Wermsdorf und Cavertitz, haben sich zu diesem Schritt entschlossen.

Neu ist nicht nur der Name. In der Satzung ist geregelt, dass es künftig Mitglieder und Fördermitglieder geben wird. Während eine Mitgliedschaft nur Kommunen und Geldinstituten offen steht, können touristische Einrichtungen und Unternehmen Fördermitglied werden. Für Kommunen errechnet sich der Mitgliedsbeitrag aus der Einwohnerzahl. Er beträgt statt der bisherigen Jahrespauschale von 60 Cent pro Einwohner 80 Cent. Eine Fördermitgliedschaft kostet 100 Euro pro Jahr.

Der neugegründete Tourismusverein steht ab sofort auch anderen Städten und Gemeinden beispielsweise aus den nördlicheren Regionen des Landkreises offen. Eine der ersten Städte, die eine Mitgliedschaft vorbereiten, ist Bad Düben. Dort bekundeten die Räte ihre Unterstützung eines neuen Organisationsmodells für die Destinationsstrukur im Tourismusverband Burgen- und Heideland zu der auch die Neuorganisation der einzelnen Mitgliedsverbände und -vereine bis Sommer 2013 gehört. Auch in der Stadt Dommitzsch besteht Interesse an der Mitarbeit.

Sylke Seidel, im Landratsamt Nordsachsen für den Tourismus zuständig, sieht in der Umstrukturierung eine große Chance, die Vermarktung der touristischen Angebote professioneller zu gestalten und die Verweildauer in den Regionen zu erhöhen. "Nur gemeinsam haben wir in der Zukunft eine Chance. In der Studie, die der Tourismusverband Sächsisches Burgen- und Heideland in Auftrag gegeben hatte, und die 2011 vorgestellt wurde, wurden mehrere Modellvorschläge erarbeitet. Ich denke, es ist der richtige Weg, um mit unseren Pfunden - dem Neuseenland, dem Heideland und der Nähe zu Leipzig - wuchern zu können", erklärt die Tourismusfachfrau. Der Verein Sächsisches Heideland sei ein Baustein dabei.

Bärbel Schumann

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