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Oschatz Neuer Teilnehmerrekord beim BMX-Rennen in Lonnewitz
Region Oschatz Neuer Teilnehmerrekord beim BMX-Rennen in Lonnewitz
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14:47 06.04.2018
Von einer erhöhten Startposition aus bewältigten die 95 Teilnehmer des BMX-Rennens die Strecke. Quelle: Bärbel Schumann
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Lonnewitz

Ben Arnold ist ehrgeizig. In den Wochen vor dem 5. BMX-Rennen des Vereins „Lonnewitz wächst“ hat er fast täglich auf der Strecke trainiert. „Ich habe im letzten Jahr gewonnen. Diesmal will ich wieder vorn landen“, erzählt der Neunjährige nach seinem ersten Lauf, den er gewann. Freund Phillip Krause hat ebenso seinen ersten Lauf bereits absolviert. Nun wünschen sich beide, dass sie erst im Endlauf aufeinander treffen, denn auch Phillip möchte auf’s Siegerpodest. Während die beiden Jungen die Pause nutzen, um sich zu erholen und nach Kühlung im Schatten suchen, ist das Renngeschehen in vollem Gange. 95 Starter haben sich insgesamt in den verschiedenen Klassen angemeldet. „Das ist neuer Teilnehmerrekord. Die drei Jüngsten sind gerade mal drei Jahre alt und gehen in der Klasse der Laufräder an den Start“, berichtet Karina Schatzki, Vereinsvorsitzende.

Punkt 15 Uhr schickte Moderator Denise Korn die ersten kleinen Rennfahrer auf die Strecke. Zuvor bestand die Möglichkeit für alle Teilnehmer, einige Trainingsrunden zu absolvieren. Selbst die Hitze schreckte nicht ab, hier schon viel Einsatz zu zeigen.

Für Geschwister, die sich nicht am Wettbewerb beteiligen wollten und mitgekommene Familienangehörige hielten die Organisatoren andere Angebote wie Torwandschießen, Kinderschminken und Bastelangebote bereit. Die Einwohner von Lonnewitz hatten reichlich Kuchen für den Verein zum Verkauf gebacken. Mancher Einwohner verfolgte das Geschehen vor Ort und drückte seinem an den Start gehendem Kind oder Enkel fest die Daumen. Zu ihnen gehörte Opa Stefan Höschler, der Ben bei seinen Rennen mitfieberte. „Es ist einfach toll, was der Verein hier auf die Beine gestellt hat. Die Idee, hier eine solche Strecke anzulegen, war goldrichtig“, meint der Lonnewitzer. „Das war hier früher mal ein Fußballplatz. Ich habe selbst darauf gespielt und war auch 15 Jahre lang Trainer der Kicker von Dynamo Oschatz. Wenn wir hier spielen wollten, mussten wir zuvor mit der Sense das Gras hauen“, erinnert er sich an vergangene Zeiten. Dann wird es Zeit, wieder das Geschehen auf der Strecke zu verfolgen, schließlich muss Ben wieder starten. Onkel Dennis gibt schnell noch den Tipp, die erste Kurve möglichst als erster zu erreichen. „Die ist für drei Starter zu eng. Da kann es gefährlich werden, wenn alle drei zusammen einfahren“, begründet er. Am Ende belegt Ben in diesem Jahr in seiner Altersklasse den 2. Platz. Sieger wird Karl Salanga. „Das ist einer seiner besten Freunde. Da ist es nicht so schlimm, wenn es diesmal nur der zweite Rang geworden ist“, meint Vati Michael Arnold.

Wegen der Hitze entschlossen sich die Veranstalter, den Rennmodus zu kürzen. So fanden für die Starter mit den Laufrädern viel weniger Läufe statt. Das war auch aus einem anderen Grund gut, denn als die ersten Regentropfen fielen, war das Rennen Geschichte. Im Eilzugtempo fand schließlich die Siegerehrung statt. Medaillen gab es dabei nicht nur für die Besten. „Wir haben wieder unsere speziell für das Rennen kreierten Medaillen anfertigen lassen. 100 Stück sind es diesmal. So erhält wieder jeder Teilnehmer eine Medaille. Das ist bei uns Tradition“, erklärt Rosemarie Salanga vom Vorstand.

Von Bärbel Schumann

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