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Neuer Trend: Mehr Busreisende entdecken Perlen der Region Oschatz

Neuer Trend: Mehr Busreisende entdecken Perlen der Region Oschatz

Positive Entwicklung: Busreiseveranstalter entdecken zunehmend die Oschatzer Region. Die Döllnitz-Bahn zwischen Oschatz und Mügeln, Schloss Hubertusburg in Wermsdorf oder die Oschatzer St.

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Zwei Reisebusse halten vor dem Thomas-Müntzer-Haus in Oschatz, damit die Touristen hier wieder einsteigen können. Damit sind Staus vorprogrammiert.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz/Wermsdorf. von Bärbel Schumann

 

Aegidienkirche sind dabei die Publikumsmagneten. Ein Berliner Reiseveranstalter hat in den Herbstferien gleich vier Busse voll Touristen nach Oschatz geschickt - und ist dabei auch auf Probleme gestoßen.

 

"Einen derartigen Ansturm von Reisebussen wie derzeit hatten wir nur zur Landesgartenschau im Jahr 2006", sagt Iris Kübler, Geschäftsführerin der Oschatzer Freizeitstätten GmbH. Die Gesellschaft koordiniert die touristischen Aktivitäten der Stadt Oschatz. Kübler ist froh über diesen Trend, der allerdings auch Probleme mit sich bringt. Da die Busreisenden meist 60 Jahre und älter sind, wollen sie am liebsten mitten im Stadtzentrum aussteigen und nicht erst weite Wege dorthin laufen. Das Aussteigen ist zwar vor dem Thomas-Müntzer-Haus möglich. Wenn hier aber mehrere Busse zeitgleich ankommen, ist das Verkehrschaos vorprogrammiert. Ein weiteres Manko: Hinweise auf Parkplätze für Reisebusse an den Einfahrtstraßen nach Oschatz suchen die Fahrer vergeblich.

 

Genau das ist auch in Wermsdorf ein Thema. An der Hubertusburg sei das Aus- und Einsteigen jederzeit möglich, erklärt Hauptamtsleiter Lutz Abitzsch. Zum Abstellen der Busse seien am Döllnitzsee genügend Stellflächen vorhanden. Auch am Fasanenholz gebe es begrenzte Möglichkeiten. In der Realität stellt sich die Situation jedoch so dar: Infotafeln fehlen, das Ein- und Aussteigen am Fasanenholz gestaltet sich bei der Ankunft mehrerer Busse gleichzeitig problematisch.

 

Sind die Busreisenden aber erst einmal am Ziel ihres Ausfluges angekommen, dann sind diese Probleme vergessen. Kompetente Gästeführer kümmern sich um sie. "Im Jahr erhalten wir in der Oschatz-Information so 70 bis 75 Anfragen", sagt Iris Kübler. Dabei handle es sich meist um Stadt- und andere Führungen durch Oschatz mit einer Dauer von zwei bis drei Stunden. Anfragen für ganztägige Betreuung seien ihr nicht bekannt. Das wäre dann auch schwierig zu gestalten, bedarf der langfristigen Planung, da in der Oschatz-Information zwei ausgebildete Gästeführer vorhanden seien, die aber in den normalen Betrieb der Oschatz-Information integriert sind. "Wir arbeiten zudem mit Ulrich Uhlitzsch, dem Oschatzer Türmer, zusammen, der ebenso Gruppen führt", erklärt die Geschäftsführerin. Und der ehemalige Pfarrer Berthold Zehme leite die Gäste mit Leidenschaft durch die St. Aegidienkirche.

 

Auch in Wermsdorf gibt es für Führungen durch das Schloss Gästeführer, die im Rahmen der Ausstellung im letzten Jahr ausgebildet wurden. Über den Förderverein Freundeskreis Schloss Hubertusburg werden sie vermittelt und können auch über Wermsdorf viel erzählen.

 

Und wie beurteilen die Reiseveranstalter die Region Oschatz? "Wir haben als Unternehmen hier festgestellt, dass es sehr schwierig ist, Pakete für Reiseveranstalter in der Region zu schnüren. Es hat uns viel Aufwand gekostet. Völlig verfehlt ist, dass einzelne Anbieter nur bis an den eigenen Gartenzaun schauen", erklärt Bernd-Peter Martin vom Unternehmen Tex Travel Experts, das Tagesofferten und Kurzreisen für Reiseveranstalter bundesweit zusammenstellt. Derzeit bringt er an mehreren Wochentagen jeweils rund 200 Touristen in die Collm-Region. Viel Lob spendet Martin dabei dem Oschatzer Gasthaus "Zum Schwan", das mit seinen Mitarbeitern ohne Probleme etliche Reisegruppen auf einmal mit viel Engagement gut versorge.

 

© Kommentar

Bärbel Schumann

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