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Neuer katholischer Pfarrer: Schlosskapelle Wermsdorf ist ein Juwel

Ulrich Dombrowsky Neuer katholischer Pfarrer: Schlosskapelle Wermsdorf ist ein Juwel

Anfang des Monats wurde Ulrich Dombrowsky als neuer katholischer Pfarrer in Wermsdorf in sein Amt eingeführt. Wie sein Vorgänger Ludger Kauder, der nach Crimmitschau wechselt, ist er auch für die katholische Gemeinde Riesa, einschließlich der Kirchen in Strehla und Glaubitz, zuständig.

Der neue katholische Pfarrer Ulrich Dombrowsky (r.) wurde kürzlich in der Wermsdorfer Schlosskapelle in sein Amt eingeführt.

Quelle: Dirk Hunger

Wermsdorf/Riesa. "Ich war lange nicht mehr in Riesa", sagt der aus Weinböhla stammende 53-Jährige, der damit rechnet, seine Dienstwohnung in der Lessingstraße nach Abschluss der Renovierung in den nächsten Tagen beziehen zu können.

Die Themen, auf deren Fokus die Berichterstattung über die katholische Kirche in den überregionalen Medien liegt, spielen nach seiner Ansicht auch in der Region eine große Rolle. "Die auf der Synode in Rom erörterten Fragen zur Familie sind von großem Interesse", betont Ulrich Dombrowsky. Dabei spiele weniger der Umgang mit wieder verheirateten Geschiedenen eine Rolle. "Die Verhältnisse sind total im Wandel. Die Familien-Realität ist vielfältig. Das ist für uns ein Dauerthema", sagt der Pfarrer. Man wolle als Kirche zu Ehe und Familie im Gespräch bleiben und weiterhin Beratung und Hilfestellung leisten.

Als wichtigstes Thema sieht Ulrich Dombrowsky jenes, das derzeit für die meisten Diskussionen sorgt: der Umgang mit Ausländern und Flüchtlingen. In dieser Hinsicht ändert sich das Umfeld des Pfarrers durch den Umzug dramatisch. "Die Gemeinde in Reudnitz, in der ich zuletzt tätig war, konnte man getrost als Vielvölkergemeinde bezeichnen", unterstreicht Ulrich Dombrowsky. Leipzig sei nach Berlin die am stärksten durchmischte ostdeutsche Stadt. In seiner Gemeinde lag der Ausländeranteil bei 16 Prozent. "Ob das in Riesa oder Wermsdorf jemals so sein wird, weiß ich nicht", sagt der Pfarrer. Ihm sei bewusst, dass dieses Thema in wirtschaftlich nicht so starken Gebieten schwierig sei. Wo es hier Ängste oder Vorurteile gäbe, habe man in Leipzig sofort einen kompetenten Ansprechpartner und gute Beispiele für ein funktionierendes Miteinander in der Nachbarschaft. "Wie viele Menschen sind einst aus dem Osten in den Westen Deutschlands gezogen und haben erwartet, dort integriert zu werden?" fragt Ulrich Dombrowsky.

Das Flüchtlings-Thema erfordere viel Kommunikation. In Leipzig sei in verschiedenen Gruppen aber nicht nur über die Schicksale der Flüchtlinge informiert worden. Es habe dort auch tätige Hilfe gegeben. "Wir haben zum Beispiel ein Programm unterstützt, das bei der Entwicklung der Landwirtschaft in Albanien hilft. Es zeigt jetzt erste Früchte", erzählt der Pfarrer. Er habe Albanien drei Mal besucht, werde sein Engagement in diesem Programm sicher fortsetzen und würde sich freuen, wenn er in seiner neuen Gemeinde weitere Unterstützer fände.

Die katholische Schlosskapelle in Wermsdorf - einer seiner neuen Arbeitsorte - bezeichnete der Pfarrer als "Juwel", in dem sich auch viel sächsische Geschichte widerspiegele. Er denke, dass die musikalischen Führungen, die in der warmen Jahreszeit in diesem Gotteshaus angeboten werden, weitergeführt werden. Dieses Angebot werde durch Ehrenamtliche abgesichert. Deren Engagement spiele, ebenso wie das der Laien, auch in Zukunft eine wichtige Rolle. "Die Arbeit vieler Gruppe liegt in den guten Händen Ehrenamtlicher", betonte Dombrowsky. Er arbeite sich gerade in die Organisation ein, die sein temperamentvoller Vorgänger Ludger Kauder aufgebaut habe. Er wisse, dass da viele engagierte Leute mitwirken. Er strebe nicht danach, alles umzukrempeln, hoffe aber, noch Vereinfachungen vornehmen zu können.

Von Axel Kaminski

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