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Neues Dach für Gotteshaus in Altoschatz

Kirche Neues Dach für Gotteshaus in Altoschatz

Die Kirchgänger von Altoschatz und Umgebung sitzen bald unter einem neuen Dach – nachdem Zimmerleute erhebliche Schäden im Dachstuhl festgestellt und repariert haben, wird derzeit die Dacheindeckung erneuert. Für das Vorhaben ist mehr Geld nötig als geplant. Die Kirchgemeinde hofft deshalb auf Spenden.

Die Altoschatzer Kirche bei Nacht. Zur Zeit wird das Dach des Gotteshauses erneuert.

Quelle: Hermann Schöne

Altoschatz. Das ersten Mal seit Ende der 1980er Jahre legen Dachdecker wieder Hand an die Altoschatzer Kirche. Es zeigte sich, dass die Zementziegel auf dem Kirchenschiff im Verlauf der über 30 Jahre verwitterten, wasserdurchlässig wurden und dringend durch neue Dachziegel ersetzt werden müssen.

Dank einer großen Spende von Rudolf Tischer war es möglich, diese Rettungsaktion anzugehen. Tischer wurde in Alt-oschatz geboren, getauft, konfirmiert und getraut und lebt seit Jahrzehnten in den USA. „Über die vielen Jahre hatte Tischer nie die Verbindung zur Heimat verloren. Die Kirchgemeinde wäre ohne seine Zuwendungen zu dieser Aktion nicht in der Lage gewesen“, schätzt der Oschatzer Pfarrer in Ruhe Berthold Zehme ein.

Als die Arbeiter der Dachdeckerei Korn die Dachziegel entfernten, stellten sie fest, dass ein großer Teil der noch aus dem 15. Jahrhundert stammenden Dachbalken vollständig ausgewechselt werden muss. Sie waren von der Witterung angegriffen, von Schädlingen mürbe gemacht. „Das ist kaum vorstellbar. Im Grund genommen hielten nur noch die Dachlatten den gesamten Dachstuhl zusammen. Ein Wunder, dass der nicht schon längst zusammengebrochen ist“, meint Inhaber Henry Korn.

Eindrucksvoll und zugleich erschreckend war diese Erkenntnis für die Kirchgemeinde. Jeder, der hoffte, dass die Dachdeckerarbeiten schnell könnten erledigt werden, wurde eines besseren belehrt, denn es ging nur schleppend vorman. Immer wieder schlugen die Experten die Hände über den Kopf zusammen, weil der Schadensbefall weit größer war als ohnehin befürchtet. Nun soll das Dach bis Ende Juli fertig werden.

Der Umfang der Arbeiten an und in der Altoschatzer Kirche ist sehr vielschichtig. Zimmerleute der Firma Voigtländer sind mit dem Kirchenschiff, Anbauten und der Apsis, Sanierung defekter Holzverbindungen, und teilweisem Ersatz des Dachstuhls betraut. Des Weiteren erfolgt die Sanierung der Balkenköpfe, die Verstärkung der Bohlen und der Einbau von jeweils zwei Dachgauben an der Nord- und Südseite des Daches. „Früher gab es die schon einmal. Jedoch wurde zu DDR-Zeiten darauf verzichtet. Wir waren froh, dass das Dach überhaupt annähernd dicht war“, erinnert sich Zehme. Ferner sollen Schäden im Mauerwerk ausgebessert werden.

Nachdem das alte Dach aus Betondachpfannen und Biberschwanzziegeln und die Dachlatten komplett entfernt sind, erfolgt derzeit die Neueindeckung mit Biberschwanz-Tondachziegeln, „Veranschlagt wurde diese Maßnahme mit rund 170 000 Euro. Es ist zu befürchten, dass dies nicht ausreicht, wir bitten daher um Spenden“, sagt Zehme.

Auf der Agenda steht außerdem die Sanierung des Innenbereiches. Auch dafür braucht die Kirchgemeinde Hilfe. „Es wäre wunderbar, wenn sich für diesen Bauabschnitt der Restaurierung im Innenbereich ebenfalls Spender finden könnten, denen der Erhalt dieses wunderbaren kleinen Kirchleins am Herzen liegt“, so der ehemalige Pfarrer. Kostenschätzungen gibt es noch keine, da die Begutachtung noch nicht erfolgt ist.Vorgesehen ist die Trockenlegung der Nordseite des Kirchenschiffes, Beseitigung von Hausschwamm im Fußboden, das Ausbessern von Putzschäden, der Ersatz veralteter Installationen durch neue sowie Erneuerungen im Mauerwerk.

Spendenkonto für Dachsanierung Altoschatz: Bank für Kirche und Diakonie eG – KD - Bank- LKG Dresden, IBAN: DE 14 3506 0190 1670 4090 11, BIC: GENODED1DKD, als Verwendungszweck bitte Altoschatz angeben.

Von Christian Kunze

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Altoschatz
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