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Oschatz Neues Feuerwehrauto übergeben
Region Oschatz Neues Feuerwehrauto übergeben
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00:21 10.06.2015
Bürgermeister Matthias Löwe (vorn: 3.v.l.) übergibt die Schlüssel für das neue Feuwehrauto. Quelle: Dirk Hunger
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Schmannewitz

von Axel Kaminski

"In den vergangenen Wochen haben täglich Ausbildungsmaßnahmen stattgefunden, um uns mit der Technik vertraut zu machen", sagte Wehrleiter Hans-Jürgen Ebert. Besonders engagiert habe sich dabei "Obermaschinist" Steffen Krause, der seine Mitstreiter in kleinen Gruppen eingewiesen habe.

Zur offiziellen Indienststellung waren die Schmannewitzer Feuerwehrleute auf dem Parkplatz des Gerätehauses angetreten. Gemeinsam mit ihnen verfolgten Kameraden aus Mügeln und Sitzenroda sowie von mehreren Wehren aus dem Dahlener Stadtgebiet die Übergabe und feierten diesen Anlass.

Bürgermeister Matthias Löwe (WHD) sprach in seinem Grußwort von einer "Odyssee" bei der Anschaffung des Fahrzeuges. Dieses Vorbild aus der griechischen Literatur beschreibt einen Zeitraum von rund einem Jahrzehnt. Im Vergleich dazu fällt die Spanne, in der sich Wehr, Stadtverwaltung und Stadtrat mit diesem Vorhaben beschäftigen, mit sechs Jahren etwas bescheidener aus. Tatsächlich gab es, wie für den Helden dieses Epos, wechselhafte Zeiten zwischen Hoffnung und Enttäuschung.

"Als 2008 die Dahlener Wehr ein neues Fahrzeug erhielt, geriet auch der Bedarf in Schmannewitz ins Blickfeld", erläuterte Hans-Jürgen Ebert. Zu Zeiten des Konjunkturpaketes habe erstmals Aussicht auf eine Neuanschaffung bestanden, die sich jedoch wieder zerschlug. Der Stadtrat habe dann 2011 einen Beschluss zum Kauf eines neuen Fahrzeuges für Schmannewitz gefasst. Da jedoch sämtliche dem Landkreis zustehenden Fördermittel für das Feuerwehrwesen in den Bau des neuen Gerätehauses in Oschatz geflossen seien, habe es in punkto Fahrzeugbestand bei der Wehr des Heidedorfes keine Bewegung geben können. Der nächste Anlauf sei 2013 gestartet worden. Nach der Ausschreibung habe man eine Lieferzeit von 20 Monaten schlucken müssen.

Matthias Löwe ergänzte diese Fakten mit den veranschlagten Kosten, den in Aussicht gestellten Förderquoten und den daraus resultierenden Eigenmitteln. Am Ende steht den Kameraden in Schmannewitz ein Fahrzeug zur Verfügung, das 282 743 Euro gekostet hat. Der Stadt sei dafür ein Zuschuss von 133 000 Euro zugebilligt worden, weil es nach Ansicht der übergeordneten Behörden "nicht überörtlich" zum Einsatz komme. Der Bürgermeister hält das für eine Fehleinschätzung und hofft, dass die Wehr daraus nicht die verkehrten Schlussfolgerungen zieht, wenn ihre Hilfe in Nachbargemeinden benötigt werde. Mit einem Eigenanteil von rund 140 000 Euro sei dieses LF 20 für die Stadt rund doppelt so teuer wie das nur geringfügig billigere Fahrzeug, das für Großböhla angeschafft wurde. "Dennoch hat der Stadtrat seine Entscheidungen für das LF 20 in Schmannewitz stets einstimmig gefasst", unterstrich Matthias Löwe.

Er wünschte den Kameraden, dass sie immer gesund von ihren Einsätzen zurückkommen und bezeichnete die Anschaffung als Hoffnungsschimmer in Hinblick auf eine vielleicht wieder auflebende Jugendfeuerwehr in Schmannewitz. Glückwünsche gab es auch von Karl-Heinz Trudel im Namen des Verschönerungsvereines und Roland Dietze vom Ortschaftsrat.

Axel Kaminski

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