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Oschatz Neues Feuerwehrgerätehaus Bornitz soll im Juli 2017 fertig sein
Region Oschatz Neues Feuerwehrgerätehaus Bornitz soll im Juli 2017 fertig sein
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09:10 07.07.2016
Die Vorderansicht des neuen Gerätehauses von Bornitz.
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Liebschützberg

Das alte Feuerwehrgerätehaus in Bornitz soll abgerissen werden und einem Neubau Platz machen. Seit 2010 steht das Thema immer wieder im Gemeinderat zur Debatte. Jetzt soll es mit Riesenschritten an die Verwirklichung des Neubaus gehen. Veranschlagte die Gemeinde Liebschützberg im Haushalt 800 000 Euro für die Realisierung des Projektes, bezifferte Ronny Erfurt von der Phase 10 Ingenieur- und Planungsgesellschaft mbH aus Freiberg den Investitionsbedarf jetzt auf 545 000 Euro. Der Geschäftsführer stellte das Projekt zur vergangenen Gemeinderatssitzung in Clanzschwitz vor.

Das neue Feuerwehrgerätehaus mit einer Fläche von insgesamt 987 Quadratmetern soll neben einer Fahrzeughalle zusätzlich Jugend- und Schulungsräume, Umkleidekabinen – getrennt für Frauen und Männer, einen Aufenthaltsraum für den Wehrleiter sowie zusätzliche Flächen für Lager- und Trockenräume umfassen. Auf dem Areal sei dann auch genügend Platz, damit die Kameraden bei Einsätzen auf dem Parkplatz ihre privaten Fahrzeuge abstellen können, sagte Erfurt. Inzwischen erfolgten Abstimmungen mit sämtlichen Medienträgern.

Fußbodenheizung im Geräteraum

Für das Dach ist eine sogenannte Holzbinderkonstruktion vorgesehen. „Bei der Heizung sind wir uns noch nicht einig. Ganz gute Erfahrungen gibt es aber mit Luft-Wasser-Wärmepumpen. In den Schulungsräumen und im Geräteraum sind Fußbodenheizungen vorgesehen. Die Betriebskosten liegen hier günstiger als beim Erdgas“, informierte Erfurt. Nach Abschluss der Entwurfsplanung beginne jetzt die Genehmigungsplanung. Der Geschäftsführer rechnet damit, den Bauantrag Mitte Juli einreichen zu können – und die Vergabe der Bauarbeiten soll am 17. Oktober erfolgen. „Die Zeitplanung ist so angelegt, dass das Feuerwehrgerätehaus Mitte Juli 2017 in Betrieb übergeben wird“, so Erfurt.

Das Vorhaben sorgte im Rat für Diskussionen. „Der Schulungsraum ist sehr groß. Nicht dass dort wieder Familienfeiern stattfinden, dann gehe ich auf die Barrikaden“, warnte Johanna Schneider (SV Borna) und verwies in diesem Zusammenhang auf die Kulturscheune im Ort: „Ich höre den Pfarrer noch sagen, wir werden auf keinen Fall den Gastronomen ins Gehege kommen. Ich sehe absolut nicht ein, dass sowohl die Kulturscheune als auch die Feuerwehr pausenlos für Familienfeiern genutzt werden.“

Keine Familienfeiern im Feuerwehrhaus

Dieser Meinung schlossen sich weitere Gemeinderäte an. „Wenn es hierzu eine klare Meinung gibt, kein Problem, dann nehmen wir es so ins Protokoll auf, dass im Schulungsraum keinerlei Familienfeiern stattfinden“, schlug Bürgermeister David Schmidt (parteilos) vor. Die Frage von Johanna Schneider, ob das Tor des alten Gerätehauses für den Neubau verwendbar sei, verneinte Schmidt: „Die Höhe ist sehr grenzwertig. Es ist falsch gekauft worden.“

Von Heinz Großnick

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