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Oschatz Neues Holzhaus für junge Flüchtlinge am Schullandheim Lampersdorf
Region Oschatz Neues Holzhaus für junge Flüchtlinge am Schullandheim Lampersdorf
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12:49 26.02.2018
Wie in Olganitz sollen auch in Lampersdorf zwölf Wohnplätze entstehen. Quelle: Jana Brechlin
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Olganitz/Lampersdorf

Gerade erst wurde das Holzhaus am Schullandheim in Olganitz eröffnet, da plant der Träger bereits den nächsten Bau. Das Bildungs- und Sozialwerk Muldental (BSW), das im Heidedorf Schullandheim und Wohngruppe „Heideblick“ betreibt, will sich auch in Lampersdorf vergrößern. Dort, im ehemaligen Schullandheim, leben seit Ende 2015 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die von Mitarbeitern des BSW betreut werden. War der Träger zunächst noch vorübergehend im Haus, ist der Verein mittlerweile Pächter des Objektes und hat angekündigt, dieses auch über die Flüchtlingshilfe hinaus als Einrichtung der Jugendhilfe weiter betreiben zu wollen (wir berichteten).

Dafür soll in Lampersdorf ebenfalls ein Holzhaus entstehen. „Nach Ostern soll es losgehen“, kündigt BSW-Geschäftsführer Christian Kamprad an. Zunächst werden die Bodenplatte hergestellt und alle Anschlüsse verlegt. Der Bau werde parallel zur Aufstellung des Bebauungsplanes – einen entsprechenden Beschluss hatte der Wermsdorfer Gemeinderat im Dezember gefasst – realisiert. „Wir haben dafür eine vorläufige Baugenehmigung erhalten“, so Kamprad. Begleitet wird die Maßnahme von einem Nachbarn: Der Lampersdorfer Architekt Torsten Markurt, der bereits in Olganitz verantwortlich war, übernimmt auch den zweiten Neubau des Trägers. Alle Teile, Holzständer, Balken und Verkleidung, kommen dafür fertig zugeschnitten auf die Baustelle und werden dann Stück für Stück montiert. „Alle Einzelteile haben einen Barcode, mit den Informationen zum genauen Platz am Bau. Das ist wie ein 1000-Teile-Puzzle“, hat Geschäftsführer Christian Kamprad beobachtet.

Warum das bisherige Gebäude des Schullandheims Lampersdorf nicht weiter belegt werden soll, begründet er mit dem Zustand des Hauses. „Das ist einfach keine zeitgemäße Jugendhilfeeinrichtung und auch nicht sinnvoll umzubauen.“ Dort könnten Bewohner zwar vorübergehend, dauerhaft aber nicht gut untergebracht werden. Man wolle das Ensemble aber auch in Zukunft weiter nutzen, versicherte Kamprad, etwa für Büro- und Unterrichtsräume. Insgesamt habe sich der Standort für das Bildungs- und Sozialwerk bewährt. „Das Haus ist etwas abgelegen, trotzdem gibt es eine Verbindung in den Ort und gute Verkehrsverbindungen nach Oschatz.“

Wie im 480 000 Euro teuren Bau in Olganitz soll auch das Holzhaus in Lampersdorf zwölf Wohnplätze haben, die zunächst von jugendlichen Flüchtlingen belegt werden. Später sollen dort Kinder und Jugendliche einziehen, die aus verschiedenen Gründen nicht in ihren Familien bleiben können und im Rahmen der Jugendhilfe betreut werden. Im Prinzip werde hier das gleiche Projekt entstehen, so Christian Kamprad – abgesehen von kleinen Änderungen, auf die man während der Bauphase in Olganitz gekommen wäre. Es gebe Zweibettzimmer, Sanitäranlagen und Aufenthaltsräume.

Von Jana Brechlin

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