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Oschatz Nimmst du mein Bier, nehm ich dein Bier!
Region Oschatz Nimmst du mein Bier, nehm ich dein Bier!
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15:00 24.07.2016
Christian Kunze Quelle: ALL
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Mügeln/Oschatz

Das Mügelner Heimatmuseum wartet seit 32 Jahren auf seine Sanierung. Damit gehört die Bausubstanz schon selbst zur Geschichte der Stadt und hat eine eigene Ausstellung verdient. Museumsleiter Andreas Lobe ist inzwischen auf zwei mögliche Unterstützer aufmerksam geworden, die alle finanziellen Sorgen um den Fortbestand des Gebäudes vergessen lassen – und damit auch die Mügelner Stadtkasse entlasten. Der Ex-Bundestagsabgeordnete Manfred Kolbe und der Ex-Betonwerkschef Dietmar Schurig aus Oschatz haben sich mit dem Aufmotzen historischer Häuser einen Namen gemacht. Manfred Kolbe ist bereits im Besitz eines Schlosses und kann dafür sorgen, dass Platzprobleme bei der Darstellung von Mügelns Historie endgültig der Vergangenheit angehören. Wenn Kolbe das Schloss Ruhethal in Mügeln erwirbt und saniert, ist in und um den dicken Turm genug Raum für sämtliche Exponate. Auf ein Schloss mehr oder weniger kommt es bei einem Ex-Minister ja mit Sicherheit da nicht an...

Ob in den sanierten und zu sanierenden Objekten des Dreigestirns Lobe, Kolbe und Schurig Schimmelpilze ein Problem darstellen, darüber geben die Herren nur bedingt Auskunft. Für Aufsehen sorgten dafür unlängst Berichte von Pilzsammlern im Erzgebirge, die neben den Sporen am Waldboden Spuren von Uran gefunden haben wollen. Schnell war die Panik geboren und die Angst vor verstrahltem Hallimasch und Pfifferlingen allgegenwärtig. Böse Zungen wollen gar radioaktiv versuchte Pilze durch die Reaktorkatastrophe vor 30 Jahren in der heutigen Ukraine geschmeckt haben. Doch der Pilzberater Wolfgang Berger aus Schweta gibt schnell Entwarnung: Hierzulande besteht keine Gefahr durch sogenannte Tscherno-Pilze.

Wem Pilze nicht schmecken, der gönnt sich bei den derzeit herrschenden sommerlichen Temperaturen lieber ein Pils aus dem Glas oder der Flasche. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: So hatte Anfang der Woche ein Lastwagenlenker in Oschatz wohl eine Überdosis Pils. Mit 2,36 Promille kurvte der Brummipilot in seinem Lkw umher. Da hätte ein kompetenter Pils-Berater Schaden verhindern können. Vielleicht ist dem Fahrer der Hopfenblütentee nicht bekommen und er sollte auf eine andere Sorte umsteigen. Praktisch wäre da eine Art Gerstensaft-Tauschbörse. Analog zur Vierbeiner-Aktion „Nimmst du mein Tier, nehm ich dein Tier“ in den Sommerferien könnte man unliebsame Sorten loswerden: „Nimmst du mein Bier, nehm ich dein Bier!“.

Von Christian Kunze

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