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Oschatz Noch einmal ein Foto vor der historischen Eingangstür
Region Oschatz Noch einmal ein Foto vor der historischen Eingangstür
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20:26 23.09.2014
Klassentreffen nach 60 Jahren vor der Kulturschule Schrebitz. Quelle: Natasha G. Allner

Damals waren sie um die 15 Jahre alt und 14 an der Zahl. Jetzt kamen 12 zusammen. "Einige sind schon verstorben, andere nehmen die weite Reise nicht mehr auf sich. Wieder andere, besonders von den Mädchen, haben wir von Anfang an nicht ausfindig machen können", erklärt Elsbeth Schneider, die gemeinsam mit Gotthard Claus dieses Klassentreffen organisierte.

Mitschülern aus der Umgebung wie Döbeln, Oschatz und Kriebethal oder Frankfurt am Main, aus Hessen oder beispielsweise Jena reisten an. Zum ersten Klassentreffen kamen sie nach 30 Jahren (1984) zusammen, es folgte eine Pause von gut zwanzig Jahren - 2004 und 2008 traf man sich erneut. Vor sechs Jahren fuhren sie mit dem Erlebnistruck "Jahntal-Express" über die Dörfer, besuchten abgelegenere Orte wie Sömnitz und Göldnitz. Zum einen sei das kostenintensiv gewesen, zum anderen haben sie es in diesem Jahr einfach etwas ruhiger angehen lassen. "Wir wollten in Ruhe schwatzen und haben schon Kaffee und Kuchen im Landgasthof Wolf genossen, das Abendbrot folgt später", so Schneider weiter. Denn zunächst stand der Besuch der ehemaligen Schule an. Birgit Müller, Chefin des Schrebitzer Heimatvereins, führte die rüstige Truppe durch das Gebäude. Ihr Dank galt auch einigen der Gruppe, welche die Finanzierung des Umbaus mit Spenden unterstützt hatten.

Im historischen Klassenzimmer nahmen alle in den winzigen Stühlen Platz und stimmen "Das Wandern ist des Müllers Lust..." an. Jemand versuchte es mit "Bau auf, bau auf" - Gelächter folgte und eine Diskussion, wie das Mädchen tatsächlich hieß, deren Ranzen noch heute im Heimatmuseum zu sehen ist. Nach dem Rundgang lud Steffen Heynert zu einer Präsentation in den Veranstaltungsraum ein. Der Schrebitzer Feuerwehrmann und Mitglied im Heimatverein hatte sowohl historische Fotos vom Ort als auch Klassenfotos vorangegangener Klassentreffen zusammengetragen. Während der Bilderschau wurde gescherzt und kommentiert. Finger zeigten auf Gesichter, Namen folgten und Zwischenrufe wie "Das bin ja ich!" oder "Oh, wie wir aussahen" beziehungsweise "Da, er flirtet wieder" - wurde mit Lachern quittiert.

Besonders freuten sich die Senioren über den wiederhergestellten Eingangsbereich der Schule. "Das war unser Wunsch, noch einmal vor dem originalen Eingang mit Tür fotografiert zu werden", freut sich auch die Schrebitzerin Schneider. Die Tür war in den 80er Jahren zugemauert und in dem dahinter liegenden Treppenhausabschnitt das Lehrerzimmer gebaut worden, wusste Steffen Heynert zu berichten. "Das ist schön geworden und hat viel Arbeit gekostet", würdigt auch Klaus Zill die Veränderungen an seinem alten Schulgebäude. Und natürlich sei die Schulzeit eine schöne gewesen. Gern erinnert sich das "Schrebitzer Original" an den Fußballplatz und einen Teich hinter dem Haus. "Dort haben wir Eishockey und mit Eisschollen gespielt."

Natasha G. Allner

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