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Oschatz Noch schnelleres Internet für Oschatzer Gewerbegebiete
Region Oschatz Noch schnelleres Internet für Oschatzer Gewerbegebiete
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06:00 17.10.2017
Das Datennetz wird in Oschatz weiter ausgebaut. Quelle: Heike Liesaus
Oschatz

Das Breitbandnetz in den Oschatzer Gewerbegebieten soll dichter gesponnen werden. Eine entsprechende Ausschreibung läuft noch bis Jahresende. Denn nicht nur für Privathaushalte ist eine schnelle Internetverbindung ein entscheidender Standortfaktor. Für Unternehmen ist es in der globalisierten Wirtschaftswelt fast noch wichtiger, über eine stabile und schnelle Internetverbindung zu verfügen.

Die derzeitige Ausbausituation

Die digitale Breitband-Offensive (DIOS) von Nordsachsens Landrat Kai Emanuel (parteilos) war Ende September einen großen Schritt vorangekommen (die OAZ berichtete). Nach dem Ende der europaweiten Ausschreibung lagen für alle sechs Ausbaugebiete von Delitzsch bis Torgau jeweils mehrere Angebote von verschiedenen Telekommunikationsunternehmen vor. Das sogenannte Gebiet 5 umfasst dabei die Kommunen Oschatz, Liebschützberg und Naundorf. „Einzelne Gemeinden finden meist keine Anbieter, weil sie von den Unternehmen als zu klein und unwirtschaftlich betrachtet werden. Durch die Zusammenfassung und Aufteilung des Landkreises in sechs große Projektgebiete haben wir dieses Problem gelöst“, erklärte Landrat Emanuel im Rahmen des Ausschreibungsendes.

Gewerbegebiete bleiben außen vor

„Für das Ausbaugebiet Oschatz wird die Erschließung der Gewerbegebiete in einem separaten Los ausgeschrieben“, erklärt Thomas Seidler, Pressesprecher des Landratsamtes Nordsachsen. Grundsätzlich sei in der Ausschreibung vorgesehen, dass das Telekommunikationsunternehmen, das für dieses Gewerbegebietslos den Zuschlag erhält, die Herstellung einer flächendeckenden Versorgung mit Breitbandanschlüssen mit mindestens 1 Gigabit pro Sekunde im Download für alle gewerblichen Anschlussnehmer innerhalb des Loses sicherstelle. „Darüber hinaus soll die technische Möglichkeit geschaffen werden, diese Mindestbandbreite auch symmetrisch erzielen zu können,“ so Seidler. Zur Erklärung: Bei einem symmetrischen Zugang sind Down- und Upstream Geschwindigkeit (Geschwindigkeit für das Runterladen und Versenden von Daten) gleich hoch.

Im Vergleich zu allen nicht gewerblichen Gebieten Nordsachsens wäre die Geschwindigkeit damit deutlich höher: Private Haushalte sollen zu 80 Prozent mit einer Downloadgeschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und zu 20 Prozent mit wenigstens 50 Mbit/s versorgt werden.

Oschatzer Gewerbetreibende und das Internet

„Es geht langsam vorwärts“, berichtet Rita Peter, von der Spedition Peter in Lonnewitz. An ihrem Hauptsitz könne sich die Spedition nicht beschweren. Da ginge es ihnen besser als Firmen in anderen Gebieten, sagt Peter. Doch bereits an ihrem Zweigsitz in Kleinragewitz spüre die Spedition das langsame Internet. In dem zu Liebschützberg gehörenden Ortsteil „könnte die Verbindung besser sein“, so Peter. Dem Unternehmen sei aber gerade in Aussicht gestellt worden, das Firmengebäude mit einem Glasfaseranschluss ausstatten zu lassen, um später an das schnelle Internet angeschlossen werden zu können. Daran müsste sich die Spedition finanziell selbst beteiligen.

„Wir fühlen vor“, bestätigt der Internetanbieter auf Nachfrage der OAZ, ob bei den Oschatzer Unternehmen überhaupt Interesse und Notwendigkeit eines Glasfaseranschlusses bestehe. Da die Ausschreibung noch laufe, möchte der Anbieter aber noch nicht namentlich in der Zeitung genannt werden. Mit einer Entscheidung werde frühestens zum Ende diese Jahres gerechnet, so das Telekommunikationsunternehmen. Mindestens bis dahin müssen die Oschatzer Gewerbetreibenden also noch mit ihrem langsamen Internet auskommen.

Von Mathias Schönknecht

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