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Oschatz Nominiert für den Bürgerpreis: Die stillen Helden von Naundorf
Region Oschatz Nominiert für den Bürgerpreis: Die stillen Helden von Naundorf
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14:59 12.04.2016
Franziska Fleischer, Elena Catterfeld und Katrin Punke (v. l.) sind Tainerinnen der Crazy Dancers. Michael Reinhardt überreicht ihnen Würdigungsurkunden. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Naundorf

Bürgermeister Michael Reinhardt nennt sie „stille Helden“ – die für den Bürgerpreis der Freien Wählergemeinschaft vorgeschlagenen Männer und Frauen. Kürzlich wurden sie im Beisein derer, die sie nominiert haben, gewürdigt.

Gleich zwei Mal nominiert waren Vertreter des Ortsvereins Reppen. Der Vorsitzende Thomas Hahn koordiniert die Aktivitäten rund um den Sportplatz und das von der Jugend renovierte Sportlerheim. Neben vielen kleinen Aktivitäten ist der Höhepunkt das dreitägige Sommerfest für alle Generationen – mit Sport und Gaudi wie dem Hunderennen und Aktionen für die Kleinsten. Aus der Taufe gehoben hat den Verein vor über 20 Jahren Rudolf Anders. Seine Frau Ilona und er prägten die Arbeit wesentlich.

Familienname Anders mehrmals auf der Liste

Der Name Anders taucht nochmals auf der Nominierten-Liste auf. Corina und Ronny Anders, Falk und Yvonne Jentzsch sowie Rocco Nickel haben einen Spielplatz in Hof errichtet „Besonders hervorzuheben ist, dass den Platz auch Familien aus Nachbarorten nutzen und Absprachen immer persönlich erfolgen – Smartphone und Internet zum Trotz“, heißt es.

In Abwesenheit gewürdigt wurde Gudrun Blokesch als „gute Seele“ im SV Traktor Naundorf. Als Organisationstalent habe sie sich – nicht nur in der Frauensportgruppe – einen Namen gemacht. Hallennutzung, Beiträge und vieles mehr liegen in ihren Händen.

Geballte Frauenpower vereinen die Trainerinnen der „Crazy Dancers“ Naundorf. Zahlreiche Auftritte zeugen vom Engagement des Quartetts. Mariana Weber, Katrin Punke, Elena Catterfeld und Franziska Fleischer sind nicht nur Betreuerinnen. „Sie leben ihre Aufgabe und können Tänzerinnen jeden Alters begeistern“, so die Begründung.

Als Mitstreiterin im Vorstand des Evangelischen Werkschulvereins hat sich Elisabeth Däbritz aus Naundorf seit Gründung der freien Mittelschule für alternatives Lernen und dessen Gelingen stark gemacht. Dazu gehörte die wohl schwierigste Bewährungsprobe, als im Frühjahr 2013 der Schulträger die Unterstützung beendete und die Zukunft ungewiss war, bis ein Trägerverein zustande kam.

Verein Grüne Welle weit über Naundorf hinaus bekannt

Weit über Naundorf hinaus ist der Verein Grüne Welle für Umweltpädagogik in der Ökostation bekannt. Bei Annett Erdmann laufen die Fäden zusammen. Baumpflanzungen, Schülerprojekte und mehr zeugen davon. Auch generationenübergreifende Arbeit nimmt einen immer größeren Raum in der Station ein.

Als „Mann mit der Sense“ ist Hartmut Sander bekannt. Fachmann im Organisationsteam der Sensen-Weltmeisterschaft, langjähriger Gemeinderat und hilfsbereiter Nachbar ist der Salbitzer. „Mit Optimismus und Lebensfreude geht er Probleme an, die es zu lösen gilt – und findet eine Lösung“, sagen die Vorschlagenden.

Rund 30 000 Pakete mit Hilfsgütern haben Heinz und Helgard Wutschke in den zurückliegenden 30 Jahren gen Osten geschickt – Kranken- und Waisenhäuser in mehreren ehemaligen Ostblockstaaten profitieren seither davon.

„Mit Ihnen lebt der ländliche Raum, Sie schaffen Anreize, dass junge Menschen hier bleiben oder zurückkehren“, bescheinigte CDU-Landtagsabgeordneter Frank Kupfer den Nominierten. Sein SPD-Kollege Volkmar Winkler unterstrich, dass die Gewürdigten teils ihre Familien mit in das Ehrenamt einbinden, aber auch viel persönliche Zeit – Zeit, die sonst der Familie zusteht – dafür opfern.

Von Christian Kunze

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