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Oschatz Nordsachsen startet in die Mühlensaison
Region Oschatz Nordsachsen startet in die Mühlensaison
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17:40 21.05.2018
Zahlreiche Besucher strömten nach Großwig zu einem der ältesten Mühlenstandorte der Region. Vor der Bockwindmühle wurde der Mühlentag eröffnet.        Quelle: Elisa Perz
Nordsachsen

Bei herrlichstem Sonnenschein machten sich Tausende Menschen am Pfingstmontag auf den Weg, um die offenen Mühlen im Landkreis zu besuchen. Zahlreiche Besucher strömten nach Großwig zu einem der ältesten Mühlenstandorte der Region, wo der Aktionstag eröffnet wurde. In der Bad Dübener Obermühle trieben Max und Moritz ihren Schabernack – die Obermühle hatte trotz Umbau geöffnet. An der Dübener Niedermühle gab es frisches Brot aus dem Steinbackofen. Und in der Oschatzer Region ging es 198 Meter über Normal zur Bockwindmühle auf den Liebschützberg, die über eine geweihte Glocke verfügt.

Trotz Baustelle zog es am Montag Tausende Neugierige auf das Gelände der erstmals im Jahr 1434 urkundlich erwähnten Wassermühle. Die Mitglieder des Vereins Museumsdorf Dübener Heide, die das historische Objekt seit 2000 unter ihrer Obhut haben und die Mühle aktuell umfangreich restaurieren, gaben einen Einblick in das historische Leben. Mit einem Ökumenischen Gottesdienst wurde am Morgen das bunte Treiben eröffnet. Und die Besucher konnten so einiges erleben. So zeigte Erika Papert auf dem historischen Waschplatz den Besuchern mit ihren Waschweibern von anno dazumal wie früher die Wäsche gereinigt wurde. Es gab Traktorfahrten für Kinder, Aktionen im Kletterpark, Volksliedersingen mit Norbert Britze und für Besucher eine Besichtigung der sich im Bau befindlichen Schauwerksstätten in der alten Ölmühle. „Für die Kinder führen wir mit unserer Laienspielgruppe wieder traditionell Max und Moritz mit ihren Streichen auf. Es gibt Kaffee und Kuchen im Mühlengarten, frisches Brot aus dem Backofen und regionales Handwerk zu bestaunen“, erzählte Vereinsvorsitzender Werner Wartenburger.

Backen wie anno 1900 zeigten Bäckermeister Heiko Paetsch und Ehefrau Cornelia den Besuchern der Niedermühle. Quelle: Steffen Brost

Backen wie anno 1900 zeigte Bäckermeister Heiko Paetsch, hier mit Ehefrau Cornelia, den Besuchern der Niedermühle. „Wir versuchen, für die Besucher die alte Zeit zurückzuholen. So habe ich den originalen altdeutschen Backofen von 1900 wieder aufgebaut und backe bei solchen Veranstaltungen wie dem Mühlentag hier die Brote", erzählte Heiko Paetsch. Den Besuchern gefällt, wie die alte Tradition am Leben gehalten wird. „Tolle Sache. So sehen auch meine Enkel, wie das Brot früher gemacht wurde", war Andreas Hamann aus Leipzig begeistert. Den ganzen Tag über rasteten die Besucher auf dem Mühlenhof und ließen sich Mühlenschmaus oder Erbsensuppe schmecken. Natürlich hatte der Bäcker auch für reichlich leckeren Sonntagskuchen gesorgt.

Eröffnung in Großwig

Zahlreiche Besucher strömten nach Großwig zu einem der ältesten Mühlenstandorte der Region. Vor der Bockwindmühle eröffneten Wolfgang Sarembe, der Bürgermeister der Gemeinde Dreiheide, Roland Märtz, der Vorsitzende des Vereins Mühlenregion Nordsachsen, und Uta Schladitz den Deutschen Mühlentag Nordsachsen. Die Geschäftsführerin der Nordsächsischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft vertrat Landrat Kai Emanuel, den Schirmherrn der Veranstaltung. Nach dem Auftakt konnten die Besucher die Mühle besichtigen, alte Handwerkstechniken bestaunen und sich auf verschiedene Programmpunkte freuen, so auch auf die Premiere des Großwiger Mühlenchors. Zu den weit über 50 Sängern zählte ebenfalls Sarembe, der sich vorher noch sichtlich überrascht über das große Publikum zeigte: „Ich hätte nicht erwartet, dass sich die Zelte so schnell füllen.“   

Hobby-Müller Horst Handke hat sich extra für den Mühlentag in Schale geschmissen und empfängt Gäste bei seinen Führungen als Müller. Er muss viele fragen beantworten. Und mancher aus der Region war zwar schon öfter hier, erfährt aber immer wieder Neues. So auch diesmal, denn Handke ist sich sicher, dass es deutschlandweit wohl keinen Mühlenberg mit einer geweihten Glocke auf einem hölzernen Turm gibt. Die Familie des ehemaligen Terpitzer Pfarrers brachte ihn auf die Idee, das herauszufinden. Bis jetzt ist ihm nur der Liebschützberg mit einer geweihten Glocke und einer Mühle bekannt. Quelle: Leipziger Volkszeitung, Delitzsch-Eilenburg

Hobby-Müller Horst Handke hat sich extra für den Mühlentag in Schale geschmissen und empfängt Gäste bei seinen Führungen als Müller. Er muss viele Fragen beantworten. Und mancher aus der Region war zwar schon öfter hier, erfährt aber immer wieder Neues. So auch diesmal, denn Handke ist sich sicher, dass es deutschlandweit wohl keinen Mühlenberg mit einer geweihten Glocke auf einem hölzernen Turm gibt. Die Familie des ehemaligen Terpitzer Pfarrers brachte ihn auf die Idee, das herauszufinden. Bis jetzt sei ihm nur der Liebschützberg mit einer geweihten Glocke und einer Mühle bekannt.

Nicht nur bei den Führungen durch die Bockwindmühle herrschte am Mühlentag Hochbetrieb auf dem Liebschützberg, der 198 Meter über dem Meeresspiegel liegt und das Oschatzer Land prägt. Auf dem im vergangenen Jahr angelegten Rastplatz herrschte ebenso Hochbetrieb beim Mühlensingen, wo viele bekannte Volkslieder von Jung und Alt gesungen erklangen. Kaffee und Kuchen gab es zur Stärkung vor allem zur Freude derer, die sich zu Fuß oder per Rad aufgemacht hatten. So war die herrliche Landschaft viel besser zu genießen. Quelle: Leipziger Volkszeitung, Delitzsch-Eilenburg

Nicht nur bei den Führungen durch die Bockwindmühle herrschte am Montag Hochbetrieb auf dem Liebschützberg, der 198 Meter über dem Meeresspiegel liegt und das Oschatzer Land prägt. Auf dem im vergangenen Jahr angelegten Rastplatz herrschte ebenso Hochbetrieb beim Mühlensingen, wo viele bekannte Volkslieder erklangen. Kaffee und Kuchen gab es zur Stärkung vor allem zur Freude derer, die sich zu Fuß oder per Rad aufgemacht hatten. So war die herrliche Landschaft viel besser zu genießen.

Von lvz

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