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Nordsachsens Landwirte rechnen zum Erntestart mit durchschnittlichen Erträgen

Landwirtschaft Nordsachsens Landwirte rechnen zum Erntestart mit durchschnittlichen Erträgen

Der Erntestart kann aufgrund des Regenwetters noch nicht beginnen. Aber die Landwirte der Region stehen bereits in den Startlöchern und wollen ab nächster Woche die Wintergerste vom Halm holen. Aufgrund der Witterung der vergangenen Monate rechnen sie allerdings nur mit durchschnittlichen Erträgen.

Bis geerntet werden kann, dauert es noch ein paar Tage. Bei Großböhla wurde in dieser Woche gemäht.

Quelle: Kristin Engel

Nasenberg, Naundorf, Raitzen. Sachsens Landwirte rechnen mit einer durchschnittlichen Ernte. Dies behauptet zumindest der Sächsische Landesbauernverband, denn dieser praktizierte bereits vor knapp einer Woche den symbolischen Ernteauftakt.

„Das vergangene Wirtschaftsjahr war von einer regional sehr differenzierten Witterung beeinflusst. So führte insbesondere das kalte Frühjahr mit den Spätfrösten zu Verzögerungen in der Getreideentwicklung. Aufgrund der warmen Tage in der zweiten Maihälfte und im Juni konnte der Vegetationsrückstand aber gut aufgeholt werden. Ertragseinbußen aufgrund der Vegetationsverzögerung sind nicht zu erwarten“, heißt es von Seiten des Sächsischen Landesbauernverbandes.

„Bei uns dauert es noch etwas mit dem Erntestart“, sagt Andrea Reinhardt, Geschäftsführerin des Landwirtschaftsbetriebes Reinhardt in Nasenberg. Wann es tatsächlich los gehen kann, hänge von der Feuchtigkeit und Lagerfähigkeit des Getreides ab. Vielleicht könne es aber nächste Woche bereits los gehen, vermutet sie. Begonnen wird mit der Wintergerste. Hier hat der Betrieb 60 Hektar Fläche zu ernten. Ein Mähdrescher ist dabei im Einsatz. „Wenn alles gut geht, werden wir für diese Arbeiten etwa dreieinhalb Tage benötigen. Wir bitten die Verkehrsteilnehmer in dieser Zeit für ihr Verständnis.“ Erst später wird dann Raps und Weizen folgen. In welcher Reihenfolge hier geerntet wird, hänge ganz vom Wetter ab. Das gilt für die Ernte allgemein. „Wir hatten ein recht kaltes Frühjahr. Im April, Mai und Anfang Juni war es relativ trocken. Ich vermute, es wird in diesem Jahr eine durchschnittliche Ernte. Die Bevölkerung wird aber nicht hungern müssen“, sagt sie scherzhaft. Ähnlich bestätigt dies auch Roland Paul, Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Naundorf-Niedergoseln. Aller Voraussicht nach und wenn das Wetter sein Übriges tut, soll auch hier in der kommenden Woche mit der Ernte begonnen werden.

„Bei uns wird es wohl noch mindestens 14 Tage dauern, bevor wir mit der Ernte beginnen können“, sagt Dr. Iris Kübler von der Landwirtschaft in Hof/Raitzen. Voraussichtlich ist es der Raps, der hier als erstes eingeholt wird. Dies sei wetterabhängig. „Die Kälte im Frühjahr war für die Druschfrüchte nicht störend. Vielmehr war hier die lang anhaltende Trockenheit das Problem. Ich denke aufgrund dieser trockenen Verhältnisse wird es eine normale Ernte geben. Damit wären wir zufrieden“, sagt Iris Kübler und hofft, dass der anhaltende Regen am Donnerstag den nötigen Schwung vor der Ernte verleiht. Der Landwirtschaftsbetrieb arbeitet mit Lohnunternehmen zusammen, so dass hier unter Umständen bis zu drei Mähdrescher im Einsatz sein werden.

„Leider zeigen sich auf den leichten Standorten in Nord- und Ostsachsen bei der Wintergerste deutliche Trockenschäden, so dass hier auch Ertragseinbußen zu erwarten sind. In den anderen Regionen Sachsens wird von einer durchschnittlichen bis guten Ernte ausgegangen. Wir hoffen, dass auf den leichten Standorten die Folgekulturen wie Raps und Winterweizen noch von den Niederschlägen zu Pfingsten profitieren konnten“ so die Einschätzung vom Präsidenten des Sächsischen Landesbauernverbands, Wolfgang Vogel, zum Ernteauftakt.

Im Wirtschaftsjahr 2016/2017 bearbeiteten Sachsens Landwirte rund 702 210 Hektar Ackerland. Davon entfielen etwa 384 203 Hektar auf den Getreideanbau, 15 082 Hektar auf Hülsenfrüchte, 19 255 Hektar auf Hackfrüchte sowie 132 958 Hektar auf Winterraps, Rübsen und Grasvermehrung. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anbaufläche an Wintergetreide um 10 800 Hektar verringert, heißt es vom Sächsischen Landesbauernverband.

Von Kristin Engel

Nasenberg, Naundorf, Raitzen 51.25871 13.1898201
Nasenberg, Naundorf, Raitzen
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