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Oschatz Noroviren: Krankheitswelle ebbt ab
Region Oschatz Noroviren: Krankheitswelle ebbt ab
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16:48 01.10.2012

Von Frank Hörügel

Etwa bei jedem zehnten erkrankten Kind oder Erwachsenen hat das Gesundheitsamt des Landkreises Nordsachsen Noroviren als Erreger nachgewiesen. Nach Angaben der Behörde waren bis zum Sonnabend 125 Kinder und Erwachsene erkrankt, bei denen in 23 Fällen Noroviren nachgewiesen wurden. Bis gestern stieg die Zahl der Krankheitsfälle im Bereich Oschatz auf 146 Kinder und 17 Erwachsene. "Die Anzahl der Neuerkrankungen ist nur noch leicht steigend", informierte gestern Rayk Bergner, Pressesprecher des Landratsamtes Nordsachsen.

Die erkrankten Kinder und Erwachsenen würden nach wie vor von starkem Erbrechen und heftigem Durchfall geplagt. Bergner. "Die betroffenen Einrichtungen bleiben auch weiterhin unter Einhaltung der angeordneten Desinfektionsmaßnahmen geöffnet."

Ob es einen Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und der Essenbelieferung durch das Unternehmen Sodexo gebe, werde vom Landratsamt Nordsachsen nicht überprüft. Dafür seien die übergeordneten Behörden zuständig, so Bergner.

In der Oschatzer Kita Kunterbunt waren zum Beispiel bis Freitag sieben Kinder und drei Erzieherinnen erkrankt, über das Wochenende kamen sechs neue Krankheitsfälle dazu. "Eltern, die das ermöglichen können, lassen ihre Kinder vorsichtshalber zu Hause", sagte die stellvertretende Kita-Leiterin Jana Findeisen.

Die Elternvertreterin Yvonne Walther kann ihre Tochter nicht zu Hause lassen, da sie und ihr Mann berufstätig sind. Die fünf Jahre alte Jana besuchte deshalb auch gestern die Kita Kunterbunt. "Unsere Tochter ist für Krankheiten nicht so anfällig, und in der Einrichtung wird sehr auf Hygiene geachtet", sagte die Oschatzerin. Unter den Eltern, deren Kinder erkrankt sind, gebe es keine Panik, schätzte sie ein. Falls sich herausstellen sollte, dass die Krankheitswelle von Sodexo ausgegangen sei, "werden wir uns in der Kita zusammensetzen und beraten, wie es weiter geht".

Nach einer Pause am Freitag, als die Oschatzer Kindereinrichtungen durch den hiesigen Kantinenservice Ahnert beliefert wurden (wir berichteten), kam gestern wieder Essen von Sodexo auf den Tisch - und zwar Kartoffelsuppe. "Die Behörden haben der Firma das Kochen und Ausliefern erlaubt - und so steht dem nichts im Wege", teilte gestern die Pressesprecherin der Stadt Oschatz Anja Seidel auf OAZ-Anfrage mit. Ein fehlerhaftes Verhalten der Firma sei bislang nicht nachgewiesen worden. "Und so gilt für uns - wie in Deutschland üblich - die Unschuldsvermutung", so Seidel. Sie weist zudem darauf hin, dass sich die Eltern bei der Ausschreibung der Essenversorgung ausdrücklich für Sodexo entschieden hätten.

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