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Notstand in der Altenpflege: Oschatzer Oberschüler sollen Lücke füllen

Notstand in der Altenpflege: Oschatzer Oberschüler sollen Lücke füllen

Immer mehr Pflegebedürftige, vor allem alte Menschen, stehen immer weniger jungen Menschen gegenüber, die sich für eine Ausbildung in der Pflege entscheiden.

Oschatz. Von christian kunze

 

Diesem Problem, aus dem in der Collm-Region wie im Rest Deutschlands ein Pflegenotstand erwächst (wir berichteten), wirkt die Contec Unternehmensberatung für Gesundheits- und Sozialwirtschaft vor.

 

Seit fünf Jahren bildet das Unternehmen Netzwerke mit allgemeinbildenden Schulen, Pflegeunternehmen, Berufsberatern und Pflegeschulen. Erklärtes Ziel: Schülerinnen und Schüler für die Pflege begeistern und Anreize schaffen, dass mehr Auszubildende sich für einen Pflegeberuf entscheiden. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Nach der Goethe-Oberschule Mügeln im vergangenen Jahr startet im kommenden Schuljahr die Robert-Härtwig-Oberschule durch. Gemeinsam mit der Contec GmbH, der Awo Senioren- und Sozialzentrum GmbH und den Heimerer Schulen in Oschatz beteiligen sich die Härtwigs am Projekt "Care for Future" (deutsch: "Sorge für die Zukunft").

 

Anliegen der Initiative ist es, den Jugendlichen in der Klassenstufe 9 ein ganze Jahr lang sämtliche Facetten des Pflegeberufes und der dahinter stehenden Branche nahe zu bringen. Jede Woche wird an einem Tag eine Unterrichtseinheit lang in diesem besonderen Fach gelernt, im zweiten Halbjahr findet ein Praktikum statt. Koordiniert wird der neue Baustein der Berufsorientierung von den Lehrerinnen Ramona Wohllebe und Kristina Boike. Bestandteile sind unter anderem die Ersthelfer-Ausbildung, die Recherche diverser alterstypischer Krankheitsbilder, Ernährung alter und pflegebedürftiger Personen oder auch die Auseinandersetzung mit dem Tod. Während die Heimerer Schulen vor allem theoretische Kenntnisse vermitteln, obliegt der Awo die Gestaltung der Pflegepraxis, heißt es in der Kooperationsvereinbarung, die jetzt von allen Beteiligten unterzeichnet wurde.

 

Die Teilnahme ist den Schülern freigestellt. Im Rahmen eines Neigungskurses können sich bis zu 16 Jungen und Mädchen bei "Care for Future" eintragen und in dem Berufsfeld ausprobieren. Zehn haben laut Schulleiterin Kerstin Wasiak Interesse signalisiert.

 

Beginnend in Papenburg, wo die Idee geboren wurde, gibt es inzwischen rund 20 aktive "Care for Future" Netzwerke in ganz Deutschland, reichlich noch einmal so viel haben Interesse angemeldet und warten darauf, dass es losgeht. Ob die Idee in Oschatz von Erfolg gekrönt ist, wird sich in frühestens in zwei Jahren zeigen, wenn die Schülerinnen und Schüler ihre Lehrverträge unterzeichnet haben. © Kommentar

Christian Kunze

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