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Oschatz Nur ein Lieferant darf Oschatzer Gymnasiasten versorgen
Region Oschatz Nur ein Lieferant darf Oschatzer Gymnasiasten versorgen
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11:47 18.03.2016
Lecker: Fast wie ein Festessen, trotzdem mögen es nicht alle. Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz

Als es im Thomas-Mann-Gymnasium anfing zu „brodeln“, schaltete sich der Elternrat ein. Ausgangspunkt ist das Mittagessen: Vielen Teilnehmern würde es nicht mehr schmecken. Geliefert werden die Speisen von einem Gröditzer Unternehmen. Das aber kann Schulleiterin Marion Müller nicht einfach so „schlucken“. Aufgrund der Aussagen des Kantinen-Beirates und des Qualitätsbuches könne von einer mehr oder weniger „flächendeckenden“ Unzufriedenheit keine Rede sein.

Fakt ist, dass sich einige Schüler beziehungsweise Eltern und Lehrer das Mittagessen von anderen Anbietern haben bringen lassen. Nun sei entschieden worden, dass die fremden Firmen nach Ostern nicht mehr liefern dürfen. Das heißt, dass diejenigen, die sich anderweitig orientiert hatten, kein Essen mehr bekommen. Und das aus Gröditz wollen sie nicht.

Die Schulleiterin kennt das Problem, kann es aber nicht bestätigen. „2013 wurde gemeinsam mit dem Elternrat entschieden, dass der Gröditzer Anbieter den Zuschlag erhält.“ Aus rechtlichen Gründen dürften andere Anbieter nicht liefern. Voraussetzung sei eine Nutzungsvereinbarung. Die könnten die anderen Anbieter nicht vorweisen. „Ich wollte aber auch nicht mit der Keule reinhauen.“

Ab und an seien Beschwerden an sie herangetragen worden, aber keine schwerwiegenden. „Ich habe auch Briefe zum Thema Mittagessen erhalten, deren Inhalt unter die Gürtellinie ging“, sagte die Schulleiterin empört. Sie müsse sich daran halten, „Vertrag ist Vertrag“. Deshalb werde die Gröditzer Firma als alleiniger Anbieter weiter liefern. „Also ist die Sache sauber geklärt.“

Es gibt aber auch Eltern, die dem Elternrat vorwerfen, „einfach etwas festzulegen, ohne mit den Eltern zu sprechen und offen zu diskutieren, um eine Lösung zu finden“. Nun sei große Unruhe entstanden, die sicherlich nicht förderlich ist.

Laut Schulleitung gebe es auch keine Gründe, die der Catering-Firma vorgehalten werden könnten. Weder im Qualitätsbuch noch beim Kantinen-Beirat lägen entsprechende Argumente vor. Erst wenn der Vertrag ausgelaufen ist und der Elternrat einen Wechsel wünscht, könne das Thema wieder aufgenommen werden.

Die Chefin des Gymnasiums freut sich, dass die Kantine gut genutzt wird. Das sei nicht so, wenn immer mehr Schüler oder Lehrer das Essen ablehnen würden. Beanstandungen gebe es laut eines Vaters von etwa 60 Personen, denen das Gröditzer Essen nicht schmeckt.

Wenn die Anbieter ohne Nutzungsvereinbarung über kurz oder lang wegfallen, müssen sich die „Fremdesser“ überlegen, ob sie es mit dem Gröditzer vielleicht doch noch einmal probieren. Andererseits könnten sich die Schüler für das Mittagessen von zu Hause etwas mitbringen, um den Hunger zu stillen und vielleicht daheim etwas Warmes essen. Das kann aber nur eine Empfehlung sein. Die Entscheidung sollten die Schüler mit den Eltern fällen.

Von Gabi Liebegall

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