Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz O’zapft is! Am Wochenende lädt Oschatz zum Oktoberfest
Region Oschatz O’zapft is! Am Wochenende lädt Oschatz zum Oktoberfest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 30.09.2017
Anzeige
Oschatz

In der Stadt Oschatz wird normalerweise in den sächsischen Landesfarben grün und weiß geflaggt. Am kommenden Woche wird in Oschatz und im Umland allerdings das Grün gegen Blau ausgetauscht.

In der Collm-Region startet das Wiesn-Wochenende mit drei größeren Oktoberfesten. Die haben seit einigen Jahren auch außerhalb von München Hochsaison. Das größte Oktoberfest startet am Freitagabend in Oschatz auf dem Festplatz am Finanzamt. Doch bevor am Wochenende dort ein echte Schuhplattler getanzt wird, hatten sich die Oschatzer Stadträte einen Kopf gemacht, wie die Festwiese beispielsweise für das Oktoberfest besser nutzbar gemacht werden kann. Das Manko bisher: „Ein großer Schwachpunkt war, bei größeren Veranstaltungen auf diesem Areal eine ausreichende Stromversorgung sicherzustellen“, so Oberbürgermeister Andreas Kretschmar in der damaligen Sitzung. Bühnen- und Versorgungstechnik mit großem Stromverbrauch konnten dort nur auf Sparflamme betrieben werden. In diesem Jahr stellte die Stadt rund 18 000 Euro zur Verfügung. Dafür wurden rund 150 Meter Niederspannungskabel, ein Verteilerschrank, eine Zähleranschlusssäule sowie zwei Beleuchtungsmasten als Sicherheitsbeleuchtung bei Veranstaltungen installiert. Damit dürfte der diesjährigen Oschatzer Wiesn nichts mehr im Wege stehen.

1000 Quadratmeter für das Oschatzer Festzelt

Gestern liefen die Vorbereitungen am Finanzamt schon auf Hochtouren. Die Oktoberfestorganisatoren Dennis Bach und Felix Knabe packten beim Aufbau des 1000 Quadratmeter großen Festzelts kräftig mit an. „Wir können es uns gar nicht leisten, uns hier zurückzulehnen. Es gibt viel zu viel zu tun, auch weil wir nicht stagnieren, sondern größer werden wollen“, sagt Bach. Der 26-Jährige stemmt zum zweiten Mal die Oschatzer Exilversion des weltgrößten Volksfestes, für das in diesem Jahr unter anderem ein stabilerer Boden verlegt wurde.

Warum bayerische Folklore auch in Sachsen funktioniert, glaubt Bach zu wissen: „Jeder kennt das Münchner Original, aber den Weg und die Kosten kann nicht jeder auf sich nehmen. Deswegen bieten wir hier eine preislich moderate Alternative an.“

Blasmusik zum Frühschoppen am Festplatz

Bach selbst schwärmt für große Volksfeste, war dieses Jahr bei der „Stuttgarter Wasen“ und hat auch das Münchner Oktoberfest schon live erlebt. Deshalb legt er besonderen Wert auf die Atmosphäre. „Wir setzten klar auf Livemusik statt auf DJ’s, es gibt authentische Dekoration, einen abgegrenzten VIP-Bereich, wie man ihn aus den berühmten Zelten kennt und natürlich wird auch kulinarisch alles geboten.“ Das weiß-blaue Herz kann sich demnach unter anderem auf „Brezn, Schweinshaxe und Hendl“ freuen. Und auch am Bierfass geht es traditionell zu. Wer vom klassischen hellen Stiftungsbräu im Maßkrug nicht vollends überzeugt ist, bekommt, so Bach, auch genügend Alternativen geboten.

Besonders zünftig wird es beim sonntäglichen Frühschoppen, wenn eine Big Band aus der Oschatzer Partnerstadt Filderstadt für das passende Blasmusik-Ambiente sorgt. Einen kleinen Vorgeschmack auf diesen Auftritt wird es schon am Freitag geben. Auf die kleinen Wahlbayern warten derweil ein Kettenkarusssel und verschiedene Schausteller.

Weitere Oktoberfeste in der Collm-Region gibt es vom 1. bis zum 3. Oktober auf dem Sportplatz des SV Borna und am 30. September und 1. Oktober im Gasthof „Zum Siebenbürger Sachsen“ in Laas.

Von Hagen Rösner und Anton Zirk

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Familie Müller aus dem Liebschützberger Ortsteil hat ein großes Herz für Igel. Eine fünfköpfige Igelfamilie wird derzeit mit Katzenfutter für die kalte Jahreszeit fit gemacht.

27.09.2017

Im August 2002 brach über den Osten eine verheerende Flutkatastrophe herein. Entlang von Mulde, Elbe und Pleiße wüteten Wassermassen. 15 Jahre danach sind knapp eine Milliarde Euro in den Flutschutz geflossen. Sind wir damit sicher vor der nächsten Flut? Zum Abschluss der Serie blicken wir nach Außig an der Elbe.

27.09.2017

Nach einem Einbruch in ein Schuhgeschäft in Oschatz hat ein Diensthund die Polizei zum Täter geführt. In der Wohnung des mutmaßlichen Täters wurden Schuhe im Wert von 250 Euro gefunden und Diebesgut aus einem Imbiss.

26.09.2017
Anzeige