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OAZ-Lokalrunde: Heute Gasthof Zum Schwan in Oschatz

OAZ-Lokalrunde: Heute Gasthof Zum Schwan in Oschatz

Jahrhunderts wird das Gasthaus am Neumarkt erstmals als "Dorbachs Stuben" im Stadtbuch erwähnt. Weil das Haus von den Stadtbränden 1616 und 1862 verschont blieb und nie anders genutzt wird, kann es sich heute als eines der ältesten Gasthäuser Sachsens bezeichnen.

In der Mitte des 15.

 

Von Axel Kaminski

 

 

 

Die Historie ist jedoch nicht das einzige Pfund, mit dem Hoteldirektor André Sander und sein Team wuchern.

 

 

"Die Historie des Hauses, aber auch sein Umfeld geben ihm einen besonderen Charakter. Das ist ein Aushängeschild, quasi ein Stück Gold in unsere Hände gelegt", sagt André Sander, der seit Anfang Februar als Hoteldirektor im Gasthaus "Zum Schwan" tätig ist. Oder anders ausgedrückt: "So einen schönen Blick aus ihrem Hotelzimmer kann Ihnen nicht jedes Haus in Dresden bieten, das wie wir vier Sterne vorweist."

 

Das Potenzial des historischen und aufwendig sanierten Hauses zu nutzen, heißt für den gelernten Hotelfachmann nicht, auf Neuerungen zu verzichten. Gleich zu Beginn seiner Arbeit in Oschatz ließ er den Internetauftritt des Hauses komplett erneuern. "Wer ein Zimmer bucht, erledigt das in den meisten Fällen über eines der großen Hotelportale, von dem aus er auf die Internetseiten der Hotels gelangt. Da müssen diese so aussehen, dass der potenzielle Gast interessiert ist", nennt Sander den Grund für diese mediale Offensive.

Auf der Internetseite erfahren die Gäste aus der Ferne auch, was die Küche des Hauses bereithält. "Für mich ist wichtig, dass frische Zutaten verwendet werden. Das lässt sich natürlich am besten mit Produkten aus der Region umsetzen", sagt Sander. Er habe einige Wochen daran "gestrickt", bis er seine regionalen Lieferanten beisammen hatte. Wenn zum Beispiel der Wein aus Seußlitz, der Käse aus Falkenhain und das Straußenfleisch aus Thalheim kommen, dann nütze das nicht nur dem Haus und den Lieferanten. "Die Gäste honorieren, dass auf den Tisch kommt, was die Region bietet und nicht Dinge serviert werden, die man an 1000 anderen Orten in der Welt genauso bekommen könnte", ist sich der Hoteldirektor sicher. Gutbürgerliches und Ausgefallenes stehen auf der Speisekarten des Schwan in trauter Eintracht neben- beziehungsweise untereinander.

Umgekrempelt hat der neue Chef des Hauses auch das Weinangebot. Es ist regionaler und umfangreicher geworden. "Unsere Gäste können aus 45 Weinen auswählen. Das finden sie auch im weiteren Umkreis nicht so schnell", zeigt sich André Sander stolz.

Veränderungen um jeden Preis sind nicht die Sache des Hoteldirektors, der nahe Eisenach zu Hause ist und nach seiner Lehre in Stuttgart schon in mehreren Bundesländern Berufserfahrungen sammeln konnte. "Über die Roulade auf der Speisekarte war ich schon etwas erstaunt. Aber sie wird hier auch im Sommer nachgefragt, was schon ungewöhnlich ist. Also bleibt sie drauf", erzählt der Hotelchef. Oder die Gourmetmenüs. Menüs stünden nicht auf der Karte, was noch niemanden gestört habe. Zusammenstellen können sich die Gäste die Menüs jederzeit. Und einmal im Jahr macht auch ein Gourmet-Dinner Sinn, nur eben nicht jeden Tag. Schließlich müsse man realistisch sein. Es setze sich kaum jemand in Dresden oder Leipzig ins Auto und fahre dann nach Oschatz, um dort Essen zu gehen. Die Gäste im Restaurant kommen aus der Stadt und ihrem Umland. Hotelgäste sind oft Geschäftspartner ortsansässiger Firmen oder Besucher, die zu Familienfeiern nach Oschatz kommen und oft genug hier ihre Wurzeln haben. "Wenn wir mit unserem Service einen Beitrag dazu leisten können, dass sie feststellen, wie schön sich die Stadt herausgemacht hat, dann haben wir unsere Aufgabe erfüllt", meint André Sander.

Die Historie des Hauses, aber auch sein Umfeld geben ihm einen

besonderen Charakter.

André Sander

Hoteldirektor

 

 

 

 

 

 

... sich mit dem Haus identifizieren können und sich seiner Aufgabe bewusst sein.

 

 

 

... sie hier eine regionale und frische Küche vorfinden und eine Weinkarte, die so im weiteren Umkreis ihresgleichen sucht.

 

 

 

...Thalheimer Straußensteak auf Karotten-Zucchinistreifen und Sesamkartoffeln sowie hausgemachte Roulade vom Rind auf Apfelrotkohl und Kartoffelklößen.

 

...die Speisen von unserer regionalen Karte. Sie können mich aber auch mit Eiern in Senfsoße glücklich machen. Einfach darf es, frisch muss es sein!

 

Interessante Gäste waren...

...1694 rastete zum Beispiel die Kurfürstin Christiane Eberhardine, Gemahlin von August dem Starken, auf dem Weg zur Leipziger Ostermesse mehrere Tage im Fürstenzimmer unseres Hauses.

 

 

 

...zu Hause in Thüringen, zum Radfahren an der Werra, zum Abschalten im Grünen.

Gasthaus "Zum Schwan"

Sporerstraße 2

04758 Oschatz

Tel.: 03435/97 53 00

e-Mail: info@schwan-oschatz.de

www.schwan-oschatz.de

 

Restaurant 70 Plätze

Fürstenzimmer 24 Plätze

Schwanenstube 30 Plätze

Terrasse 30 Plätze

Saal: 80 Plätze

Hotel: 42 Zimmer mit 82 Betten

Öffnungszeiten Restaurants:

Montag 17.30 - 22 Uhr

Dienstag bis Samstag

11.30 - 14 und 17.30 - 22 Uhr

Sonntag 11.30 - 14 Uhr

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