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Oschatz OAZ-Spendenaktion ermöglicht Kindern eine Ferienwoche in der Dahlener Heide
Region Oschatz OAZ-Spendenaktion ermöglicht Kindern eine Ferienwoche in der Dahlener Heide
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06:00 29.06.2017
Umweltpädagoge Mathias Busch bereitet die Kinder auf die anstehende Aktion in der Natur vor. Quelle: Foto: Bärbel Schumann
Collm-Region

Daniel (7) und Anna-Lena (7) gehören zu 22 Mädchen und Jungen, auf die diese Woche ein Tag voller Erlebnisse wartete. Schon morgens herrschte Aufregung, als es mit Kleinbussen auf Reisen ging. Denn für sie ist es nicht selbstverständlich, mit Eltern in den Urlaub reisen zu können oder dass ihre Eltern ihnen einen Ferienlageraufenthalt bezahlen können. Sie kommen aus sozial schwachen Familien. Das Diakonische Werk Oschatz-Torgau hatte für sie drei Tage voller Abenteuer und Erlebnisse organisiert. Möglich wurde dies durch Spenden der OAZ-Leser im Rahmen der Aktion „Ein Licht im Advent“. Hier kam so viel Geld zusammen, dass nicht nur der Oschatzer Familie Hentzschel eine Küche spendiert werden konnte

Ziel der Kleinbusse ist die Jugendherberge Dahlen. Natur- und Umweltpädagoge Mathias Busch hat hier schon auf die Truppe gewartet. Seit zehn Jahren bringt er Kindern und Jugendlichen Fauna und Flora näher, will deren Interesse für die Umwelt wecken. „Wir werden im Wald Tierspuren suchen und viele Pflanzen und Bäume kennen lernen“, blickt er voraus. Gemeinsam werden Naturmaterialien gesammelt, lernen die Kinder, wie man einen Baum in der freien Natur vermessen oder wie man sich mit einfachen Mitteln eine Angel basteln kann.

Nur wenige Minuten vergehen, bis gleich die erste Aufgabe auf Alex, Aline, Mark, Franziska und die anderen wartet. Sie sollen einen Schatz heben. Die Schwierigkeit dabei: Der liegt einige Meter entfernt. Um ihn zu bergen, stehen ihnen nur eine Rolle Strick, ein Spiegel, Klebeband und Blumendraht zur Verfügung. Mit Hilfe der Erwachsenen erkennen die Kinder, wie sie die Materialien nutzen können. Zwei Jungs messen ein Stück Strick ab, aus dem Draht wird ein Haken gedreht, mit dem am Strick und über den Spiegel von anderen Kindern dirigiert, der Schatz bald geborgen ist.

Rebekka Naake, eine der Helfer der Diakonie, die die Kinder an diesem Tag betreut, hat dafür gesorgt, dass Jüngere und Ältere die Aufgaben gemeinsam meisterten. Als jeder mit einem Schatz versorgt ist, zieht der Trupp in Richtung Wald, wo auf dem Weg zu den Sieben-Zwergen-Steinen spielerisch noch manche Anforderung, manches Neue auf die Kinder wartet. Auch manche Erfahrung können die Ferienkinder dabei sammeln. Dazu gehört für viele von ihnen, sich erstmals auf einer Slack-Line ausprobieren zu können. Mitarbeiter der Diakonie staunen, wie manches der von ihnen betreuten Kinder aus den Regionen Torgau und Oschatz bei dieser Wanderung über sich hinaus wächst, Seiten zeigt, für die daheim mitunter der Freiraum fehlt.

Am ersten Etappenziel angekommen, schmeckt das von Diakonie-Geschäftsführer Gernot Dörfel extra in den Wald gebrachte Mittagessen besonders gut. „Der nächste Erlebnistag steht ganz im Zeichen des Pferde. Wir werden auf dem Reiterhof von Martina Scholich in Klingenhain zu Gast sein“, verrät Ilona Naake, die zu den Organisatoren der Ferienangebote gehört und bei der Diakonie für die Kirchensozialarbeit und verschiedene Beratungsdienste verantwortlich ist. Am dritten Tag ist ab 10 Uhr ein Familienfest rund um die Oschatzer Klosterkirche geplant, zu dem weitere Familien mit ihren Kindern kommen können. Eröffnet wird der Tag mit einem Programm der Trommelgruppe der Oschatzer Regionalvereinigung der Lebenshilfe. Sport und Spiel, Bastelangebote und Kulinarisches werden geboten. Zudem ist ab 16 Uhr der Liedermacher Thomas Koppe zu Gast.

„Ich möchte mich im Namen des Diakonischen Werkes Oschatz-Torgau noch einmal bei allen Lesern für ihre Spenden bedanken. Wenn man heute in die strahlenden Kinderaugen schauen konnte, dann kann der Dank nicht größer sein“, sagt Geschäftsführer Dörfel. Er wie alle Diakonie-Mitarbeiter und die Mitglieder des Diakonie-Vereins wollen künftig alles tun, damit Kinder aus sozial schwachen Familien nicht ins Abseits geraten und die Ferienaktion in den Folgejahren fortgesetzt werden kann.

Von Bärbel Schumann

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